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SPS-Raum der neuesten Generation an der Gewerblichen Schule angeschafft

SPS-Raum der neuesten Generation an der Gewerblichen Schule angeschafft

Die Neuanschaffungen von Geräten aus der Steuerungstechnik zusammen mit der Neuinstallation der Pneumatikversorgung eröffnen den Schülerinnen und Schülern der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim neue Horizonte in ihrer Aus- und Weiterbildung.

Diese Anpassungen an die Bedingungen der außerschulischen Betriebswelt gehen einher mit der Rüstung für zukünftige Aufgaben im Zusammenhang mit dem im Werden befindlichen Projekt von „Industrie 4.0“. Eine Steigerung der Unterrichts-qualität sowie die Passung auf aktuelle Industrieansprüche werden die Folge sein.

Diesem Grundgedanken folgte nun das neue SPS-Labor. Damit die SchülerInnen der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim weiterhin eine fundierte Ausbildung und Lehre erfahren, investierte die Schule ca. 60 000 Euro.

Die neue Lernumgebung sei ausnehmend geeignet für Technikerarbeiten nach aktuellsten Themenstellungen, verbesserte Vernetzungsmöglichkeiten in der Kommunikation mit dem PC sowie aktuelle Technologien: OPC UA Server, Industrial Ethernet und Ventilinseln seien nur ein Auszug an neuen Möglichkeiten, so der Teamleiter des SPS-Labors Andreas Amann, der sich begeistert zeigte. Zudem finde das Labor in den Berufsschulunterricht der Mechatroniker sowie den Elektronikern für Betriebstechnik Einzug. Darüber hinaus ist auch im Beruflichen Gymnasium für Mechatronik die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) verankert. Angehende Abiturientinnen und Abiturienten können nun konkret im Labor ihre SPS-Kenntnisse vertiefen und werden so für das Abitur optimal vorbereitet.

Der nächste Schritt in Richtung digitaler Zukunft wurde mit Weitsicht und Tatkraft begangen.

Die volle Zeit für die Vollzeit-Schüler

Die volle Zeit für die Vollzeit-Schüler

Zu Beginn des Schuljahres 2019/20 hieß die GSMGH ihre neuen SchülerInnen in den Vollzeitklassen, den Beruflichen Gymnasien mit den Profilfächern Technik und Informationstechnik sowie der zur Fachschulreife führenden Zweijährigen Berufsfachschule, vollumfänglich willkommen. Teams aus den dort unterrichtenden Lehrkräften kümmerten sich eine Woche lang um die großen Fragen eines jeden Neuanfangenden: Wer weiß was? Wo muss ich hin? Wozu bin ich hier?


Wer in der GSMGH zunächst von Relevanz für die neuen SchülerInnen sein sollte, lernten sie von ihren Lehrkräften sowie den Beratungs- und Präventionslehrerinnen. Besondere Fürsorge in diesen Dingen widerfuhr ihnen von der SMV sowie von bewährten SchülerInnen des Technischen Gymnasiums der 13. Klasse, die auch das Wo in einer ausgiebigen Schulhaus-Rallye begleiteten: Werkstatt, Fachraumzentrum, generalsaniertes Hauptgebäude, neues SPS-Labor, neue IPad-Klassen sowie das im Werden befindliche Projekt der „Industrie 4.0“. Durch teambildende Spiele waren sich die neuen Unbekannten täglich weniger fremd. Ein besonderes Highlight stellte der Raketenbau im Fach Physik dar, in dem die Eingangsklasse sprichwörtlich Vollgas geben konnte. Auch zu außerschulischen Lernorten führte der Weg, wie zu Würth Industrie Services/IT für die Eingangsklasse sowie zu Müller Martini für die Berufsfachschüler. Dort erlebten sie Unternehmensvorstellungen, Werksbesichtigungen und Diskussionen zu aktuellen Themen.
Auch für die sinnstiftenden Fragen eines Neuanfangs nach dem Wozu oder Wofür gewannen die SchülerInnen Anstöße: In Andachten entwickelten die Klassen ihr bleibendes Motto, unter das ihr Weg in der Schule gestellt sein sollte. Die SchülerInnen der Eingangsklasse am TG/ITG beispielsweise erschlossen sich die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und derer Vor- und Nachteile. Die Berufsfachschüler definierten für sich Mutmachendes, wenn der Weg einmal schwer sein sollte.
Das gesamte Kollegium heißt die neuen Schüler herzlich willkommen und wünscht einen guten Start sowie einen erfolgreichen Schulweg.

Verabschiedung der medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellte an der Gewerblichen Schule

Verabschiedung der medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellte an der Gewerblichen Schule
„Ich bin medizinische Fachangestellte, weil Superheldin keine offizielle Berufsbezeichnung ist“

Zum Schuljahresende wurden 51 medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim verabschiedet. Erfreulich ist die hohe Anzahl an Preisen und Belobigungen. 41 Prozent erhielten eine Auszeichnung für ihre Leistungen, was zeigt, dass die Absolventinnen sowie ihre betreuenden Lehrkräfte in den letzten drei Jahren mit großem Erfolg gearbeitet haben.
Zu der kleinen Feierstunde begrüßte die Schule neben den stolzen Absolventinnen auch Herr Dr. Adalbert Ruhnke von der Bezirkszahnärztekammer sowie Herr Dr. Sebastian Gerstenkorn als Vertreter der Kreisärzteschaft.


In seiner Eröffnungsrede hob Schulleiter Peter Wöhrle den Wert der medizinischen wie auch der zahnmedizinischen Fachangestellten hervor. Er spielte humorvoll auf T-Shirt-Zitate an, die den Berufsalltag von medizinischen Fachangestellten umreißen: „Ich bin medizinische Fachangestellte, weil Superheldin keine offizielle Berufsbezeichnung ist.“ oder „Ich bin eine Rezept ausgebende, erklärende, empathische, den Praxisalltag organisierende, impfende und spritzende, Verbände anlegende, Trost spendende und aufklärende, medizinische Fachangestellte.“ Dies zeige deutlich, so der Schulleiter, wie facettenreich und anspruchsvoll der Berufsalltag sei. Trotz einer gewissen Übertreibung stecke viel Wahres in diesen Zitaten.

Zahnmedizinische wie medizinische Fachangestellte „begleiten“ in sehr vielfältigen Bereichen ihre Patienten. Dieses Begleiten sei das Zentrale in ihrem Berufsalltag, nicht nur im fachlichen Bereich, sondern gerade auch in der sozialen Interaktion mit dem Patienten.
Alle Absolventinnen hätten ihre Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Dabei sei Erfolg etwas sehr Individuelles und auch zeitlich Begrenztes. Er sei im Leben einem Wandel unterworfen, so Wöhrle weiter. Es zeige sich aber auch, dass gleichzeitig mit jedem Erfolgsergebnis auch der Erwartungsdruck und die Erwartungshaltung der Umwelt größer werde.
Peter Wöhrle wünschte abschließend jeder der 51 erfolgreichen Absolventinnen, dass sie ihre individuellen Erfolge im Leben immer wieder auf Neue feiern dürften.
Die beiden Vertreter der Ärztekammern unterstrichen in ihren Ansprachen die große Bedeutung dieser beiden Berufe und stellten Weiterbildungsmöglichkeiten vor, die den Beruf noch attraktiver werden ließen.
Mit sehr persönlichen Eindrücken aus den vergangenen Schuljahren verabschiedeten sich dankbare Schülerinnen bei ihren Lehrern, die sie mit viel Fachverstand, etwas Strenge und einer hohen sozialen Kompetenz durch ihre Ausbildungsjahre begleitet hätten.

Drei Kollegen verlassen die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim

Drei Kollegen verlassen die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim

Mit dem Ende des laufenden Schuljahres endete auch für drei Kollegen der Dienst an der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim.
Mit Karl Gerlinger verliert die Fachschaft Religion einen wesentlichen Bestandteil, er hat die Fachschaft initiiert und geleitet. Stets standen aktive Mitarbeit und Seelsorge für ihn im Mittelpunkt seines Tuns. Bis 2010 war Karl Gerlinger Pfarrer im Kochertal. Schließlich reifte der Entschluss sich einer neuen Herausforderung zu stellen und in den Schuldienst zu wechseln. Seit dem Schuljahr 2010/11 war seinen neue Wirkungsstätte Bad Mergentheim. Als Lehrer für evangelische Religion sei er im wahrsten Sinne des Wortes ein Segen für die Schule gewesen, so Schulleiter Peter Wöhrle in seiner Abschiedsrede. Als Religionslehrer gelang es ihm mit den Schüler über ganz andere Aspekte als Mathematik und Physik zu sprechen. Man habe gemeinsam Dinge hinterfragt. Die Schüler wurden angeregt über Sein oder Nichtsein nachzudenken und ganz wie Herr Gerlinger neue Pfade zu beschreiten. Bevor er Sozialpädagogik- und Theologie studierte, war Karl Gerlinger Landwirt. Er unterrichtete nicht nur, sondern lebte sein Fach.


Bis zu seinem letzten Unterrichtstag hat er sich sehr engagiert in der Schule eingebracht. Schulleiter Peter Wöhrle wünschte ihm für den neuen Lebensabschnitt viele schöne Stunden, Zeit mit der Familie, sowie Freude beim Obstbau und der Waldarbeit. Der Personalratsvorsitzende Volker Oechsle überbrachten im Anschluss gute Wünsche seitens des Kollegiums und überreichte dem nebenberuflichen Wald- und Obstbauern ein kleines Bäumchen.
Auf eine lange und abwechslungsreiche Laufbahn als Lehrer kann auch Bernhard Scholz zurückblicken. Nach einer Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker 1970 in Heilbronn folgten Fachhochschulreife, Wehrdienst und schließlich ein Elektrotechnik-, Physik und Sportstudium. Es folgte ein USA-Aufenthalt. 1987 erhielt Bernhard Scholz die Lehrererlaubnis für Gymnasien und danach im Fach Elektrotechnik auch für berufliche Schulen. Seit 1990 unterrichtete er an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim. Das Wohl der Schüler stand immer im Mittelpunkt seines Tuns. Die Schule sei stets ein Ort gewesen, an dem er Energie tankte, betonte der Mathematik- und Physiklehrer. Seine neugewonne Freizeit will der reislustige Fahrradfahrer Bernhard Scholz nutzen, um neue Länder zu bereisen. Von der Schule und vom Kollegium erhielt er Gutscheine für seine Hobbys.


Nach vier Jahren verlässt auch Philipp Pütz, der die Fächer Deutsch und Geschichte mit Gemeinschaftskunde, Ethik und Textverarbeitung unterrichtet, die Schule und wird ab September an der Gewerblichen Schule in Crailsheim tätig sein. Ab September wird er an der Gewerblichen Schule in Craisheim unterrichten. Mit seiner ruhigen und empathischen Art war er bei allen sehr beliebt. Er hat im vergangen Schuljahr unter anderem die Kooperation mit der Stadtbücherei ins Leben gerufen. Schulleiter Peter Wöhrle bedauerte seinen Weggang und betonte, die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim hieße ihn jederzeit wieder willkommen.