Unterrichtsprojekte

Schloss Bad Mergentheim

Schloss Bad Mergentheim
 
In der Folge entwickelte sich die Burg zu einer bevorzugten Residenz der Deutschmeister, man empfing bedeutende Gäste, den Kaiser und einflussreiche Fürsten, bewirtschaftete einen umfangreichen, sich ständig vergrößernden Besitz und trieb Weinhandel. Durch die Ansiedlung von Dominikanern und den Kauf der Besitzungen der konkurrierenden Johanniter mehrte der Deutsche Orden in der Zeit zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert seine wirtschaftliche und politischen Kraft.
 
Die Anlage des Schlosses zeigt noch heute Spuren der ursprünglichen mittelalterlichen Wasserburg: die ringförmige Anordnung der Gebäude, gekrümmte Mauern des Nordflügels, ebenso Bewehrungen und Wassergräben. Der Ausbau der Burg erfolgte Ende des 16. Jahrhunderts unter dem Hochmeister Walter von Cronberg, nachdem der Hauptsitz des Ordens im Zuge der Reformation und des Bauernkriegs nach Mergentheim verlegt worden war.
Im Lauf der Zeit errichtete man eine repräsentative Renaissance-Anlage, indem die einzelnen Bauten im Inneren Schlosshof zu einem geschlossenen Gebäudekranz zusammengefasst wurden. Der maßgebliche Baumeister, Blasius Berwart, konstruierte 1574 auch die bis heute berühmte Wendeltreppe zwischen West- und Nordflügel. Die nach ihm benannte Treppe scheint, statt von einer Spindel, von einem Kranz steinerner Taue getragen zu werden, die einen Hohlraum umgeben.
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