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Alles hat seine Zeit- vier Kolleginnen und Kollegen verlassen die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim

Alles hat seine Zeit- vier Kolleginnen und Kollegen verlassen die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim

Mit dem Ende des laufenden Schuljahres endet auch für vier Kolleginnen und Kollegen der Dienst an der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim.

(v.l.n.r) Sarah Schleicher, Peter Wöhrle, Manfred Silberzahn, Wolfgang Bachmann, Ursula Schröder-Crüsemann

Mit Ursula Schröder-Crüsemann verliert die Fachschaft Religion einen wesentlichen Bestandteil. Stets standen aktive Mitarbeit und Seelsorge für die ausgebildete Pfarrerin im Mittelpunkt ihres Tuns. Nach ihrer Zeit als Pfarrvikarin und ihrer Ernennung zur Pfarrerin 1991 unterrichtete sie 12 Jahre lang in Ulm. Seit 2003 hieß ihre Wirkungsstätte Bad Mergentheim. Als Lehrerin für evangelische Religion war sie viele Jahre Mitglied in der Auswahlkommission für die Abituraufgabenim Fach evangelische Religion oder an der Konzeption eines neuen Lehrplans für Berufskollegs in ihrem Fachbereich beteiligt. Auch in schweren Stunden spürte man immer ihre Freude im Alltag und an ihrem Tun. Schulleiter Peter Wöhrle zitierte Worte aus dem Buch Prediger: „Für alles gibt es eine bestimmte Stunde“ und wünschte ihr viele schöne Stunden, Kraft und Freude für den neuen Lebensabschnitt. Der Personalratsvorsitzende Volker Oechsle und Karl Gehrlinger für die Fachschaft Religion überbrachten im Anschluss gute Wünsche.

Freude am Beruf und Optimismus versprühte auch Wolfgang Bachmann in seinen 42 Dienstjahren bis zum Schluss. In über 40 Dienstjahren bildete er unzählige angehende Bäckerinnen und Bäcker sowie Bäckereifachverkäuferinnen in Berufstheorie aus. Neben seiner Unterrichtstätigkeit im Bereich Nahrung unterrichtete er Wirtschafts- und Gemeinschaftskunde sowie Deutsch in der Berufsschule. Dass Wolfgang Bachmann eines Tages Lehrer werden würden, war 1968 noch nicht absehbar. In diesem Jahr begann er seine Ausbildung als Bierbrauer und Mälzer. Nach der Weiterbildung zum Diplom-Braumeister 1974 und diversen Praktika in der Landwirtschaft und im Nahrungsbereich folgte das Lehramtsstudium. Nachdem er seine ersten beiden Dienstjahre in Heilbronn absolviert hatte, verschlug es ihn 1983 nach Bad Mergentheim. 34 Jahre hielt er der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim die Treue. Davon setzte er sich 15 Jahre lang als Personalrat für die Belange seiner Kolleginnen und Kollegen ein. Peter Wöhrle bezeichnete ihn als „wandelndes Wiki-Bachmann für alle Personalfragen, “ das immer Rat wusste und stets ausdauernd und fröhlich war. In all den Jahren war er gerade einen Tag krank und ging bis zum letzten Tag gerne zur Schule. Schulleitung und Kollegium wünschten ihm die gleiche Fröhlichkeit und Gesundheit für die kommenden Jahre. Nina Klingert verabschiedete Wolfgang Bachmann im Namen der Fachschaft „Nahrung“.

Nur zwei Jahre nach Wolfgang Bachmann kam Manfred Silberzahn an die Schule. Nach seiner Ausbildung zum Elektromechaniker und dem Erwerb des Meistertitels 1978 trat er am 06.09.1985 seinen Dienst als Technischer Lehrer an der Gewerblichen Schule an. Nach einer Zeit im Angestelltenverhältnis wurde er 1988 zum Technischen Lehrer ernannt und 2000 zum Technischen Oberlehrer befördert. Als begeisterter Karateka meisterte Manfred Silberzahn die schwierigsten Situationen mit Ausdauer und Nachdruck. Er stand stets für das ein, was er für richtig hielt und was ihm wichtig war. So sagte er Jahr für Jahr wie „Don Quijote“ den Rauchern den Kampf an, resümierte Peter Wöhrle humorvoll. Damit sich Manfred Silberzahn in seiner neugewonnenen Freizeit weiterhin fit halten kann, überreichte Thomas Heer im Namen der Elektroabteilung einen japanischen Karate-Traininganzug.

Nach vier Jahre verlässt auch Sarah Schleicher, die die Fächer Deutsch und Geschichte mit Gemeinschaftskunde unterrichtet hat, die Schule. Sie möchte zukünftig mehr Zeit mit ihrer Familie und weniger Zeit auf der Autobahn verbringen. Ab September wird sie an der Gustav-von-Schmoller-Schule in Heilbronn unterrichten. In der Feierstunde hoben alle ihre Fröhlichkeit trotz der langen Fahrtstrecke hervor und wünschten ihr, dass sie irgendwann auf eine ähnlich lange und vielseitige Dienstzeit wie Ursula Schröder-Crüsemann, Wolfgang Bachmann und Manfred Silberzahn zurückblicken könne.

Weit mehr als nur Berufsfähigkeit vermittelt bekommen

Weit mehr als nur Berufsfähigkeit vermittelt bekommen

An der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 33 junge Medizinische Fachangestellte, sowie 21 Zahnmedizinische Fachangestellte nach dreijähriger Ausbildung in einer kleinen Feierstunde ihr Abschlusszeugnis. Mit einem Gesamtschnitt von 2,3 erreichten sie ein hervorragendes Ergebnis.

Kathrin Martin wurde für einen Gesamtschnitt von 1,3 als Prüfungsbeste ausgezeichnet.

Schulleiter Peter Wöhrle betonte in seiner Laudatio, die Absolventinnen sowie ein Absolvent hätte rein formal „eine Berufsfähigkeit vermittelt bekommen, die Fachkompetenz mit allgemeinen Fähigkeiten humaner und sozialer Art verbindet“. Die jungen Absolventinnen und der Absolvent sollten ihren Beruf nicht nur als Sekretärinnendienst verstehen, sondern als wichtige Gelenkstelle zwischen Arzt und Patienten. Ihre Arbeit sei auch mehr als nur Elektroden aufzukleben oder den Bohrer abzusaugen.

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So seien es nicht die Ärzte, sondern die Arzt- bzw. Zahnarzthelferinnen, die man in einer Praxis zuerst zu Gesicht bekommt. Sie stellen die Weichen und tragen maßgeblich mit dafür Sorge, dass der Patient ein positives Gefühl erhalte und die Praxis nicht allein als medizinischen Verkaufsladen ansehe. Für vielen Patienten bedeute ein Zahnarztbesuch Horror. Andere werden bim betreten einer Praxis von existenziellen Ängsten begleitet, weil Krankheiten das Leben jederzeit grundlegend verändern können. Die Begleitung durch kompetente medizinische bzw. zahnmedizinische Fachangestellte sei hier unabdingbar. Peter Wöhrle betonte, an erster Stelle müsse immer der Mensch stehen, der sich durchaus über ein kleines Gespräch freue. Er selbst freute sich über die hervorragenden Ergebnisse und dankte den Fachlehrerinnen und Praxen für ihren Anteil am Erfolg. Anschließend wünschte er den erfolgreichen Prüflingen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.

Als Vertreter der Kreisärztekammer überbrachte Dr. Sebastian Gerstenkorn und für die Kreiszahnärzteschaft Dr. Angela Scupin Glückwünsche und wünschten allen ein erfolgreiches und glückliches Händchen in ihrem Tun.

Mit der Mittleren Reife Türöffner für den weiteren Werdegang erhalten

Mit der Mittleren Reife Türöffner für den weiteren Werdegang erhalten

Nach zwei Jahren Arbeit erreichten eine Schülerin und 21 Schüler an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim ihre Mittlere Reife. Mit einem Gesamtschnitt von 2,7 in der Zweijährigen Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik bzw. 2,3 im Schwerpunkt Metalltechnik erreichten sie ein beachtliches Ergebnis. Prüfungsbester wurde Michael Gehring mit der Traumnote 1,1

Die Fachschulreife bereitet optimal auf eine spätere Berufsausbildung vor und ermöglicht den Zugang zu einer Vielzahl von interessanten Ausbildungsberufen, aber auch zum Besuch eines beruflichen Gymnasiums. Die Ausbildungssituation ist aktuell hervorragend und viele Unternehmen suchen händeringend nach Auszubildenden.

Schulleiter Peter Wöhrle beglückwünschte die Schülerin und die Schüler zu ihren guten Abschlüssen. Die Schüler hätten mit Hilfe der Lehrer und ihrer Eltern, aber aus eigener Kraft die besten Voraussetzungen geschaffen, um jetzt eine neue Etappe in ihrem Leben angehen zu können, so Peter Wöhrle. Er wünschte den jungen Menschen Mut, die Möglichkeiten zu ergreifen, die am besten zu ihren Neigungen passen. Heute vertane Chancen seien aber im späteren Leben meist nur sehr schwer wieder auszugleichen. Dabei käme es bei den vielen sich bietenden Möglichkeiten darauf an, das Wichtige von Unwichtigem zu unterscheiden und für sich den richtigen Weg zu finden.

Klassenlehrer Martin Weckesser überreichte anschließend die Zeugnisse. Abteilungsleiter Holger Nique nahm die Preisverleihung und Belobigung der Besten vor. Für hervorragende Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 wurden eine Schülerin und fünf Schüler ausgezeichnet, zwei Schüler erhielten für einen Schnitt zwischen 1,8 bis 2,0 eine Belobigung. Sowohl Martin Weckesser als auch Holger Nique wünschten den Anwesenden für ihren weiteren Lebensweg alle Gute.

Aktien für erfolgreiches Leben stehen mit frisch erworbenem Abitur äußerst positiv

Aktien für erfolgreiches Leben stehen mit frisch erworbenem Abitur äußerst positiv

Am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 66 Schülerinnen und Schüler nach vielen Wochen Büffeln, Schwitzen und Anstrengung ihr Abiturzeugnis und erzielten mit 2,4 ein gutes Gesamtergebnis. Viktoria Rudolph erzielte die Traumnote 1,0.

Eröffnet wurde die feierliche Zeugnisübergabe, die in der Erlenbachhalle in Igersheim stattfand, von den beiden Abiturienten Alex Strecker und Sören Döffinger. Sie ließen in ihren Schülerreden die letzten drei Jahre Revue passieren. Alex Strecker betonte, dass die Lehrer es nicht immer leicht mit den Abiturienten gehabt hätten. „Zeitweise glich unsere Aura einem Wirtschaftscrash, aber heute stehen unser Aktien so hoch wie noch nie.“ Sören Döffinger sprach von einem Vorzeichenwechsel, der sich nun anbahne. Hätte es jahrelang in der Familie eine feste soziale Hierarchie gegeben, käme nun die große Veränderung.„Die Großeltern sind in Rente, die Eltern arbeiten und die Schüler bildeten eine Art Randsozialgruppe, nun ändert sich dies.“ Neben den Veränderungen im Familiengefüge komme es aber auch zum Aufbruch in ein neues Leben. Man lasse alte Beziehungen ein stückweit hinter sich und knüpfe anderorts neue Bande.

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Nach einer kurzweiligen Tanzeinlage, unter der Leitung der Abiturientin Lisa Winterwerber, folgte die Rede des Scheffelpreisträgers Florian Dürscherl. Die besten Leistungen im Fach Deutsch werden mit dem begehrten Scheffelpreis belohnt. Florian Dürscherl erinnerte in seiner Rede an die ersten Tage am TG und betonte: „Wir haben nicht nur das Ziel Abitur erreicht, wir haben uns auch persönlich weiterentwickelt.“ Nun bräuchte es wieder Mut, um neue Wege zu bestreiten.

Im Anschluss gab der Abteilungsleiter des Technischen Gymnasiums, Holger Nique, den Abiturientinnen und Abiturienten einige Worte mit auf den Weg. Mit der Allgemeinen Hochschulreife hätte sie den Zugang zu einer erfolgreichen Zukunft bekommen. Zwar herrsche nun Aufbruchsstimmung unter den jungen Menschen, aber sie sollten dabei nicht vergessen, dass sie bisher durchaus von der Gesellschaft profitiert hätten. Nun sei es an ihnen dies der Gesellschaft zurückzugeben, indem sie gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Probleme angehen und lösen sollen.

Stellvertretend für die Tutoren sprach Philipp Pütz. Er verglich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler äußerst humorvoll mit einem bunten Blumenpotpourri. Wie in einem Blumenkasten benötigten die einzelnen Pflänzchen Pflege um zu gedeihen. Ihre Lehrer seien die Gießkannen gewesen, die ihre Blumen mit Wissen übergossen haben. Allerdings seien sie nicht nur an Wissen gewachsen. Am Ende wünschte er allen, dass sie niemals so kommunikationslos und kontaktscheu wie der Ich-Erzähler aus der Abiturlektüre „Agnes“ werden sollten.

Die SMV übereichte an Ramona Rackl, Sarah Teufel, Benedikt Voit und Leo Werner eine SMV-Tüte und einen Gutschein als Dankeschön für ihr großes Engagement in den letzten drei Jahren.

Nach einem Quiz, bei dem sich mehrere Lehrer behaupten mussten, folgte der Höhepunkt des Abends: die Übergabe der Zeugnisse sowie der Preise und Belobigungen. Die Absolventinnen und Absolventen erhielten von TG-Abteilungsleiter Holger Nique und Oberstufenberater Thomas Beiersdorf ihre Reifezeugnisse. Elf Schülerinnen und Schüler erhielten für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und acht weiterefür einen Schnitt zwischen 1,8-2,0 eine Belobigung.

Die Firma ebm-papst aus Mulfingen stiftete für die drei Prüfungsbesten Viktoria Rudolph, Fabian Korn und Marius Brennfleck sowie Benedikt Voit für sein großes soziales Engagement einen Sonderpreis. Die Vier dürfen im Entwicklungszentrum der Firma ebm-papst auf Entdeckungsreise gehen und anschließend in Niederstetten mit dem Helikopter zu einem Rundflug über ihre Heimatgemeinden abheben. Danach haben sie die Möglichkeit sich bei einem Essen mit der Geschäftsleitung auszutauschen.

Für besondere Leistungen im Fächerverbund Mathematik/Physik/Technik wurde Viktoria Rudolph mit dem Ferry-Porsche-Preis ausgezeichnet. Daneben erhielt sie für ihre Einzelleistungen in Mechatronik, Deutsch, Englisch, Physik, Biologie und katholische Religion Auszeichnungen. Ebenfalls für hervorragende Ergebnisse in Mathematik wurden Lorenz Kraft, Fabian Korn und Marius Brennfleck ausgezeichnet. Florian Dürscherl erhielt für seine Deutschleistungen den Scheffelpreis. Für ihre Leistungen im Fach Englisch wurden Luca Amon und Henrik Betz geehrt. Die besten Informationstechniker waren Hannes Zeihsel und Leon Stern. Neben Viktoria Rudolph erzielte Johanna Wagner die besten Ergebnisse in Mechatronik und wurde zusammen mit Leo Werner im Fach Chemie ausgezeichnet. Besonders geschichtliches Wissen stelle Sarah Rothenfels unter Beweis. Im Fach „Sondergebiete der Technik“ gab es gleich fünf Auszeichnung und zwar für Sarah Teufel, Fabian Korn, Kai Sturm, Yannick Ehrler und Florian Dörner. Der Sonderpreis für Sport ging an Benedikt Voit.