Mehr als ein Beruf

Abschlussklasse G3ZF

In einer Arzt- oder Zahnarztpraxis geht es um mehr als nur Behandlungen oder organisatorische Abläufe. Es geht vor allem um Menschen.
Diesen Gedanken stellte Schulleiter Peter Wöhrle in den Mittelpunkt der Abschlussfeier der Abteilung Gesundheit, bei der am Mittwoch, 22. Juli 2026, 47 Absolventinnen und Absolventen der Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten verabschiedet wurden. Gemeinsam mit ihren Familien, den Fachlehrern sowie zahlreichen weiteren Gästen feierten sie das erfolgreiche Bestehen ihrer Ausbildung. Für die Verpflegung war durch herzhafte Snacks, die in der schuleigenen Bäckerei von Hand hergestellt worden sind, gesorgt.

In seiner Ansprache würdigte Peter Wöhrle die besondere Bedeutung der beiden Berufe für das Gesundheitswesen. Mit viel Witz erinnerte er an Situationen, die wohl jede Arzt- oder Zahnarztpraxis kennt, etwa an vermeintlich endlose Wartezeiten oder Patientinnen und Patienten, die „nur schnell eine Überweisung“ benötigten. Hinter diesen humorvollen Beispielen stand jedoch eine ernste Botschaft: Die Absolventinnen und Absolventen hätten in den vergangenen Jahren nicht nur einen Beruf erlernt, sie hätten gelernt, Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen zu begegnen. Freundlichen ebenso wie ängstlichen, ungeduldigen oder schwer kranken. Gerade diese Fähigkeit mache Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte zu unverzichtbaren Ansprechpartnern im Praxisalltag. Oft seien sie die ersten Menschen, denen Patientinnen und Patienten begegneten, und prägten damit den ersten Eindruck einer Arztpraxis. Mit Blick auf ihren weiteren Berufsweg gab Peter Wöhrle ihnen einen Rat mit auf den Weg: „Bewahren oder erarbeiten Sie sich einen professionellen Umgang mit den Nöten Ihrer Patienten.“

Auch die Klassenlehrerinnen Beate Huchel und Gütha Schwalbach verabschiedeten ihre Schülerinnen und Schüler mit persönlichen Worten und blickten auf die gemeinsame Ausbildungszeit zurück. Im Namen der Ärztekammer gratulierten anschließend Dr. Kanev und Dr. Gerstenkorn den Absolventinnen und Absolventen und wünschten ihnen für ihren weiteren Berufsweg alles Gute.

Im Anschluss an die Reden wurden die Abschlusszeugnisse überreicht und darüber hinaus besondere schulische Leistungen ausgezeichnet. Insgesamt konnten sieben Preise und elf Belobigungen vergeben werden.
Preise erhielten Julia Föhre, Sophia Schmitt und Marion Hartsch (alle G3MF1), Aileen Ballweg und Jana Kraft (beide G3MF2) sowie Esranur Mutlu und Sergej Strecker (beide G3ZF).
Belobigungen gingen an Jasmin Greulich und Leon Lörner (beide G3MF1), Lara Spitzer, Melissa Ibishi, Senanur Kizildeniz, Vanessa Landwehr, Ronja Gierend und Alicia Beck (alle G3MF2) sowie Rahel Abraham Semre, Celine Lemnitzer und Cristina-Gabriela Precup (alle G3ZF).
Die Verabschiedung markiert sowohl das Ende der Ausbildung als auch den Start in einen Beruf, der jeden Tag aufs Neue Verantwortung und Menschlichkeit verlangt.
Für diesen Weg wünscht die GSMGH allen Absolventinnen und Absolventen viel Erfolg, Freude und Menschen, die ihre Arbeit zu schätzen wissen.

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