Berichte

Zweitägige Fortbildung in Regelungs- und Steuerungstechnik

Bericht von einer zweitägigen Fortbildung in Regelungs- und Steuerungstechnik an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim
 
Wer will es im Leben nicht ? Die Dinge geregelt kriegen! Das, was wichtig ist, auch wirklich erledigt bekommen. Das Gehirn als Regler und die Muskeln als Aktuatoren – auch heute noch ist der Mensch als Universalregler in vielen technischen Prozessen unverzichtbar. Was also im privaten Leben zum Rüstzeug gehört, ist im Beruf möglicherweise noch wichtiger. Und in der Technik geht ohne Regelung und Steuerung erst recht nichts mehr. 28 Vertreter von überregionalen und regionalen Firmen bildeten sich in den hochmodernen Werkstätten der Gewerblichen Schule in diesem komplizierten Metier fort. Die Firma Elabo GmbH aus Kinding im Altmühltal hat sich auf Trainingssysteme spezialisiert, in der Theorie mit Praxis verbunden wird.
Diplom-Ingenieur Rüdiger Knorr leitete die Tagung, für die sich Firmen aus ganz Baden-Württemberg interessierten. Eine bekannte Anwendung im Haushalt ist beispielsweise die Heizungsregelung mit Hilfe eines Thermostatventils als Messglied, Regler und Stellglied zugleich. Ziel dabei ist das automatische Halten der Raumtemperatur auf einem gewünschten Sollwert. Einfache Regelungssysteme sind schon aus der Antike bekannt, doch im heutigen technisch geprägten Zeitalter begegnet man weiter entwickelten Formen auf Schritt und Tritt, beispielsweise bei der Belichtungsautomatik in Fotoapparaten oder Bremskraftreglern in Fahrzeugen, um noch weitere populäre Anwendungen zu nennen.
Mit Hilfe des kompakten Process Control Boards, einem kompletten Trainingssystem für die Aus- und Weiterbildung, können Grundlagenkenntnisse ohne zusätzliche Geräte vermittelt werden. Im industriellen Bereich sind die Anwendungen erst recht äußerst vielfältig, denkt man an Füllstands-, Temperatur-, Drehzahl- und Lageregelungen. Wieder einmal bewies die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim, dass sie mit Einrichtung und Angebot am Puls der Zeit ist als leistungsfähiger Partner der Wirtschaft.
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Präsentation der Entwicklungsarbeiten

Öffentliche Präsentation der Entwicklungsarbeiten an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim
 
Die Aula der Gewerblichen Schule verwandelte sich in eine Messehalle. Präsentiert wurden die vier Seminararbeiten des Technischen und Informationstechnischen Gymnasiums und die Technikerarbeiten der Fachschule für Elektrotechnik. Wieder zeigten die Schüler/innen außerordentliches Know-How. Ausbildungsleiter und Personalchefs nutzten die Gelegenheit, auf diesem Wege neues Fachpersonal anzuwerben.
Sparkassenchef Manfred Bürkert informiert sich über die Ballwurfmaschine.
 
Ein Highlight war die Ball-Wurf-Maschine, die auch beim Wettbewerb der kreativen Köpfe ausgezeichnet wurde. Sie erhielt den ersten Platz der Jury in den Bereichen Kreativität und Innovation. Ein besonderes Event war die Übergabe der Ballwurfmaschine an die Badminton-Abteilung des TV Bad Mergentheim.
Der stellvertretende Bürgermeister Andreas Lehr bewundert das Solarmobil
 
Auch glänzten die Schüler mit ihrem Solarmobil, das tatsächlich funktionsfähig ist. Die Sparkasse Tauberfranken schrieb vor einigen Monaten einen Wettbewerb für Solartechnik aus, an dem die Schüler teilnahmen.
Blick in die Besucherhalle – hoher Besuch von Ziehl Abegg
 
Dank sei an dieser Stelle den regionalen Firmen: Roto, Sparkasse Tauberfranken, Wittenstein und Würth, die die Schüler bei ihren Entwicklungen unterstützten.

59 Prüflinge der Abt. Elektrotechnik

Winterprüfung in der Abteilung Elektrotechnik an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim

„Neue Fachkräfte braucht das Land“. Durch den demographischen Wandel ist die Nachfrage nach Fachkräften höher denn je. Ohne gut ausgebildeten und engagierten Nachwuchs aus Handwerk und Industrie wird es nämlich unweigerlich zu einem erheblichen Verlust des volkswirtschaftlichen Wachstums und Wohlstands kommen. Besonders der Bereich der Elektronik gilt als Kern der technischen Berufswelt. 59 Prüflinge aus vier Klassen unterzogen sich nun nach dreieinhalb Jahren Ausbildung im Betrieb und der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim mit gutem Erfolg der Abschlussprüfung. Dabei gab es 44 Prozent Auszeichnungen. Die vier Leistungsstärksten erreichten jeweils den Durchschnitt von 1,3, und zwar Jörg Zinnecker (Uiffingen), Angelina Bischof (Faulbach), Fabian Schulze (Wertheim)und Andreas Wagenpfahl (Goßmannsdorf). In Zukunft wird es vermehrt darum gehen, auch junge Mädchen und Frauen verstärkt an das Metier heranzuführen. Denn diesmal waren nur fünf von ihnen beteiligt – und vier davon konnten sogar eine Auszeichnung erringen, das sind stolze 80 Prozent. Ein Potenzial der Zukunft liegt also im Bereich der jungen Damen, wobei es nicht nur gilt, Vorurteile abzubauen, sondern vor allem Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

Abschlussprüfung der Fachschule für Technik/Elektrotechnik – Schwerpunkt Datentechnik

Abschlussprüfung der Fachschule für Technik/Elektrotechnik – Schwerpunkt Datentechnik an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim
 
Michael Naser aus Rot am See führt die Phalanx der 13 Preisträger mit einem lupenreinen Schnitt von 1,0 an, die nun die Fachschule für Technik/Elektrotechnik – Schwerpunkt Datentechnik an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erfolgreich absolviert haben. In zweijähriger schulischer Ausbildung konnten 24 junge Männer gleich zwei Abschlüsse erwerben, und zwar das begehrte Zeugnis eines staatlich geprüften Technikers sowie die Bescheinigung der Fachhochschulreife, die zum entsprechenden Studium qualifiziert. Dazu nötig waren schließlich fünf schriftliche, ein mündlicher sowie drei Präsentationstage, ehe das hervorragende Ergebnis von 2,0 feststand.
 
Bei der Abschlussfeier mit Übergabe von Zeugnissen und Auszeichnungen freute sich Oberstudiendirektorin Edeltraud Smolka mit den Schulabgängern dahin gehend, dass nun auch die finanzielle Durststrecke überwunden sei und der Rubel rollen könne. „Sie haben nun einen adäquaten Job, der ihren Fähigkeiten entspricht,“ so die Schulleiterin. Nun liege es an jedem Einzelnen, das Rüstzeug für einen weiteren beruflichen Aufstieg im gefragten technischen Bereich zu nützen. Ein Teil bleibt der bisherigen Firma treu, andere suchten sich eine neue Herausforderung und schließlich studieren drei Techniker an der Fachhochschule für Elektrotechnik in Aschaffenburg.
 
Abteilungsleiter Ruthard Honeck appellierte an die nunmehr in alle Himmelsrichtungen auseinander gehenden Schüler, moderne soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter im Sinne der Pflege gewonnener Freundschaften auch weiterhin einzusetzen. Das sollte für die Computerfreaks Verpflichtung sein, technische mit menschlichen Beziehungen zu verknüpfen.
Die Klasse FTED 2 hat einen großen Einzugsbereich. Die Schüler stammen aus einem weiteren Umkreis von sieben bayerischen und baden-württembergischen Stadt- und Landkreisen.

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