Berichte

Mit Freude der Pflicht stellen

Mit Freude der Pflicht stellen

Nach zwei Jahren harter Arbeit konnten eine Schülerin und zwölf Schüler der Fachschule für Elektrotechnik – Schwerpunkt Datentechnik - an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim ihr Zeugnis als „Staatlich geprüfter Techniker/in für Elektrotechnik“ entgegennehmen.

Schulleiter Peter Wöhrle begrüßte die jungen Techniker mit den Worten des indischen Philosophen Tagore: „Ich schlief und träumte das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht war Freude.“ Freude sei wichtig für das, was wir täten, obwohl das Leben sicher oftmals auch Pflicht sei und unbequeme Entscheidungen bereithielte. So hätten die dreizehn jungen Menschen die vertraute Umgebung des Betriebes und ihre finanzielle Unabhängigkeit aufgegeben, um wieder die Schulbank zu drücken. In zwei Jahren habe man sich zwar viel Fachwissen angeeignet, aber wichtiger sei die Veränderung und Reife der Persönlichkeit gewesen, so Wöhrle weiter. Diese Veränderung sei ein größerer Lohn als das Zeugnis oder der Titel „Staatlich geprüfter Techniker/in für Datentechnik“, den sie nun führen dürften und der zum Studium an einer Fachhochschule berechtigt, aber in erster Linie eine Laufbahn im mittleren Management ermöglicht. Er dankte allen Kollegen, dass sie die Schülerin und Schüler auf ihrem Weg unterstützt haben und betonte, das echte Leben sei eine Leistung, die von jedem Menschen selbst ausginge. Hierfür wünschte Peter Wöhrle allen ein glückliches Händchen. Er war sich jedoch sicher, dass ihnen das gelingen würde, da man bei der Präsentation der Technikerarbeiten sehen konnte, mit welcher Freude und Kreativität die erfolgreiche Absolventin und die Absolventen diese Aufgabe bewältigt haben. Mit dieser Abschlussarbeit sollen und können die angehenden Techniker/innen zeigen, dass sie in der Lage sind, selbstständig eine Aufgabenstellung aus den Bereichen Elektrotechnik, Programmierung, Elektronik und Datenbanken zu lösen. So konnten auch in diesem Jahr wieder bei der öffentlichen Präsentation den Besuchern interessante Arbeiten vorgeführt werden: Exemplarisch seien genannt ein geländegängiges Segway mit 2*450W-Hochleistungsantrieb oder eine VR-Brille, die es erlaubt, eine Industrieanlage bereits vor der Fertigung in 3D im Raum zu erleben. Auch die vollautomatische Beregnungsanlage für Gartenbeete oder der programmierbare Cocktailautomat zeigen, wie mit moderner Technik alltägliche Probleme gelöst werden können.
Im Anschluss wünschten Klassenlehrer Michael Bauer und die anwesenden Fachlehrer „ihren Technikern“ alles Gute für die Zukunft. Er führte aus, sie hätten viel Neues gelernt und mussten bei den Abschlussprüfungen ein unglaubliches breites Wissen abliefern. Auch Abteilungsleiter Alfred Winklmaier betonte, der hervorragende Gesamtschnitt von 2,0 beweise das hohe Niveau der Techniker und wünschte ihnen, dass sie den Geist stets nach vorne gewandt hätten, aber vieles Positives mitnehmen sollten. Überaus positiv war, dass es insgesamt acht Preise und zwei Belobigung gab. Prüfungsbester wurde Timo Imhof.
Am Ende bedankte sich die Technikerklasse für zwei schöne Jahre und betonte, dass in der Klasse immer ein tolles Arbeitsklima und Wir-Gefühl herrschte und jeder gerne in den Unterricht gegangen ist.

 

 

 

Maximilian Pfisterer besteht mit Traumnote 1,1; Erstmals Scheffel-Förderpreis an Sohrab Abassy Raki vergeben

Maximilian Pfisterer besteht mit Traumnote 1,1; Erstmals Scheffel-Förderpreis an Sohrab Abassy Raki vergeben

An der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim wurden nach dreijähriger Ausbildung 68 Prüflinge ins Berufsleben entlassen.
Die knapp 70 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen erzielten mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,4 ein gutes Ergebnis. Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler erhielten für ihre Leistungen eine Auszeichnung. Insgesamt wurden 10 Belobigungen und 20 Preise für gute und hervorragende Leistungen übergeben. Prüfungsbester wurde der Fachinformatiker Maximilian Pfisterer, der die Traumnote 1,1 erzielte.

Schulleiter Peter Wöhrle betonte in seiner Ansprache: „Wer etwas vermeiden will, sucht Gründe. Wer etwas erreichen will, sucht Wege.“ Es gäbe vielfältige Gründe, um während der Ausbildung aufzugeben, aber die Anwesenden seien ihren Weg gegangen und die Gründe weiterzugehen hätten immer überwogen. Nach drei Jahren harter Arbeit sei es nun an der Zeit neue Wege zu beschreiten und sich seinen Platz im Leben zu erobern und Verantwortung zu übernehmen. All dies sei nicht ohne Lernen möglich. Lernen sei niemals ein Endzustand und käme täglich wieder, so Wöhrle weiter. Die Absolventinnen und Absolventen sollten sich ihrer Talente würdig erweisen und das Besondere am Tag erkennen. Ein erfülltes Leben sei nichts, das einem geschenkt werde, sondern etwas, an dem man täglich arbeiten und das man selbst in die Hand nehmen müsse.
Erstmals wurde auch der Scheffel-Förderpreis an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim verliehen. Anders als sein großer Bruder, der jedes Jahr für die besten Abiturergebnisse im Fach Deutsch vergeben wird, richtet sich der Scheffel-Förderpreis an Schüler, die ohne Deutschkenntnisse hierher kamen oder ihre Sprachkenntnisse enorm verbesserten. Der gebürtige Iraner, Sohrab Abassy Raki, eignete sich im Rekordtempo und stundenlanger Arbeit deutsche Vokabeln sowie Grammatik an. Daneben interessierte er sich auch für deutsche Geschichte und Politik und büffelte erfolgreich für seine Umschulung zum Industriemechaniker am Umschulungs- und Fortbildungszentrum Niederstetten. Peter Wöhrle beglückwünschte ihn zu diesem besonderen Erfolg.

Der Schulleiter dankte den Lehrerinnen und Lehrern aber auch Ausbildungsleitern, die die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren immer wieder angetrieben und gefördert haben. Peter Wöhrle wünschte allen viel Glück und Erfolg, um die neuen Pfade und Wege erfolgreich zu gehen.

Erfolgreich das Ende der Schulzeit aber nicht des Lernens erreicht

Erfolgreich das Ende der Schulzeit aber nicht des Lernens erreicht

An der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim wurden nach dreijähriger Ausbildung 63 Prüflinge ins Berufsleben entlassen.

Die gut 60 Absolventinnen und Absolventen erzielten mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,6 ein beachtliches Ergebnis. Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler erhielten für ihre Leistungen eine Auszeichnung. Insgesamt wurden 18 Preise und 11 Belobigungen für gute und hervorragende Leistungen übergeben. Leistungsbeste wurden der Fachinformatiker Mattis Berlacher und der Umschüler im Fachbereich Elektronik für Betriebstechnik Tobias Zalucky, die beide mit der Traumnote 1,1 bestanden.

Der neue Schulleiter Peter Wöhrle betonte in seiner Laudatio, dass nach drei Jahren harter Arbeit nun zwar das Ende der Schulzeit gekommen sei aber sicher nicht das Ende des Lernens. Die Schritte hinaus der Schule seien für die frisch Ausgebildeten mit Sicherheit schön, aber auch anstrengend und von einigen Unwägbarkeiten begleitet. Peter Wöhrle wünschte allen viel Kraft und Zuversicht für diese Umbruch- und Aufbruchphase im Leben. Er ermutigte die jungen Menschen, sich ihre Neugier an Dinge heranzugehen beizubehalten, denn Neugier sei der Motor, der einen im Leben voranbringe und einen immer wieder aufs Neue aus dem Alltagstrott reiße. Daneben solle man sich aber auch in Achtsamkeit gegenüber sich selbst und der Umwelt üben. Zwar werden manche guten Ratschläge an den Absolventinnen und Absolventen abprallen, aber es sei Teil des Lebens aus Erfahrungen zu lernen und sich zu entwickeln. Der Schulleiter dankte den Lehrerinnen und Lehrern aber auch Ausbildungsleitern, die die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren immer wieder angetrieben und gefördert haben. Peter Wöhrle wünschte allen viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg.

Über 100 Berufsschülerinnen und Berufsschüler haben an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim ihre Berufsausbildung erfolgreich absolviert.

Über 100 Berufsschülerinnen und Berufsschüler haben an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim ihre Berufsausbildung erfolgreich absolviert.

Christian Deppisch wurde Prüfungsbester

In den letzten Wochen hieß es für über 110 Berufsschülerinnen und Berufsschüler aus den Fachbereichen Elektrotechnik und Metalltechnik büffeln und gute Nerven beweisen. Nach 3,5 Jahren Ausbildung standen die Abschlussprüfungen an.

Die Arbeit hat sich sichtlich gelohnt, da die Absolventinnen und Absolventen mit einem Gesamtschnitt von 2,5 ein beachtliches Ergebnis erzielten. Über ein Drittel der Prüflinge wurde für ihre Leistungen ausgezeichnet. Insgesamt wurden 23 Preise für hervorragende Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,9 und 20 Belobigungen für einen Schnitt von 2,0 bis 2,2 verliehen. Prüfungsbester wurde Christian Deppisch, der bei Wittenstein SE seine Ausbildung zum Mechatroniker macht.

Die Zeugnisübergabe fand wie in jedem Jahr durch die Klassenlehrer statt, während die Preise und Belobigungen in der Aula im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreicht wurden. Schulleiter Peter Wöhrle dankte in der gemeinsamen Verabschiedung allen für ihre geleistete Arbeit und gratulierte den Prüflingen zu ihrem Erfolg. Er ermutigte die Prüfungsabsolventinnen und –absolventen mit den Worten des ersten asiatischen Literaturnobelpreisträgers, Tagore, ihre Arbeit nicht nur als Pflicht zu sehen sondern auch als sinnstiftend. Alles was man mit Freude tue, ergäbe auch Sinn. Der Sinn der Berufsausbildung sei weit mehr als bloßes Erlernen von Fähigkeiten und Erbringen von Leistung. Eine Berufsausbildung präge die Persönlichkeit maßgeblich. „Der höchste Lohn ist nicht das, was wir dafür bekommen, wie Zeugnisse, Geld, teure reisen, sondern das, was wir dadurch werden.“, so Peter Wöhrle weiter.

Allerdings sei nach der Prüfung auch vor der Prüfung. Mit einem Bein stände man noch in der Ausbildung, aber mit dem anderen schon in neuen Betrieben, weiterführenden Schulen oder der Universität. Das Leben halte noch viele Hürden bereit und erwarte in beruflicher Hinsicht die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen. Auch die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim biete interessante Möglichkeiten. So kann man in Vollzeit die Weiterbildung zum „Staatlich geprüften Techniker für Datentechnik“ und in Teilzeit zum „Meister in Metalltechnik“ erwerben. Der Abschluss der Technikerschule beinhaltet die Fachhochschulreife und berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule bzw. als Meister auch an der Universität. Zweifelsohne werde einen der berufliche Werdegang prägen. Der Schulleiter hoffe, dass jede und jeder sin ganz persönliches Glück finden werde. Am Ende wünschte Peter Wöhrle allen Anwesenden frohe Weihnachtstage.

Besuch im Naturwärmekraftwerk

Besuch im Naturwärmekraftwerk

Fast drei Stunden nahm sich Gerhard Hirschlein vom Stadtwerk Tauberfranken Zeit, um den Schülerinnen und Schülern der E3GS und ihrem Klassenlehrer Herrn Pütz die einzelnen Schritte von der Anlieferung der Holzhackschnitzel über die energieeffiziente Wärmeerzeugung bis hin zur Wärmeversorgung vor Ort ausführlich und sachkundig zu erläutern.

Besonders beeindruckend war der Blick in die Feuerungsanlage. Gerhard Hirschlein betonte, dass sich so ein Naturwärmewerk gerade in Bad Mergentheim lohne, da hier durch den Kurbetrieb auch im Sommer Wärme abgenommen werde, was in anderen Städten weniger der Fall sei. Insgesamt wurde deutlich, dass Bad Mergentheim hier eine Vorreiterrolle für Energiewende und Umweltschutz einnimmt.

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