Fünf Tage Berlin: TG11 und ITG11 auf Entdeckungsreise durch die Hauptstadt

Die Klasse TG11 und ITG11 vor dem Brandenburger Tor mit den begleitenden Lehrerkräften

Geschichte erleben, Politik verstehen und Technik entdecken – unter diesem Motto begaben sich die Eingangsklassen TG11 und ITG11 des Technischen Gymnasiums der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim vom 20. bis 24. Juli 2026 gemeinsam mit ihren Lehrkräften Susanne Thienel und Thomas Beiersdorf auf Studienfahrt nach Berlin.

Bereits die Anreise mit der Deutschen Bahn verlief erfreulich reibungslos. Auch während des Aufenthalts in der Hauptstadt nutzte die Gruppe konsequent die öffentlichen Verkehrsmittel. U-Bahn, S-Bahn und Busse wurden so schnell zu einem festen Bestandteil des täglichen Programms und ermöglichten es, die zahlreichen Ziele der Studienfahrt zuverlässig zu erreichen.

Nach der Ankunft am Montag stand zunächst eine gemeinsame Stadtführung auf dem Programm. Dabei sollten die Schüler nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv werden. An verschiedenen bedeutenden Plätzen und Gebäuden übernahm jeweils ein Schüler die Aufgabe, der Gruppe kurz die Geschichte und Bedeutung des jeweiligen Ortes vorzustellen. So wurde aus dem klassischen Stadtrundgang eine lebendige Unterrichtsstunde unter freiem Himmel.

Gemeinsam auf Erkundung durch Berlin
Gemeinsam auf Erkundung durch Berlin

Am Dienstag stand die deutsche Geschichte im Mittelpunkt. Beim Besuch des Stasi-Unterlagen-Archivs setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Geschichte der DDR und dem Überwachungssystem der Staatssicherheit auseinander. Unter der fachkundigen Begleitung von Projektleiterin Frau Altendorf erhielten sie die Möglichkeit, ausgewählte Akten einzusehen. Der Blick auf originale Dokumente vermittelte einen unmittelbaren Eindruck davon, wie umfassend die Überwachung der Bevölkerung organisiert war und welche Auswirkungen sie auf das Leben vieler Menschen hatte.

Am Nachmittag führte der Weg zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Bei einer Führung mit einer Historikerin erhielten die Jugendlichen einen eindringlichen Einblick in die Geschichte des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses. Die authentische Umgebung und die Berichte über ehemalige Häftlinge machten die Vergangenheit für die Schüler besonders greifbar und sorgten für viele nachdenkliche Momente.

Am Mittwoch wechselte der Schwerpunkt von der deutschen Vergangenheit zur aktuellen Politik. Zunächst besuchte die Gruppe das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die internationale Zusammenarbeit Deutschlands und die Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit.

Am Nachmittag stand das Bundesministerium der Verteidigung auf dem Programm. Die Jugendlichen erfuhren mehr über die Aufgaben und Strukturen der deutschen Sicherheitspolitik. Für die Schüler war es eine besondere Erfahrung, politische Institutionen nicht nur aus dem Unterricht zu kennen, sondern direkt vor Ort Einblicke zu erhalten.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen von Forschung, Technologie und Technik. Am Vormittag besuchten die Klassen das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Gerade für die technisch orientierten Schüler bot der Besuch interessante Einblicke in aktuelle Forschungs- und Zukunftsthemen.

Am Nachmittag ging es in das Deutsche Technikmuseum. Dort konnten die Jugendlichen zahlreiche technische Entwicklungen und historische Exponate aus unterschiedlichen Bereichen entdecken. Anschließend besuchten sie das Science Center, in dem naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge auf anschauliche und interaktive Weise vermittelt wurden.

Am Abend ließ die Gruppe den ereignisreichen Tag beim gemeinsamen Abendessen in der Piraten Bar ausklingen. Die Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte Susanne Thienel und Thomas Beiersdorf nutzten die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre die Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Eine anschließende Lasershow am Marie-Elisabeth-Lüders-Haus sorgte für einen besonderen und eindrucksvollen Abschluss des Abends.

Am Freitag stand schließlich das politische Zentrum der Bundesrepublik auf dem Programm. Beim Besuch des Deutschen Bundestages erhielten die Schüler im Rahmen eines Vortrags Informationen über die parlamentarische Arbeit und die politischen Entscheidungsprozesse. Anschließend durfte der Besuch der Reichstagskuppel natürlich nicht fehlen. Von dort aus bot sich ein beeindruckender Blick über Berlin und bildete den passenden Abschluss der Studienfahrt.

Die fünf Tage in Berlin boten den Schülern eine gelungene Verbindung aus Geschichte, Politik, Technik, Wissenschaft und gemeinschaftlichen Erlebnissen. Viele Unterrichtsinhalte konnten außerhalb des Klassenzimmers unmittelbar erlebt und durch eigene Eindrücke ergänzt werden.

Ein besonderer Dank gilt allen Institutionen, Führungen und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern, die diese vielfältigen Einblicke ermöglichten. Ein ausdrücklicher Dank geht auch an die Deutsche Bahn. Die Züge waren während der An- und Abreise erfreulich pünktlich und ermöglichten eine zuverlässige und entspannte Fahrt. Zusammen mit dem gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr in Berlin konnten die Schüler das umfangreiche Programm problemlos bewältigen.

Mit vielen neuen Eindrücken, interessanten Erfahrungen und gemeinsamen Erinnerungen kehrten die Schüler schließlich nach Bad Mergentheim zurück.

Fünf Tage Berlin haben eindrucksvoll gezeigt: Das Klassenzimmer kann manchmal auch ein Archiv, ein Ministerium, ein Museum oder der Deutsche Bundestag sein.

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