Berichte

Einführungswoche des Technischen Gymnasiums 2018

Einführungswoche des Technischen Gymnasiums 2018
3,2,1 - Gut gestartet!

Die Eingangsklassen des Technischen Gymnasiums Bad Mergentheim erlebten auch in diesem Jahr einen raketenhaften Start ins neue Schuljahr und die neue Schule.
Fokus des ersten Schultags war das Kennenlernen der Klassenkameraden und Lehrer sowie das Erkunden des Schulhauses. Die Schüler der Klasse 13 organisierten für die Neuankömmlinge eine abwechslungsreiche Schulhausrallye. Um den technischen Entdeckergeist zu fördern, konstruierten die Schülerinnen und Schüler unter fachkundiger Anleitung der Physiklehrer Raketen aus PET-Flaschen und ließen diese mit viel Druck in ungeahnte Höhen empor steigen.

Eine genussvolle Erfahrung war das gemeinsame Frühstück am zweiten Tag, das von den Schülerinnen und Schülern selbstständig zubereitet und auf einem Buffet dekorativ angerichtet wurde. Frisch gestärkt und bestens gelaunt machten die Schülerinnen und Schüler ihre erste Begegnung mit den neuen Sprachen, Spanisch und Französisch, die am TG als zweite Fremdsprache gewählt werden können. Als teambildende Maßnahme erkundeten sie, ausgestattet mit GPS-Geräten, am Nachmittag die Innenstadt und den Kurpark und mussten dabei anspruchsvolle sowie lustige Aufgaben bewältigen.
Nach einer segensreichen Andacht am Mittwochmorgen durch die Religionslehrer, die zum Nachdenken über Werte und den Umgang miteinander anregte, stand im Mittelpunkt des Tages der Besuch von zwei Workshops: zum einen ein Workshop zu Präsentationstechniken, geplant und durchgeführt von den Deutschlehrern und zum anderen (Fremdsprachen) Lernen lernen, gestaltet von den Sprachenlehrern.
Für den Einstieg in die technisch orientierten Berufsfelder der beiden Züge Mechatronik und Informationstechnik konnten die Eingangsklassen am Donnerstag unter professioneller Anleitung durch die Werkstatt- und IT-Lehrer ihr handwerkliches Geschick beim Bau von Trillerpfeifen und ihre Computerkenntnisse beim Programmieren unter Beweis stellen.
Mit Blick in die Zukunft besuchten die Schülerinnern und Schüler des TG (Mechatronik) am letzten Tag der Einführungswoche die Firmen ebm-pabst in Mulfingen und die Schülerinnen und Schüler des ITG (Informationstechnik) Würth Industrie Service und Würth IT auf dem Drillberg in Bad Mergentheim. Dort wurden sie von den Vertretern der Firmen, Fr. Denner, H. Bickel und H. Haberkorn bei ebm-papst sowie Fr. Beier und H. Götz im Industriepark Würth jeweils herzlich willkommen geheißen. In Workshops und Betriebsführungen sowie bei der Vorstellung von Azubis und Studenten gewannen die Schülerinnen und Schüler einen ersten Einblick darin, welche Kompetenzen für ihr späteres Berufsleben von Bedeutung sind.
Die Vielseitigkeit und Offenheit, mit der sich die GSMGH während der Einführungswoche zeigen durfte, machte die neuen Schülerinnen und Schüler neugierig, nahm mögliche Ängste, schweißte zusammen und legte einen Grundstein, um die kommenden drei Jahre zielorientiert, harmonisch und arbeitsintensiv zu durchlaufen.

Berlin ist eine Reise wert!

Berlin ist eine Reise wert!

Davon konnten sich die Schülerinnen und Schüler von ITG 11 und TG 11 bei der politisch-technischen Seminarfahrt überzeugen, die kurz vor den Ferien stattfand. Thomas Beiersdorf, Norbert Jachol, Philipp Pütz und Joachim Schroth begleiteten die Schüler bei ihren interessanten und abwechslungsreichen Aktivitäten, die so manche besonderen Einblicke ermöglichten.

Ein Highlight war der Besuch des BMW-Motorradwerks in Berlin-Spandau, bei dem die Schüler die Produktion von den Einzelteilen bis zum finalen Teststand hautnah verfolgen konnten. Ganz praktisch ging es bei einem Planspiel im Deutschen Bundesrat zu, bei dem die Schüler in die Rolle von Bundesregierung und Ländervertretern schlüpfen und ihr diplomatisches Geschick unter Beweis stellen mussten. Im STASI-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen machten Führungen durch Zeitzeugen die unrühmlichen Seiten der SED-Herrschaft lebendig.

Weitere Programmpunkte waren der Besuch der Stasi-Ausstellung, der Gedenkstätte „Berliner Mauer“ und der Ausstellung „Topographie des Terrors“. Auch in der Landesvertretung Baden-Württemberg wurden Schüler und Lehrer freundlich empfangen. Eine beeindruckende Film- und Lichtprojektion am Deutschen Bundestag bildete am letzten gemeinsamen Abend einen würdigen Abschluss der gelungenen Seminarfahrt.

„Vor dem Abitur ist nach dem Abitur – nur irgendwie anders“

„Vor dem Abitur ist nach dem Abitur – nur irgendwie anders“

Am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 46 Schülerinnen und Schüler ihr Abiturzeugnis und erreichten mit 2,4 im Fachbereich „Informationstechnik“ bzw. 2,1 in „Mechatronik“ ein gutes Gesamtergebnis. Patrick Schurk erzielte die Traumnote 1,0.
Die Zeugnisverleihung fand erstmals in der feierlich geschmückten Amundhalle in Assamstadt statt und wurde von der Abiturientin Viktoria Lenz moderiert. Sie stellte fest, in den vergangenen Wochen sei mehr passiert als in den vergangenen Jahren.

Bilder: Benedikt Nestmeier

Im Anschluss richtete Schulleiter Peter Wöhrle einige Worte an die Anwesenden und erklärte, vor dem Abitur sei nach dem Abitur - nur irgendwie anders. Einerseits sei man gespannt auf die Zukunft, andererseits plagten einen Ängste und kämen viele Fragen auf. Es müsse etwas geschehen, aber es solle nichts Gravierendes oder gar Schlimmes passieren. Aber mit dem Abitur sei eine Wegmarke geschafft, nach der definitiv etwas anders werde. Die Abiturientinnen und Abiturienten hätten zu denken gelernt, was sie auch weiterhin tun müssten. Daneben seien Offenheit, Disziplin, Empathie und Mühe Schlüsselkriterien für ein erfolgreiches Leben. Am Ende räumte er jedoch ein, dass sie am meisten aus Erfahrungen lernen würden und wünschte ihnen alles erdenklich Gute auf ihrem Weg nach dem Abitur, der irgendwie anders, aber nicht weniger erfolgreich und abenteuerlich werden wird.
Die Englischlehrerinnen der Stufe, Vanessa Bott und Karina Thomann, sowie Englischlehrer Josef Gabel blickten danach stellvertretend für alle Lehrer auf die letzten drei Jahre zurück. Ungesehen vom großen Weltgeschehen geschah für die 46 Absolventinnen und Absolventen im September eine große Veränderung: ihr Start am Technischen Gymnasium. Neben den täglichen Irrungen und Wirrungen des Schulalltages hätten sie drei Jahre lang alle Höhen und Tiefen der Generalsanierung miterlebt und sich auf den gemeinsamen Reisen nach Berlin und London auf ganz neue Pfade begeben. Danach resümierte Josef Gabel über den Wert von Bildung, die er als überaus wertvolles Gut bezeichnete. Allerdings sei Bildung mehr als reines Faktenwissen, sondern vielmehr die Weiterentwicklung geistiger und sozialer Fähigkeiten, die niemals enden dürfe. Zwar sollten die Abiturientinnen und Abiturienten sich verändern, ihre Träume leben, offen für Neues bleiben, aber dabei niemals ihre Wurzeln vergessen und stets authentisch bleiben.
Nach einem kurzweiligen „Schüler-Lehrer-Duell“ und frisch gestärkt am Buffet folgte der Höhepunkt des Abends: die Übergabe der Zeugnisse, sowie der Preise und Belobigungen. Die Absolventinnen und Absolventen erhielten von Schulleiter Peter Wöhrle sowie TG-Abteilungsleiter Holger Nique ihre Reifezeugnisse. Elf Schülerinnen und Schüler erhielten für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und drei weitere für einen Schnitt zwischen 1,8-2,0 eine Belobigung.
Die Firma ebm-papst aus Mulfingen stiftete wie schon in den letzten Jahren dankenswerter Weise für die drei Prüfungsbesten Patrick Schurk, Juliane Dörner und Timo Wild, sowie für Christina Büttner für ihr außergewöhnliches soziales Engagement in der Schule, einen Sonderpreis. Die Vier dürfen einen Blick hinter die Kulissen der Firma ebm-papst werfen und anschließend in Niederstetten mit dem Helikopter zu einem Rundflug über ihre Heimatgemeinden abheben. Danach haben sie die Möglichkeit sich bei einem exklusiven Abendessen mit der Geschäftsleitung auszutauschen.
Für besondere Leistungen im Fächerverbund Mathematik/Physik/Technik wurde Patrick Schurk mit dem Ferry-Porsche-Preis ausgezeichnet. Daneben erhielt er für seine Einzelleistungen in Mechatronik, Deutsch, Englisch, Physik, Mathematik, Geschichte mit Gemeinschaftskunde, Ethik und und Wirtschaftslehre Auszeichnungen für seine herausragenden Leistungen. Ebenfalls für hervorragende Ergebnisse in Mathematik wurden Timo Wild und Juliane Dörner ausgezeichnet. Neben den Leistungen von Patrick Schurk wurden auch die von Sara Quenzer und Sara Lechner in Deutsch, beziehungsweise die von Anna-Lena Kurock und Lea Gohsrich in Englisch mit einem Preis gewürdigt. Der beste Informationstechniker war Timo Wild, der auch für Physik, Computertechnik und zusammen mit Julia Klingert für Spanisch einen Sonderpreis erhielt Neben Patrick Schurk erzielte Jonathan Holzwarth die besten Ergebnisse in Mechatronik. Im Fach Chemie wurden insgesamt fünf Schülerinnen und Schüler geehrt: Benedikt Ertl, Juliane Dörner, Julia Klingert, Sara Quenzer und Ramon Hübner, der auch den Sonderpreis für Sport bekam. Auszeichnungen in Geschichte mit Gemeinschaftskunde gingen an Patrick Schurk, Mustafa Dogan und Hannes Rosenitsch. Im Fach katholischer Religion erzielte Theresia Engert die besten Ergebnisse, während im Fach Ethik Lea Gohsrich neben Patrick Schurk gewürdigt wurde. Im Fach „Sondergebiete der Technik“ gab es gleich vier Auszeichnungen und zwar für Philipp Stütz, Mustafa Dogan, Thorben Boeer und Timo Wild.
Am Ende folgte die Rede des Jahrgangsbesten, der gleichzeitig auch den diesjährigen Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch erhielt. Patrick Schurk blickte in seiner Rede wortgewandt auf die vergangene Zeit zurück, in der man neben Schulwissen weit mehr vermittelt bekommen habe und erklärte darüber hinaus mit den Worten Albert Einsteins, dass viel wichtiger als die Vergangenheit die Zukunft wäre, da man in ihr leben und sich ihren Herausforderungen stellen müsse, womit er an den Worte Peter Wöhrles anknüpfte.
Abschließend dankte Schülersprecherin Moira Dehner im Namen der SMV mehreren Schülerinnen und Schülern für ihre Mitarbeit und sprach Peter Wöhrle noch einige Sätze, womit der offizielle Teil des Abends und damit auch die Zeit am Technischen Gymnasium für 46 Schülerinnen und Schüler endete.

Studienfahrt nach London

Knowest thou London? Von Windsor bis Wembley

Am 16.07.2018 startete die Jahrgangsstufe I des Technischen Gymnasiums Bad Mergentheim in Begleitung von Vanessa Bott, Josef Gabel, Alica Gsell, Michael Schurk und Karina Thomann auf die lange Reise in die Hauptstadt Großbritanniens. Den müden Knochen zum Wohl setzte die Gruppe mit der Fähre von Calais über nach Dover und wurde von strahlend weißen Felsklippen begrüßt.

Vom zentral gelegenen Hostel waren die Ziele der Exkursionen leicht und meist fußläufig zu erreichen. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten waren eingebunden in ein facettenreiches Konzept, das jeden Tag unter ein anderes Motto stellte. Dabei ermöglichten von den Schülern eigenständig erstellte Audioguides individuelle Verstehenszugänge zu einzelnen Themengebieten. „Historical London“ war das Thema des ersten Tages, an dem der Tower und die Tower Bridge Exhibition besucht wurden. Besonders der Maschinenraum der Ausstellung war für die Schüler des Technischen Gymnasiums sehenswürdig. Bei einem von unserem Geschichtsexperten Josef Gabel geführten Stadtrundgang wurden die Schüler mit den maßgeblichen Institutionen des politischen Londons vertraut gemacht. Um den Schülern die Verbindung zwischen der parlamentarischen Demokratie und der repräsentativen Monarchie zu demonstrieren, erkundete die Gruppe sowohl 10 Downing Street und die Houses of Parliament als auch Buckingham Palace und Windsor Castle. Spannend wurde es am Abend auf den Spuren Jack the Rippers. Der Vorhang wurde auch für das literarische London geöffnet. Bei einem Besuch im dem Original nachempfundenen Globe Theatre stand SHAKESPEARES As you like it auf dem Programm. Den Neigungen der Schüler folgend bekamen sie die Möglichkeit, den letzten Reisetag nach ihren Interessen zu gestalten. Krimifans nahmen die Lebenswelt Sherlock Holmes‘ unter die Lupe, Fußballfans liefen ins Wembley-Stadion ein und einer dritten Gruppe wurde im London Dungeon das Gruseln gelehrt.
Trotz des vielfältigen Programmes hatten die Schüler ausreichend Zeit, das einzigartige Flair Londons hinlänglich zu genießen.
London ist eine Stadt im Wandel und immer eine Reise wert. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Studienfahrt, denn
[w]hen a man is tired of London, he is tired of life. (SAMUEL JOHNSON)

Kooperation mit der Stadtbücherei Bad Mergentheim

Kooperation mit der Stadtbücherei Bad Mergentheim

Im Rahmen der Einführungswoche des Technischen Gymnasiums fand der Workshop "Wissenschaftliches Arbeiten" das erste Mal in Kooperation mit der Stadtbücherei Bad Mergentheim statt. Die stellvertretende Leiterin Denise Amann führte die Schülerinnen und Schüler zunächst durch die Bücherei und ging dabei auch auf die vielfältigen Recherchemöglichkeiten ein. Anschließend konnten die Schüler ihr neu gewonnenes Wissen bei der Recherche zu einem zugelosten Thema in der Praxis anwenden. Übungen zum korrekten Bibliographieren rundeten den Workshop ab.

In der Zukunft sind weitere gemeinsame Projekte von Gewerblicher Schule und Stadtbücherei geplant.

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