Berichte

Besuch einer Auszubildendengruppe aus Sury-le-Comtal

Besuch einer Auszubildendengruppe aus Sury-le-Comtal an der
Gewerblichen Schule und Betrieben der Region

Große Begeisterung herrscht bei den betroffenen Betrieben der Region über die neuen Austauschmöglichkeiten mit dem zweiten Partner der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim, dem Lycee Professionel „Sainte Claire“ in Sury-le-Comtal. Durch diese ergänzende Möglichkeit wird speziell für Mechatroniker, Elektroniker, Industrie- und Anlagenmechaniker Flexibilität, Mobilität und Weltoffenheit gefördert, hervorragende Voraussetzungen für Mitarbeiter exportorientierter Unternehmen. Außerdem werden Vorurteile abgebaut und historische Fehlentwicklungen korrigiert. Wie sagten doch die ersten Austauschteilnehmer im Frühjahr diesen Jahres über ihre großartigen französischen Gastgeber: „In den französischen Industriebetrieben geht es viel hektischer zu als bei uns“ und „Der Franzose setzt andere Schwerpunkte: Kleidung und Essen sind ihm wichtiger als Haus und Auto.“ Umgekehrt zeigten sich die jungen Franzosen der Region Rhone-Alpes aus dem Departement Loire beeindruckt von der hiesigen Betriebsorganisation und der angewandten präzisen Hochtechnologie.
 
 
Foto: Die jungen Franzosen mit ihren Lehrkräften beim Empfang der Stadt Bad Mergentheim. In der Mitte Oberbürgermeister Udo Glatthaar daneben Sprachbegleiterin Alexia Catsidonis. Rechts Jürgen Friedrich und Achim Tomatsits von der Stadtverwaltung sowie OStR Alfred Winklmaier von der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim.
 
Nach dem seit 20 Jahren durchgeführten Austausch des Berufsschulzentrums Bad Mergentheim mit Auszubildenden Bad Mergentheims Partnerstadt Digne- les-Bains ist nun also die zweite Partnerschaft in vollem Gange. Im März und April fand der erste dreiwöchige Besuch im dortigen Zentrum der Schwerindustrie um Saint-Etienne südwestlich von Lyon statt, nun kamen im Oktober zwölf junge Franzosen mit Begleitlehrern und Sprachbegleiterin nach Bad Mergentheim und Umgebung. Sieben Firmen nahmen die jungen Leute aus dem Nachbarland unter ihre Fittiche, und zwar die Industrieunternehmen Wittenstein AG, Roto Dach-und Solartechnologie GmbH, Lauda Dr.R.Wobser GmbH Co.KG und UFT Umwelt- und Fluid-Technik Dr.H.Brombach GmbH sowie die Handwerksbetriebe Lurz GmbH, Braun GmbH und Karl Hay aus dem Bereich Heizung, Klima und Solar. Ein weiterer positiver Aspekt war der intensivierte Kontakt zwischen Firmen und Schule.
 
Nach dem Eintreffen der Gäste nach 900 km Fahrt wurde die französische Gruppe durch die Lehrkräfte Alfred Winklmaier, Gunter Kremer, Thomas Heer und Jochen Voltz in Empfang genommen. Die erste Woche stand ganz im Zeichen der Eingewöhnung in Sprache, Umgebung und Betrieb. Besuche in Würzburg, Rothenburg und ein Rundflug ab Niederstetten sowie ein Empfang der Stadt Bad Mergentheim standen auf dem Kulturprogramm. In der zweiten und dritten Woche ging es dann in die einzelnen Betriebe, ehe schließlich eine äußerst positive Abschlussbilanz eines gelungenen Auftakts des ersten Jahres der neuen Partnerschaft gezogen werden konnte.

Bad Mergentheimer Auszubildende absolvieren Praktikum in Digne les Bains

Bad Mergentheimer Auszubildende absolvieren Praktikum in Digne les Bains
 
Auch in diesem Jahr fuhr eine Gruppe von Berufsschülern des Berufschulzentrums Mergentheim in die Partnerstadt Digne les Bains, um dort in den ersten 3 Oktoberwochen ein Praktikum in französischen Gastbetrieben zu absolvieren. Die Auszubildenden nutzen dabei die einmalige Chance, den doch oft anderen Berufsalltag sowie Arbeitsmethoden des Nachbarlandes kennenzulernen. Die Austauschmaßnahme wird voll vom Deutsch-Französischen Sekretariat in Saarbrücken finanziert, welches eng mit dem Berufsschulzentrum Mergentheim zusammenarbeitet.
 
 
In diesem Jahr konnten 2 Frisörinnen eine Fachkraft für Lager und Logistik, eine Kauffrau im Groß- und Außenhandel, eine Bäckerin, zwei Industriemechaniker, ein Fleischer und eine Fleischerei-Fachverkäuferin sowie 2 medizinische Fachangestellte die Fahrt nach Digne antreten. Begleitet wurden sie dabei von Lehrern des Berufsschulzentrums
sowie von einem Sprachbegleiter, der Übersetzungsaufgaben übernahm sowie die Jugendlichen während der drei Wochen betreute.
 
 
In Zusammenarbeit mit der örtlichen Partnerschule, dem CFA René Villeneuve (www.cfa-digne.fr), werden den Jugendlichen bereits seit 20 Jahren ihrem Beruf entsprechende Gastbetriebe vermittelt, in denen die Auszubildenden stets sehr freundlich aufgenommen werden. Außerdem stellen die französischen Kollegen jedes Jahr ein interessantes und abwechslungsreiches soziokulturelles Rahmenprogramm auf die Beine, um den deutschen Gästen Einblicke in das Land und die Kultur Frankreichs zu bieten. Neben sportlichen Aktivitäten wie dem Besuch eines Klettergartens, besichtigten dieses Jahr die Auszubildenden auch provenzalische Städte (Aix en Provence und Apt)
und machten als Höhepunkt einen Trip ans Mittelmeer, wo sie Gelegenheit hatten, ins zu diesem Zeitpunkt noch warme Meer zu springen.
 
Der französische Gegenbesuch, bei dem französische Berufsschüler in deutschen Betrieben arbeiten, findet im Mai 2012 statt.

„Bad Mergentheim, c’est le top!“ – “Bad Mergentheim ist spitze!"

„Bad Mergentheim, c’est le top!“ – “Bad Mergentheim ist spitze!”
 
Mit dieser Aussage resümierten 9 französische Jugendliche ihren Aufenthalt in der Kurstadt. Anfang Mai kam erneut eine Gruppe französischer Auszubildender aus der Partnerstadt Digne les Bains für drei Wochen nach Bad Mergentheim, um bei heimischen Betrieben ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Der Austausch, der mittlerweile seit 20 Jahren vom Berufsschulzentrum Bad Mergentheim mit dem Centre de formation d’apprentis René Villeneuve durchgeführt wird, ermöglicht den Jugendlichen Einblicke in das deutsche Berufsleben sowie das Kennenlernen von Land und Leuten. Voll finanziert wird die Austauschmaßnahme vom Deutsch-Französischen Sekretariat in Saarbrücken, so dass für die Auszubildenden keine weiteren Kosten entstehen.
 
Die Gruppe war mit ihren begleitenden Lehrkräften im Kurhaus König sehr gut untergebracht. Das ganze Team um Familie Jurgan verstand es perfekt, ihren französischen Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Juniorchef Jens Jurgan betreute darüber hinaus auch in seiner Freizeit die Gruppe und nahm sie beispielsweise zum Gleitschirmfliegen mit.
 
Die Jugendlichen lernen in Frankreich verschiedene Berufe und werden in Bad Mergentheim entsprechend in Betrieben untergebracht.
Dieses Jahr nahmen am Austauschprogramm folgende Firmen teil, die einen wesentlich Beitrag zum Gelingen des Austauschs beitrugen:
  • Bad Mergentheim: Heer-Style (Frisörin), A.M.T. (Kfz-Mechaniker), Stumpf (Maurer), Café im Schlossgarten (Konditor), Nied (2 Maler), Autohaus Lademann / Autolackierung Fink (Karosseriebauerin)
  • Igersheim: Bamberger (Konditorin)
  • Neunkirchen: Rummler (Metzger)
Die Firmen zeigten sich sehr zufrieden mit der Arbeit ihrer französischen Praktikanten, was sogar in einigen Arbeitsangeboten gipfelte!
 
 
Die berufliche Ausbildung wiederum war für die Teilnehmer sehr interessant und lehrreich. So konnten sie neue Techniken kennenlernen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Trotz der Sprachbarriere klappte die Zusammenarbeit mit den deutschen Kollegen hervorragend. Da es sich meist um handwerkliche Tätigkeiten handelte, konnte viel durch Zuschauen gemeistert werden, ansonsten wurde eben „mit den Händen und Füßen“ gesprochen.
Neben dem Berufspraktikum stellen die betreuenden Lehrer des Berufschulzentrums unter Leitung der Organisatoren Barbara Ehrenfried, Winfried Bock und Jochen Voltz stets ein ansprechendes und spannendes Rahmenprogramm zum Kennenlernen der Region und der Stadt auf die Beine. Tradition hat mittlerweile der Empfang im Rathaus, der Besuch des Solymars sowie des Wildparks und der Brauerei Herbsthausen, in der Seniorchef Klaus Wunderlich zu einer Besichtung mit anschließender Bierprobe lud. Einen schönen Abend verbrachten die Jugendlichen auch bei Frisör Marco Heer, der die ganze Gruppe bei sich zu Hause empfing.
Ein Highlight war für die Jugendlichen ein aufregender Rundflug über die Region mit Sportflugzeugen von Niederstetten aus.
 
Insgesamt war der Aufenthalt für die Franzosen „inoubliable“, d.h. unvergesslich. Sie genossen sichtlich die Gastfreundschaft, die ihnen von allen Seiten entgegengebracht wurde.

Ein lebendiger Austausch

Das Berufsschulzentrum feierte mit seiner Partnerschule, dem Centre de Formation dapprentis René Villeneuve (kurz CFA) in Digne-les-Bains, das 20-jährige Jubiläum des Auszubildenden-Austauschs.
 
Zum 20-jährigen Jubiläum des Auszubildenden-Austauschs konnte der geschäftsführende Schulleiter Philipp Häusler eine Delegation aus der Partnerstadt Digne-les-Bains begrüßen. Neben seinem Schulleiter-Kollegen Jean Armand waren auch der Präsident der Handwerkskammer des Départments Alpes-de-Haute-Provence, Simon Caparros, sowie die Organisatorin des Austauschs, Claude Becquet, nach Bad Mergentheim gekommen.
In seiner Ansprache skizzierte Oberstudiendirektor Philipp Häusler die Geschichte des Entstehens der Freundschaft von 1990 bis heute zwischen dem Berufsschulzentrum Bad Mergentheim und dem CFA René Villeneuve. Darüber hinaus ging er auf die Wichtigkeit des Austauschs der Berufsschüler in einem mittlerweile stark globalisierten Arbeitsmarkt ein. Die Schüler bekämen die Chance, sich auch im Hinblick auf ihre Zukunft einen Erfahrungs- und Bildungsvorsprung zu schaffen, den andere kaum einholen könnten. Durch gemeinsames Tun am Arbeitsplatz vertieften sich persönliche Beziehungen. Toleranz, Selbstbewusstsein und Lernmotivation würden gesteigert.
Häusler betonte, dass seit 1991 bis 2001 mehr als 600 Schüler beider Länder an der Austauschmaßnahme teilgenommen hätten und dabei viele Eindrücke von der Berufswelt des anderen Landes erfahren konnten, "wobei fast ausschließlich positive Rückmeldungen von Seiten der Schüler kamen". Häusler dankte allen Lehrkräften aus den drei beruflichen Schulen für ihr Engagement, das sie in all den Jahren für den Austausch eingebracht haben. Bei der Vertragsunterzeichnung 1991 sprach Albert Reuter den Wunsch aus, dass dieser Austausch lange Zeit mit Leben erfüllt werde. Philipp Häusler stellte mit Stolz fest, dass dies bereits 20 Jahre gelungen sei.
 
Simon Caparros überbrachte Grußworte von der Handwerkskammer in Digne-les-Bains. Er freute sich, dass sich jedes Jahr zahlreiche Jugendliche für das Austauschprogramm begeistern und so vertiefte Einblicke in die Arbeitswelt des jeweiligen Gastlandes bekommen können.
Nach seinen Glückwünschen zum 20-jährigen Jubiläum betonte Kreishandwerksmeister i. R. Heinrich Göpfert, dass durch das Austauschprogramm die Attraktivität handwerklicher Berufe gesteigert werden könne. Für ihn sei es wichtig, dass Jugendliche über die Grenzen hinweg lernen und vertiefte Einblicke in die handwerklichen Fähigkeiten erwerben können. Dietmar Schmidt vom Deutsch-Französischen Sekretariat in Saarbrücken sprach von einem Erfolgsmodell der beiden Partnerschulen, das sich durch "beispiellose Dauerhaftigkeit" auszeichne. Den Grund für das langjährige Bestehen sieht er vor allem in dem gegenseitigen Vertrauen, der hervorragenden Zusammenarbeit sowie dem sehr guten Verständnis aller Beteiligten zueinander. Schulleiter Jean Armand bedankte sich im Namen seiner Schule für die gute Kooperation sowie für das anlässlich des Jubiläums gespendete Lehrmaterial, das die Gewerbliche Schule dem CFA zukommen ließ.
 
 
Jochen Müssig als Vertreter des Landrats sprach in seinem Grußwort vom "kontinuierlichen Miteinander über Grenzen hinweg", was für ihn einen "Beweis gelebter deutsch-französische Freundschaft" darstelle. Besonders wichtig bei dem Austauschprogramm sei für ihn dabei das Aneignen sozialer Kompetenzen, die durch den Aufenthalt im Nachbarland nachhaltig gestärkt würden. Er freute sich, dass die Auszubildenden durch den Austausch eine Möglichkeit hätten, neben der Arbeitswelt auch Land und Leute kennenzulernen. Auch dies seien unschätzbare Erkenntnisse. An die organisierenden Lehrer appellierte er, ihr großes Engagement für den Austausch fortzusetzen, damit weiterhin die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich gestärkt würde. Freundschaft beruhe auf Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung.
Bernhard Gailing, der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees und Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Bad Mergentheim, eröffnete mit dem 20-jährigen Jubiläum auch die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Bad Mergentheim und Digne-les-Bains. Er gratulierte in seiner zweisprachigen Rede den Schulleitern für ihre engagierten Lehrkräfte, die durch ihre Arbeit wesentlich dazu beitrügen, die Städtepartnerschaft am Leben zu erhalten. Für ihn findet gerade auf der Ebene der Schulen und Vereine der wahre Austausch statt. Darüber hinaus galt sein Dank auch den vielen Betrieben und Unternehmen, die trotz auftretender Sprachprobleme den Jugendlichen einen Praktikumsplatz zur Verfügung stellen.
Danach überreichte Präsident Simon Caparros Oberstudiendirektor Philipp Häusler ein Gastgeschenk, eine speziell für das Jubiläum von einem Künstler aus Digne gefertigte Vase.
Eine anschließende Multimedia-Präsentation mit Bildern und Eindrücken der letzten 20 Jahre Austausch rundete das Programm ab.

Auszubildende in Digne-les-Bains

Mergentheimer Azubis in Digne les Bains
 
Wie jedes Jahr verbrachten auch diesen Oktober wieder 15 Azubis vom Berufsschulzentrum Bad Mergentheim drei Wochen in der Partnerstadt Digne les Bains in Südfrankreich.
Sie absolvierten dort ein Auslandspraktikum in unterschiedlichen Berufsfeldern. So waren  diesen Herbst 3Friseurinnen und ein Friseur, 2 Bäckerinnen, 2 Fleischer, eine Zahnarzthelferin, eine Arzthelferin, eine Industriekauffrau , ein Elektroniker für Geräte und Systeme, ein Anlagenmechaniker, eine Erzieherin sowie eine Fleischereifachverkäuferin nach Digne gefahren um das französische Berufsleben sowie Land und Leute kennenzulernen.
 
 
Begleitet wurden die Berufschüler die drei Wochen von Lehrern der Haus- und Landwirtschaftlichen Schule, der Kaufmännischen Schule und der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim sowie von einem Sprachbegleiter, der die Azubis bei sprachlichen Schwierigkeiten unterstützte.
 
Der Austausch, der mittlerweile seit 20 Jahren andauert, findet in Zusammenarbeit mit dem dortigen Berufsschulzentrum „Centre de Formation d’Apprentis René Villeneuve“(CFA) sowie dem deutsch-französischen Sekretariat (DFS) in Saarbrücken statt. Dabei müssen die Schüler lediglich einen geringen Eigenanteil übernehmen, während das DFS die Kosten für die Fahrt, Unterkunft und Verpflegung übernimmt.
 
Für die Auszubildenden bietet sich dadurch eine einmalige Chance, das Nachbarland und unsere Partnerstadt kennenzulernen. Ihnen wird Einblick in das französische Berufsleben gegeben, das oftmals doch etwas anders abläuft als in Deutschland. So ist beispielsweise die „Vesperpause“ gänzlich unbekannt in Frankreich.
 
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Neben den beruflichen Aspekten versuchen die französischen Kollegen des CFA den Auszubildenden Einblicke in das französische „savoir-vivre“ zu geben. Dazu stellen sie jedes Jahr ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine, das sowohl kulturelle als auch sportliche Aspekte beinhaltet. So erkundeten die Schüler dieses Jahr Aix-en-Provence und Apt, machten einen Badeausflug in das malerische Cassis am Mittelmeer, testeten ihren Mut im Hochseilgarten und besuchten natürlich im Weinland Frankreich auch ein Weingut mit anschließender Weinprobe.
Der Gegenbesuch der französischen Auszubildenden findet dann im Mai nächsten Jahres statt. Dort sind dann auch die Feierlichkeiten zum 20jährigen Jubiläum geplant.

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