Auf das Herz und den Verstand hören
 
Am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 52 Schülerinnen und Schüler ihr Reifezeugnis und erzielten mit 2,1 (Informationstechnischer Zug) und 2,4 (Technikzug) ein hervorragendes Gesamtergebnis. Mirjam Henn und Jens Hickl bestanden beide mit der Traumnote 1,0. Nachdem die letzten Wochen für die Abiturienten sehr viel Arbeit und Anstrengung bedeutet hatten, bekamen sie das Abiturzeugnis, das den Weg in alle Bereiche des Arbeitslebens ebnet.
Die Wandelhalle bot den festlichen Rahmen für den diesjährigen Abiball. Schon seit Monaten hatten mehrere Schülerinnen und Schüler diesen Abend mit Unterstützung dreier Lehrer akribisch vorbereitet. Festlich gekleidet trafen sich die Abiturienten schon am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein zum Fototermin. Nach Sektempfang und Häppchen begann im Anschluss die offizielle Feier, die von den beiden Absolventen Marina Hornung und Maximilian Schwind unterhaltsam moderiert wurde.
Schulleiterin Edeltraud Smolka freute sich mit den Abiturienten über ihren Erfolg und gab ihnen in ihrer Rede den Rat mit auf den Weg, auf ihr Herz und nicht auf Äußeres oder allein den Verstand zu hören. Das Herz sei der richtige Wegweiser, der einen sicher durchs Leben bringe.
Eine besondere Auszeichnung einer jeden Abiturfeier ist die Ehrung mit dem begehrten Scheffelpreis für die besten Leistungen in Deutsch, der in diesem Jahr das erste Mal am Technischen Gymnasium vergeben wurde und mit einer Rede verbunden ist. In dieser soll es nicht alleine darum gehen, dass der Preisträger besonders mit der deutschen Sprache umgehen kann, sondern auch darum, ob er etwas zu sagen hat.
Und das hatte die Scheffelpreisträgerin Mirjam Henn aus Hollenbach: Sie führte in ihrer Rede Sinn und Zweck von Idealen und damit verbundenen Handlungsmaximen aus, „die uns überhaupt erst zur aktiven Formung unserer Selbst veranlassen.“ Ihr ging es dabei nicht um von der Gesellschaft vorgegebene Normen, sondern um „Ideale im Sinne von Charakter- und Eigenschaftszielen für die eigene Person, Vorstellungen, Werte und Visionen.“ Sie wünschte sich, dass jeder diese persönlichen Ziele erreiche und man sich bei einem Klassentreffen in 20 Jahren als echte Menschen und nicht als Marionetten, die nur nach Geld und Konsum geiern, wiedersehen werde. „Denn der Weg zum Glück führt über die Brücke der Zufriedenheit.“ Abschließend wünschte sie allen mutig in ein unbekanntes Morgen zu schreiten.
Der Höhepunkt des Abends war die Übergabe der Zeugnisse sowie der Preise und Belobigungen. Die drei Klassen erhielten nacheinander von Schulleiterin Edeltraud Smolka und Abteilungsleiter Holger Nique ihre Reifezeugnisse. Die Tutoren der einzelnen Klassen Volker Oechsle und Sandra Pauly sowie die Co-Tutorin der TG 13, Katja Stephan, blickten ganz unterschiedlich auf die letzten Jahre mit ihren Schülern zurück. Während Sandra Pauly ihre Klasse, die ITG 13, als Interessierte Technische Gemeinschaft charakterisierte, die sie nur ungern ziehen ließe, zeigte Volker Oechsle Bilder vom Beginn der elften Klasse und ermutigte die deutlich gereiften jungen Menschen weiter ihren Weg zu gehen. Katja Stephan verglich ihre Schüler mit einer Fußballmannschaft, die zusammengewachsen sei und viele Spiele gewonnen habe. Nun stünde ihnen der Eintritt in die Champions League offen, wo sie mit internationaler Härte und möglichen Rückschlägen rechnen müssten.
Dass die Schüler auch schweren Anforderungen gewachsen sind, haben sie in den letzten Jahren bewiesen. So erhielten 10 Schüler/innen für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und sieben für einen Schnitt zwischen 1,8-2,0 eine Belobigung.
Verbindungslehrer Heiko Scheurich dankte dem alten und dem noch amtierenden Schülersprecher, Mike Ritter und Ronny Schweda, im Namen der ganzen SMV für ihre Arbeit.
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Der Ausbildungsleiter der Firma ebm-papst Mulfingen , Bernd Ludwig, überreichte den drei Prüfungsbesten Mirjam Henn, Jens Hickl, Maximilian Beyer sowie Ronny Schweda für sein soziales Engagement einen Sonderpreis: Die vier Ausgezeichneten dürfen im Entwicklungszentrum der Firma ebm-papst Mulfingen auf Entdeckungsreise gehen, bevor sie mit dem Helikopter zu einem Rundflug abheben und sich anschließend bei einem Essen mit der Geschäftsleitung austauschen können.
Für besondere Leistungen in den Fächern Mathematik/Physik/Technik wurde Mirjam Henn mit dem Ferry-Porsche-Preis sowie einem Buch ausgezeichnet. Ebenfalls für hervorragende Leistungen in Physik wurden mit einem Buchpreis Joachim Müssig und Jens Hickl ausgezeichnet. Die drei Schüler erhielten neben Maximilian Beyer, Linus Boehm und Christoph Michelbach eine einjährige kostenfreie Mitgliedschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Maximilian Beyer erhielt des Weiteren für überragende Leistungen in Mathematik einen Preis. Zusammen mit Jens Hickl wurde er auch für Technik ausgezeichnet. Der beste Informationstechniker war Christoph Michelbach. In Chemie bewiesen Felix Gabel, Anja Frank und Julian Scherer besonderen Durchblick, wofür sie ebenfalls ausgezeichnet wurden. Sowohl im Fach Deutsch als auch in Geschichte mit Gemeinschaftskunde wurden Jens Hickl und die Scheffelpreisträgerin Mirjam Henn für ihre Ergebnisse gewürdigt. Christoph Michelbach erhielt eine Auszeichnung für Englisch und Joachim Müssig für katholische Religion. Den besten Schnitt in Wirtschaftslehre erreichte Linus Boehm. Bester Biologe war Maximilian Beyer. Den Sonderpreis für Sport erhielt David Schneider.
Die Schüler ihrerseits ließen es sich nicht nehmen, sich bei ihren ehemaligen Lehrern mit persönlichen Geschenken zu bedanken und das Programm mit Redebeiträgen, eigenen Liedern und Tänzen aufzulockern. So bewiesen Mike Ritter und Julian Huppmann Mut und Talent ihre Texte auf der Bühne vorzutragen. Die Schülerinnen des informationstechnischen Zweigs traten mit mehreren Showtanzeinlagen den Beweis an, dass Interesse an PCs nicht körperliche Trägheit bedeute. Am Ende des Abends sahen alle durchaus wehmütig auf die letzten Jahre zurück, aber freuten sich auch auf das noch unbekannte Morgen.