Schule ohne Rassismus

Landrat Reinhard Frank übernimmt die Patenschaft: Gs Bad Mergentheim soll „Schule ohne Rassismus“ werden
 
Flagge zeigen - Schüler des TG/ITG setzen sich für Toleranz und gegen Rassismus ein.
 
Unter dem Motto "Flagge zeigen" fand im Februar 2012 ein Projekt für Toleranz und gegen Rassismus an der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim statt. Bereits zum fünften Mal organisierte Heiko Scheurich, der neben Geschichte auch Gemeinschaftskunde unterrichtet, diese Aktion mit Schülern der Eingangsklasse des Technischen/Informationstechnischen Gymnasiums. Insbesondere die „rechtsorientierten Gewalttaten“ in Deutschland hat die Präsenz der Thematik in den letzten Wochen verdeutlicht.
Das Projekt verlief folgendermaßen: Einen Monat lang wurde im Gemeinschaftskundeunterricht eine Präsentation auf die Beine gestellt, die auch amüsieren, aber vor allem informieren und motivieren sollte. Angesprochen wurden verschiedene Aspekte, wobei die Thematik des Rechtsextremismus aufgrund der sogenannten „Dönermorde“ im Fokus stand.
Kern des Projekts war, neben der 20-minütigen Präsentation, eine Fotoaktion, die zum Namen des Projektes führte. Hierbei wurden in allen Klassen selbstgemachte Fähnchen unterschiedlicher Länder an Schüler und Lehrer der Gsmgh verteilt, die sich anschließend damit fotografieren ließen. Das Ziel/Ergebnis dieser Aktion: eine riesige, bunte und ansprechende Fotocollage zum Thema „Flagge zeigen“ im Eingangsbereich der Aula.
Ein weiterer und für uns sehr wichtiger Punkt im Programm war das Erreichen des Titels „Schule ohne Rassismus“. „SoR“ ist ein bundesweites Projekt, bei dem sich alle am Schulleben Beteiligten einer Schule dazu verpflichten, aktiv gegen Rassismus, jede Form von Diskriminierung und Mobbing vorzugehen. Hierfür werden 70% der Unterschriften aller Lehrer und Schüler einer Schule benötigt.
Im Rückblick kann man sagen, dass es eine wertvolle Erfahrung für die Schüler und Schülerinnen der Klasse TG/ITG 11 war, für eine wichtige Sache einzustehen und diese vor meist unbekannten Mitschülern vorzutragen. Schlussendlich kann man die Anti-Rassismus-Aktion als sehr gelungen betrachten. Die Zielsetzung „Schule ohne Rassismus“ zu werden, wurde erreicht. Der Antrag zur Verleihung des Titels im Mai geht dank der Bereitschaft von Herrn Landrat Frank, als Pate bereit zu stehen, in den nächsten Tagen nach Berlin. Im Rahmen einer Veranstaltung an der Gewerblichen Schule wird der Titel dann durch die zuständige Vertreterin in Baden-Württemberg Fr. Sünder überreicht.
 
Heiko Scheurich