Berichte

Neue talentierte Fachkräfte im Kfz-Gewerbe als MechatronikerIn verabschiedet

Neue talentierte Fachkräfte im Kfz-Gewerbe als MechatronikerIn verabschiedet

Zwei Tage lang hieß die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim zur Gesellenprüfung im Kfz-Gewerbe die Absolventen und Prüfer willkommen.
Insgesamt 13 Prüflinge als Kfz-MechatronikerInnen stellten sich den Herausforderungen ihrer Prüfungsdisziplinen, die 14 Lernfelder umfassten wie beispielsweise aus den Bereichen der Elektronik, Elektrik, Mechanik, Hydraulik und Pneumatik.

Dem Ablauf der Prüfung nach kamen in bewährter Manier präparierte Schulfahrzeuge, von den Prüfern vorbereitete Kfz-Bauteile und weitere berufsbezogene Elemente zum Einsatz. Mithilfe eines sehr gut geplanten und vorbereiteten Prüfungsablaufes konnten sichtlich motivierte Prüfer aus den umliegenden Betrieben der angehenden GeselIIn erlernte Fähigkeiten auf den Prüfstand legen, so Gesellenprüfungsvorsitzender Jochen Kühnel. Zu Besuch war zudem Herr Biedermann, Innungsobermeister der Kfz-Innung Hohenlohe-Franken. An 6 Stationen bewiesen die AbsolventInnen je 50 Minuten lang ihr Können, um am Ende von 300 Minuten mit Erfolg bestanden zu haben. Hierbei meisterte Michael Mack vom Autohaus Krauss in Niederstetten am besten die Prüfungsteilbereiche.
Die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim gratuliert zur bestandenen Prüfung und hofft auf einen erfolgreichen Start in das Kfz-Handwerk als FacharbeiterIn.

Wie eine Ausbildung überdauernde Werte schafft

Wie eine Ausbildung überdauernde Werte schafft

Am 13.12.2019 ehrte die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim ihre 129 AbsolventInnen der Berufsschule mit 3,5-jähriger Ausrichtung der Abteilungen Metalltechnik, Elektrotechnik und Gesundheit. Zahlreiche Belobungen und bepreiste Auszeichnungen wurden verliehen.

Noch vor der offiziellen Einweihung des generalsanierten Hauptgebäudes lud die Schulleitung in die Aula ihre stolzen AbsolventInnen der Herbstprüfungen der Berufsschule ein. Von Ausdauer hörten die SchülerInnen in der Rede des Schulleiters Peter Wöhrle, welche oftmals individuell verschieden zum Vorschein kommt und demgemäß auch bemessen werden muss. Wenn Eisen erzöge, so der Schulleiter, sei das einerseits vielleicht nur eine Floskel. Viel mehr aber zeuge dies davon, dass die Mühen der vergangenen Jahre der Ausbildung realen Sinn machten, wenn Erfolgserlebnisse der Arbeit und auch der Abschlussprüfung SchülerInnen mit Stolz erfüllten. Diesen Stolz könne niemand in Zahlen erfassen als Marktwert, sondern die AbsolventInnen erschufen sich mit dem Abschluss einen überdauernden Wert, eine überzeitlich bleibende Identität.
Die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim wünscht ihren AbsolventInnen, dass sie fortan auf dem weiteren Lebensweg stolz auf ihre verdiente Prägung zurückblicken werden.

Haupt- und Werkrealschule trifft Berufsschule Kooperative Berufsorientierung (KooBO)

Haupt- und Werkrealschule trifft Berufsschule Kooperative Berufsorientierung (KooBO)

Im letzten Schuljahr noch als Pilotprojekt gestartet, zählten die KooBo-Praxistage in diesem Schuljahr schon zum festen Bestandteil der Berufsorientierung in Klasse 8. An vier Tagen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Werkrealschulen Schrozberg und Creglingen einen Einblick in die Fachräume der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim und damit verbunden auch an die Anforderungen in der Berufspraxis.

In den Bereichen Kfz, Sanitär, Metall, Elektrotechnik, Ernährung und Körperpflege (Friseur) wurden ihnen Ausbildungsinhalte, arbeitstypische Tätigkeiten und Arbeitsabläufe näher gebracht. Das praktische Arbeiten stand hierbei an allen vier Tagen im Vordergrund. Am fünften Tag der Woche reflektierten und präsentierten die Schülerinnen und Schüler dann an ihrer eigentlichen Schule ihre gemachten Erfahrungen in Form von Powerpoint-Präsentationen und Plakaten.
Die Praxistage sollen den Schülerinnen und Schülern einen möglichst reibungslosen Übergang in die duale Ausbildung ermöglichen, gleichzeitig erweitern und stärken sie aber auch das berufliche Profil der Haupt- und Werkrealschulen. Dabei ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler möglichst früh und realitätsnah die berufliche Welt außerhalb der Schule kennenlernen. Alle KooBO-Projekte haben die berufliche Orientierung und die Förderung der individuellen Kompetenzen zum Ziel und setzen dabei auf eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Gefördert wird das Projekt durch den ESF (Europäischer Sozialfonds) sowie der Bundesagentur für Arbeit.

3D-Drucker für die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim

3D-Drucker für die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim

Die Gewerbliche Schule stellt mit der Anschaffung eines 3D-Druckers die Weichen für die Schule von morgen.
Seit Kurzem verfügt die Gewerbliche Schule über einen 3D-Drucker,der schon jetzt ständig im Einsatz ist und sich als riesiger Zugewinn für die Schule gezeigt hat.


Es sei möglich mit dem Gerät bewegliche Modelle am Stück zu drucken, wie Abteilungsleiter Alfred Winklmaier und Fachlehrer Benjamin Trefs begeistert erläuterten. Zukünftig sollen auch Schüler mit dem industrietauglichen Gerät arbeiten und ihre CAD-Modelle in 3D drucken können. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Gewerblichen Schule soll der Drucker im „Showroom“ der neuen Lernfabrik 4.0 stehen
Diese Anschaffung ist nur dank der Unterstützung regionaler Betriebe möglich. Die Firmen im Main-Tauber-Kreis stemmen 10% der Kosten für die Lernfabrik. Darüber hinaus beteiligte sich die Firma ebm-papst aus Mulfingen mit zusätzlichen 3000€ an dem 3D-Drucker. ebm-Ausbildungsleiter Bernd Ludwig freute sich, dass sein Unternehmen die Gewerbliche Schule beim Vorantreiben von Industrie 4.0 unterstützen kann. Weitere 3500€ übernahm der Verein für berufliche Bildung. Die Schule geht damit einen riesen Schritt in Richtung digitaler Zukunft.

Gleich dreimal wurde die Traumnote 1,1 erreicht

Gleich dreimal wurde die Traumnote 1,1 erreicht
Mohamad Mdalaleh wurde für seine Fortschritte in der deutschen Sprache mit dem Scheffelförderpreis geehrt

In einer kleinen Feierstunde wurden an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim 76 Prüflinge ins Berufsleben entlassen und erzielten mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,4 ein gutes Ergebnis. Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler erhielten für ihre Leistungen eine Auszeichnung. Insgesamt wurden 10 Belobigungen und 19 Preise für gute und hervorragende Leistungen übergeben. Prüfungsbeste wurde die beiden Friseurinnen Angelina Damer und Jessica Moll, sowie der Elektroniker für Geräte und Systeme Tobias Ehler.

Schulleiter Peter Wöhrle freute sich für die jungen Menschen, die nach drei Jahren Ausbildung in die Arbeitswelt entlassen wurden, aber stellte auch die Frage in den Raum, ob nun das Lernen aufhöre. „Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war.“ Mit diesen Worten von Mark Twain ermunterte Wöhrle alle an ihrem beruflichen und privaten Werdegang zu arbeiten, obwohl man immer wieder gute Gründe fände Dinge nicht zu tun oder aufzuschieben.
Die dreijährige Ausbildung prägte jeden Einzelnen, so Wöhrle weter. Man habe hart gearbeitet, um immer weiter voranzukommen. Mal sei diese Zeit mehr oder weniger schön gewesen. Aber mit Ausdauer und Kraft habe man schließlich sein Ziel erreicht. Ausbilder und Lehrer fungierten in dieser Zeit sowohl als Unterstützter als auch als Antreiber. In diesem Zusammenhang dankte der Schulleiter all jenen, die die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren immer wieder angetrieben und gefordert hatten. Hin und wieder hätten die Anwesenden sich wohl gefühlt wie Galeerensklaven. Nach drei Jahren harter Arbeit sei es nun an der Zeit die Paddel selbst in die Hand zu nehmen, neue Wege zu beschreiten, sich seinen Platz im Leben zu erobern und Verantwortung zu übernehmen. „Das Leben gewinnt so an Tiefe“, betonte Peter Wöhrle und wünschte sich, dass man nicht nur das Finanzielle sehe, sondern die persönliche und private Zufriedenheit im Mittelpunkt stände.
Zum zweiten Mal wurde auch der Scheffel-Förderpreis verliehen. Anders als sein bekannter Bruder, der jedes Jahr für die besten Abiturergebnisse im Fach Deutsch vergeben wird, richtet sich der Scheffel-Förderpreis an Schüler, die ihre Sprachkenntnisse enorm verbessern konnten. Der gebürtige Syrer, Mohamad Mdalaleh, eignete sich im Rekordtempo und stundenlanger Arbeit deutsche Vokabeln sowie Grammatik an. Er gab freiwillig Aufgaben ab und arbeitete akribisch daran sich immer weiter zu verbessern. Sein Fleiß und seine Ausdauer beeindruckten sowohl seine Lehrer an der Gewerblichen Schule als auch im Umschulungs- und Fortbildungszentrum Niederstetten, wo er seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik absolvierte. Mohamad Mdalaleh ging immer offen und freundlich auf andere zu, erzählte aus seiner Heimat und interessierte sich neben Gleich- und Wechselstrom auch für deutsche Geschichte und Politik. So stellte der Kriegsflüchtling auch nach dem Unterricht Fragen zur deutschen Nachkriegsgeschichte. Er wollte genau wissen, wie es einem zerbombten Land gelang wieder zu einer der führenden Industrienationen zu werden. Peter Wöhrle beglückwünschte ihn zu diesem besonderen Erfolg.
Am Ende wünschte Peter Wöhrle allen Absolventen alles Gute für ihre Zukunft.

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