Nach intensiven und inspirierenden Projektwochen in Bad Mergentheim und Odry fand das Erasmus+-Projekt „Digital Escape Room mit Minecraft“ seinen feierlichen Abschluss beim letzten Treffen an der Partnerschule in Borgomanero. Schülerinnen und Schüler aus Bad Mergentheim, Borgomanero (Italien) und Odry (Tschechien) kamen dort ein letztes Mal zusammen, um ihre gemeinsame Arbeit zu vollenden und der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Im Mittelpunkt stand die finale Fertigstellung der interaktiven Escape-Room-Welten in der Minecraft Education Edition. Was im Februar 2025 an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim begann und im Herbst in Odry technisch weiterentwickelt wurde, erreichte nun in Italien seinen Höhepunkt: Die internationalen Teams nahmen letzte Anpassungen vor, testeten ihre Spielmechaniken intensiv und optimierten den Ablauf der digitalen Rätselabenteuer.
Ein besonderer Höhepunkt der Woche war der offizielle Empfang im Rathaus von Borgomanero durch den Bürgermeister der Stadt. In einem feierlichen Rahmen wurden die internationalen Gäste herzlich begrüßt. In seiner Ansprache betonte der Bürgermeister die Bedeutung europäischer Bildungsprojekte für den Austausch und das gegenseitige Verständnis junger Menschen und würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Für eine reibungslose Verständigung sorgte Silvia, die als Dolmetscherin die Redebeiträge übersetzte und so den Austausch zwischen den Nationen unterstützte. Der Empfang unterstrich den offiziellen und zugleich wertschätzenden Charakter des Projekts und machte den Jugendlichen deutlich, wie wichtig ihr Beitrag zur europäischen Zusammenarbeit ist.



Neben der intensiven Projektarbeit bot auch das italienische Gastgeberprogramm zahlreiche kulturelle Höhepunkte. Die Region rund um Borgomanero präsentierte sich von ihrer schönsten Seite, und bei verschiedenen Ausflügen lernten die Gäste die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten des Piemonts kennen.
Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Tagesausflug nach Turin. Die elegante Hauptstadt des Piemonts beeindruckte mit ihren großzügigen Plätzen, historischen Arkadengängen und bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Ein kultureller Höhepunkt war die Besichtigung des weltberühmten Museo Nazionale del Cinema, das sich im markanten Wahrzeichen der Stadt, der Mole Antonelliana, befindet. Dort tauchten die Schülerinnen und Schüler in die Geschichte des Films ein, bestaunten originale Filmrequisiten sowie interaktive Ausstellungen und erhielten spannende Einblicke in die Welt des Kinos.
Unvergesslich blieb auch die Fahrt mit dem gläsernen Panoramaaufzug hinauf zur Aussichtsplattform der Mole Antonelliana. Von dort bot sich ein beeindruckender Blick über die Dächer Turins bis hin zu den Alpen – ein Erlebnis, das viele Teilnehmende als einen der schönsten Momente der gesamten Projektwoche beschrieben.



Ein weiterer Programmpunkt führte die Gruppe zur bekannten Gorgonzola-Produktion „Palzola“. In der traditionsreichen Käserei erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Herstellung des berühmten italienischen Blauschimmelkäses – von der Verarbeitung der Milch bis zur Reifung. Die Besichtigung vermittelte nicht nur Wissen über regionale Wirtschaft und Handwerk, sondern bot auch einen Einblick in die kulinarische Tradition der Region.
Neben Kultur und Kulinarik spielte auch das gemeinsame Miteinander eine wichtige Rolle. Bei zahlreichen Aktivitäten, Gesprächen zwischen den Jugendlichen und Begleitlehrkräften sowie vielen informellen Begegnungen wurden bestehende Freundschaften vertieft und neue Kontakte geknüpft. Über Sprachgrenzen hinweg wurde gelacht, diskutiert und gemeinsam auf die erfolgreiche Projektzeit zurückgeblickt.



Zum Abschluss waren sich alle Beteiligten einig: Das Erasmus+-Projekt war weit mehr als ein digitales Schulprojekt. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten nicht nur ihre Medienkompetenz weiter, sondern stärkten zugleich ihre Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und ihr interkulturelles Verständnis.
Bei der offiziellen Abschlusspräsentation stellten die Schülerinnen und Schüler ihre fertigen Escape Rooms Lehrkräften, Mitschülern und Gästen vor. Dabei erläuterten sie nicht nur die technischen Hintergründe und kreativen Konzepte, sondern berichteten auch von den Herausforderungen und Chancen der internationalen Zusammenarbeit. Besonders beeindruckend war die Professionalität, mit der die Jugendlichen ihre Projekte präsentierten – auf Englisch und unterstützt durch Live-Demonstrationen direkt in der Spielumgebung.



Mit Stolz präsentierten sie in Borgomanero ein internationales Gemeinschaftswerk – einen digitalen Escape Room, der Kreativität, technisches Können und europäische Zusammenarbeit vereint.
Das Projekt „Escape Rooms mit Minecraft“ ist nun offiziell abgeschlossen. Die entstandenen Freundschaften, die gesammelten Erfahrungen und die Begeisterung für internationale Zusammenarbeit werden jedoch weit über das Projektende hinaus Bestand haben.





