Berichte

Neue Wege für Bildung in Zeiten der Krise

Neue Wege für Bildung in Zeiten der Krise

Mit dem 17.03.2020 erlebten die Schulen in Baden-Württemberg eine unvergleichliche Situation der Schließung. Der Zweck der Maßnahme lag in der Verzögerung der Corona-Virus-Pandemie. Die Konsequenzen zeichneten sich sodann ab: Verschiebung von Prüfungen, Wochen mangelnder Beschulung für SchülerInnen und der digitale Wettstreit um die Bildungshoheit mit unseriösen Angeboten des Internets.
Aus diesem Grund weitete die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim mit dem Technischen Gymnasium ihr Lehrangebot angepasst an die aktuellen Gegebenheiten aus. Wenn SchülerInnen nicht in die Schule kommen können, dann kommen die Lehrkräfte zu ihnen: im dreifach ‚übertragenden‘ Sinne. Zum einen lagen auf die jeweiligen Schülerklientel zugeschnittene Handreichungen und Reader am Vortag der Schulschließung bereits abholbereit in der Schule, sodass diese Lehrinhalte den SchülerInnen einzeln ohne Ansteckungsgefahr übertragen werden konnten. Zum zweiten übertrug die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim abteilungsübergreifend Lizenzen für „Microsoft Office 365“ und den damit zusammenhängenden aktuellen Applikationen für digitale Lernumgebungen an ihre Lernenden. Dort in „Teams“ können Lehrmaterialien mit den jeweiligen Lehrkräften angesehen, kollaborativ erarbeitet, geteilt, korrigiert und besprochen werden.

Zum dritten boten seitdem einige Lehrkräfte sowie Mitglieder der Schulleitung den Unterricht per Live-Stream an. Das bedeutet ein unterrichtliches Geschehen mithilfe von Kameras, bei dem die Lehrkraft im leeren Klassenzimmer Unterricht hält. Die Unterrichtsinhalte wurden auf diese Form des Unterrichtens von Lehrkräften zugeschnitten, sodass SchülerInnen die Tafel oder die Leinwand jeweils am eigenen PC, Smartphone oder sonstigem Endgerät zuhause als Perspektive mitverfolgen konnten. Das entsprechende Equipment wurde sogleich ohne Zögern von Schulleiter Peter Wöhrle zur Anschaffung freigegeben. Dabei war möglich, mit den Lehrenden direkt zu interagieren via Video-, Audio- bzw. Textmeldung. Im Besonderen konnten mit dieser Maßnahme SchülerInnen erreicht werden, die kurz vor dem Abitur sowie weiterer Bildungsabschlüsse standen, um das Versprechen von Ministerin Eisenmann einzuhalten, dass SchülerInnen durch Corona kein Nachteil entstehen soll. Des Weiteren setzten Lehrkräfte der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim die aktuell verbindliche ministerielle Richtlinie der Demokratiebildung digital um, wenn unseriösen Angeboten des Internets das Feld um die Bildungshoheit künftiger Generationen nicht tatenlos überlassen wurde.

GSMGH: Kultur-App Entwicklung in Tschechien

GSMGH: Kultur-App Entwicklung in Tschechien

Vom 16.02.20 bis zum 22.02.20 war das Technische Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim im Rahmen der Erasmus-Schulpartnerschaft an einem pädagogischen Gymnasium mit Berufsfachschule in Odry, Tschechien. Nach einem Tag der Anreise wurde man gemeinsam mit der italienischen Partner-Schule aus Borgomanero, Piemont, sehr herzlich empfangen. Das Projektthema – die Entwicklung einer gemeinsamen Kultur-App – wurde jeden Tag mehrere Stunden in Angriff genommen. Unterstützung erfuhren die Schüler von den IT-Lehrkräften der jeweiligen Schule, vom Technischen Gymnasium Bad Mergentheim von Herrn Beiersdorf und Herrn Jachol.

Vor Ort arbeiteten alle Schulen in Teams, d.h. die Schülergruppe, welche mitfuhr, stellte ein Team. Am Ende der zweijährigen Projektdauer werde eine App entstehen, die von allen drei Partnerstädten verwendet werden könne, da die App die Sehenswürdigkeiten der drei Städte beinhalte und auf Touristen zugeschnitten sei, da vier Sprachen wählbar sein würden wie Deutsch, Englisch und Italienisch, so der Erasmus-Koordinator der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim Herr Burkhardt.
Durch die Unterbringung im Internat des tschechischen Gymnasiums konnten die deutschen und italienischen Schüler nicht nur den Schulalltag kennenlernen, sondern auch die Gepflogenheiten im Internatsleben, die manchem sicherlich etwas streng vorkamen. Aber dafür gab es gemeinsame Abende in der Sporthalle der Schule mit Konzerten, Fußball und Hockey.
Neben der Bearbeitung der App und technischer Belange besichtigten die SchülerInnen des Erasmus-Projektes auch zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten. Für die technisch versierten Schüler des Technischen Gymnasium war besonders das Bergbaumuseum in der Nähe von Ostrava interessant. Danach ging es in eine ehemalige Stahlfabrik in Ostrava, in der man auf den sogenannten „Bold Tower“ (der Turm des Hochofens) steigen oder auch mit dem Aufzug fahren konnte, um dann auf einer Höhe von 70 Metern seine Schwindelfreiheit zu testen.
Nach einer erlebnis- und ertragreichen Woche an der tschechischen Schule wurde noch die goldene Stadt Prag besucht.
Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit den Schülern der Partnerschulen aus Tschechien und Italien konnte eine Grundstruktur der App bereits vor Ort fertiggestellt werden. Die drei Schulen freuen sich jetzt schon auf ein Wiedersehen im nächsten Schuljahr in Borgomanero, um die erfolgreiche Erasmus-Projektarbeit fortzusetzen.

Als Helfer der Ehre halber sich verdient gemacht

Als Helfer der Ehre halber sich verdient gemacht

Eine Frage der Ehre war es für SchülerInnen des Technischen Gymnasiums Bad Mergentheim als sie am 05.12.2019 einen Arbeitstag lang Geld verdienten, um daraus eine Spende von 700 € zu generieren. Dafür nahmen sie an der Aktion „Mitmachen Ehrensache“ teil, die als größte regelmäßige freiwillige Bildungs- und Beteiligungsaktion für Jugendliche in Baden-Württemberg seit 20 Jahren gilt.


In verschiedenen Berufsfeldern betätigten sich über 60 SchülerInnen der Profifächer Technik und Informationstechnik, wie der Industrie, dem Handwerk und den sozialen Einrichtungen bzw. teils in öffentlichen Einrichtungen. Dabei suchten sich SchülerInnen ihren Arbeitgeber im Vorfeld selbst aus und arrangierten ihre Beschäftigung eigenverantwortlich. Oft zeigten die Arbeitgeber in Form bemerkenswert erhöhter Stundenlöhne, dass diese Aktion starken Zuspruch erfuhr. Am Ende dieser Verdienste stand ein Spendenvolumen von 700 € fest, das nach ausdrücklichem Votum der Schülerschaft dem „Verein und Förderer des Caritas-Krankenhauses“ sowie dem „Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser“ überschrieben werden sollte.
Die übrigen Einnahmen stifteten die SchülerInnen ihrer Schule und SMV für schulische Projekte.

Getriebetechnik erlebt

Getriebetechnik erlebt

Die TG 12 war zu Besuch bei der Firma Magna in Untergruppenbach. Der Betrieb ist spezialisiert auf Getriebetechnik für die Automobilindustrie, dies wurde uns an einem sechs Gang handgeschaltetem Getriebe veranschaulicht.

Wir erhielten eine ausführliche Führung durch das Unternehmen und wurden gut über Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten, welche dieses Unternehmen anbietet, informiert. Zudem standen uns zwei Studenten für Fragen und Erklärungen ständig zu Verfügung. Es war ein sehr informativer Ausflug.

Die volle Zeit für die Vollzeit-Schüler

Die volle Zeit für die Vollzeit-Schüler

Zu Beginn des Schuljahres 2019/20 hieß die GSMGH ihre neuen SchülerInnen in den Vollzeitklassen, den Beruflichen Gymnasien mit den Profilfächern Technik und Informationstechnik sowie der zur Fachschulreife führenden Zweijährigen Berufsfachschule, vollumfänglich willkommen. Teams aus den dort unterrichtenden Lehrkräften kümmerten sich eine Woche lang um die großen Fragen eines jeden Neuanfangenden: Wer weiß was? Wo muss ich hin? Wozu bin ich hier?


Wer in der GSMGH zunächst von Relevanz für die neuen SchülerInnen sein sollte, lernten sie von ihren Lehrkräften sowie den Beratungs- und Präventionslehrerinnen. Besondere Fürsorge in diesen Dingen widerfuhr ihnen von der SMV sowie von bewährten SchülerInnen des Technischen Gymnasiums der 13. Klasse, die auch das Wo in einer ausgiebigen Schulhaus-Rallye begleiteten: Werkstatt, Fachraumzentrum, generalsaniertes Hauptgebäude, neues SPS-Labor, neue IPad-Klassen sowie das im Werden befindliche Projekt der „Industrie 4.0“. Durch teambildende Spiele waren sich die neuen Unbekannten täglich weniger fremd. Ein besonderes Highlight stellte der Raketenbau im Fach Physik dar, in dem die Eingangsklasse sprichwörtlich Vollgas geben konnte. Auch zu außerschulischen Lernorten führte der Weg, wie zu Würth Industrie Services/IT für die Eingangsklasse sowie zu Müller Martini für die Berufsfachschüler. Dort erlebten sie Unternehmensvorstellungen, Werksbesichtigungen und Diskussionen zu aktuellen Themen.
Auch für die sinnstiftenden Fragen eines Neuanfangs nach dem Wozu oder Wofür gewannen die SchülerInnen Anstöße: In Andachten entwickelten die Klassen ihr bleibendes Motto, unter das ihr Weg in der Schule gestellt sein sollte. Die SchülerInnen der Eingangsklasse am TG/ITG beispielsweise erschlossen sich die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und derer Vor- und Nachteile. Die Berufsfachschüler definierten für sich Mutmachendes, wenn der Weg einmal schwer sein sollte.
Das gesamte Kollegium heißt die neuen Schüler herzlich willkommen und wünscht einen guten Start sowie einen erfolgreichen Schulweg.

Seite 1 von 10