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Zwei Urgesteine verlassen die Gewerbliche Schule

Zwei Urgesteine verlassen die Gewerbliche Schule

An der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim wurden René Rippien und Ruthard Honeck in den wohlverdienten Ruhestand entlassen.

René Rippien verbrachte seine gesamte Schulzeit im Main-Tauber-Kreis. Er wuchs hier auf, besuchte das Gymnasium in Tauberbischofsheim und unterrichtete danach mehr als vierzig Jahre im Taubertal. Zum Studium zog es ihn ins nahe gelegene Würzburg. Seit 1989 war er mit den Fächern Englisch und katholische Religionslehre an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim. Mehrere Jahre war er zusätzlich an das Gymnasium Weikersheim teilabgeordnet. René Rippien brachte sich bis zu seinem letzten Schultag aktiv in die Fachschaften Englisch und Religion ein. Sowohl im Kollegium als auch in der Schülerschaft schätzte man ihn wegen seiner ruhigen und bescheidenen Art.

Mit Abteilungsleiter Ruthard Honeck verlässt nach eigener Aussage „ein Gewerbeschulrat alter Prägung“ die Schule. Bereits seine eigene Schulzeit war eng mit seinem späteren Aufgabenbereich, der Elektrotechnik, verbunden. Nachdem er die Berufsfachschule Elektro in Walldürn erfolgreich abgeschlossen hatte, folgten eine Ausbildung und schließlich das Abitur an einem Technischen Gymnasium in Heilbronn. In Stuttgart studierte er Elektrotechnik und Mathematik. Auch seine erste Anstellung erfolgte in der Landeshauptstadt. Da er sehr heimat- und naturverbunden war, zog es ihn wieder zurück in den nordöstlichen Teil des Ländles. 1988 kam er an die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim. Als kurze Zeit später jemand gesucht wurde, der in der Technikerschule Elektrotechnik unterrichten sollte, wurde er als Neuling an der Schule einfach bestimmt. Schnell wuchs ihm die Technikerschule ans Herz und ist seit vielen Jahren eng mit seinem Namen verknüpft. Seit 2010 leitete er die Elektroabteilung als Abteilungsleiter.

Daneben war Ruthard Honeck über Jahrzehnte der „Haus- und Hoffotograf der Schule“, so Edeltraud Smolka in ihrer Abschiedsrede. Ganz gleich ob Fotos von Abschlussklassen oder von Projekten, der passionierte und preisgekrönte Hobbyfotograf war stets mit seiner Kamera zur Stelle. Die Schulleiterin hob in ihrer Laudatio seine natürliche Autorität, sowie seine sympathische und humorvolle Art verbunden mit einer hohen Fachkompetenz hervor, die besonders auch seine Schülerinnen und Schüler an ihm schätzten. In seiner neugewonnen Zeit kann sich Ruthard Honeck nun vermehrt seinem großen Hobby der Tierfotografie widmen.

Neben Edeltraud Smolka dankte auch das Kollegium René Rippien und Ruthard Honeck für ihr langjähriges Wirken und wünschten beiden für die Zukunft viel Gesundheit und alles Gute.

Kammerprüfung erfolgreich abgelegt

Kammerprüfung erfolgreich abgelegt

Neun Absolventen haben die Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Handwerk, Fachrichtung Feinwerktechnik, an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erfolgreich absolviert.

Die Vorbereitung auf diese Prüfung, die bei der Handwerkskammer Heilbronn erfolgt, erfolgte neben der beruflichen Tätigkeit in zwei Jahren an der Abendschule. Nach Feierabend hieß es für die Absolventen viermal in der Woche büffeln statt ausspannen. Aber die Mühe hat sich gelohnt und die neun jungen Meister können stolz auf ihre Ausdauer und Motivation sein.

Die Prüfung umfasste einen fachpraktischen- (Teil I) und einen fachtheoretischen Teil (Teil II), sowie betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen (Teil III) und Berufs- und Arbeitspädagogik (Teil IV). Nachdem die Prüfungen in den Teilen III und IV bereits am Ende des ersten Schuljahres abgeschlossen und geprüft wurden, erfolgten in den letzten Wochen die Prüfungen in den fachlichen Teilen vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Heilbronn, deren Ergebnisse allerdings noch ausstehen. Der Meister ermöglicht das Führen eines eigenen Betriebes,eine Laufbahn im mittleren Management, aber bietet auch die Berechtigung zum Studium.

Im kommenden Schuljahr 2016/2017 beginnt erneut ein Vorbereitungskurs in Teilzeit, für den noch Plätze frei sind. Der Unterricht findet viermal die Woche jeweils von 18:00 bis 22:00 Uhr statt. Anmeldungen werden vom Sekretariat der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim (Telefon: 07931-482610) entgegengenommen.

38 Medizinische – bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte unterstützen künftig Ärzte bei ihrer Arbeit

38 Medizinische – bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte unterstützen künftig Ärzte bei ihrer Arbeit

An der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim wurden in einer kleinen Feierstunde 26 Medizinische – und 12 Zahnmedizinische Fachangestellte ins Berufsleben entlassen und unterstützen zukünftig Ärzte beziehungsweise Zahnärzte bei ihrer wichtigen Arbeit. Die Absolventen erzielten mit 2,3 in beiden Ausbildungsbereichen einen überaus beachtlichen Gesamtschnitt. Prüfungsbester wurde Christian Baier. Er bestand mit der Traumnote 1,1. Knapp die Hälfte der Prüflinge erhielt für ihre Leistungen eine Auszeichnung. 4 Schüler erhielten für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und 14 weitere für einen Schnitt zwischen 1,8-2,2 eine Belobigung.

Hocherfreut zeigte sich auch Schulleiterin Edeltraud Smolka über die Prüfungsergebnisse an ihrer Schule. Dies zeige, die Absolventen hätten weit mehr getan als erwartet. Sie zitierte Franz von Assisi: „Tue erst das Notwendige, dann das Mögliche und dann schaffst du das Unmögliche.“ Vielleicht haben einige zu Beginn ihrer Ausbildung auch gedacht, von der Schule hätten sie genug und Berufsschule hieße eher „notwendiges Übel“, allerdings zeigten die hervorragenden Ergebnisse, dass man mindestens sein Mögliches und noch mehr geleistet habe. Dass das scheinbar Unmögliche möglich wurde, hätten die Absolventen sowohl ihren Leistungen aber auch ihren ausbildenden Praxen und Lehrern zu verdanken.

Der Vorsitzende der Kreiszahnärzteschaft Dr. Ruhnkehob in seiner Ansprache vor allem die Notwendigkeit qualifizierter Mitarbeiter als Assistentinnen heraus. „Eine hohe Motivation ist nötig, um den Beruf zu erfüllen“, so Dr. Ruhnke. Darüber hinaus verwies er auf die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten, die den Absolventen offen ständen. Er bedankte sich bei allen für ihr Engagement und lobte sie für ihre Leistungen. Für ihre Zukunft wünschte er ihnen viel Erfolg und Freude bei ihrer Arbeit.

Dr. Gerstenkorn von der Kreisärzteschaft betonte in seiner Laudatio ebenfalls wie wichtig Motivation und Freude seien. In einem Beruf, in dem man nah am Menschen ist, spüren andere genau, wem seine Arbeit Spaß macht. Besonders betonte er, dass die Freude an diesem Beruf weitergegeben werden sollte, damit der „Arzthelferinnen-Nachwuchs“ zukünftig gesichert ist. 

Im Anschluss bedankten sich die frisch Ausgebildeten bei ihren Lehrern und ließen drei schöne und aufregende Jahre Revue passieren.

Bemerkenswerte Leistungen gezeigt

Bemerkenswerte Leistungen gezeigt

Wie kann ich Servicekräften die Arbeit erleichtern? Wie kann man einfach Cocktails herstellen? Wie kann man eine Badminton-Ballmaschine über eine App steuern? Auf diese und andere Fragen lieferten die Teilnehmer des Seminarkurses 2015/2016 und die Techniker für Datentechnik der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim bei ihrer öffentlichen Präsentation Antworten. Die Schüler stellten bei einem Rundgang durch die Aula ihre interessanten Innovationen vor, die in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Firmen erstellt wurden.

Betreut wurden die Teilnehmer des Seminarkurses, der für die Schüler der zwölften Jahrgangsstufe angeboten wird, wie in den Jahren zuvor von Thomas Beiersdorf und Martin Breuner. Die angehenden Techniker erhielten von ihrem Klassenlehrer Michael Bauer, Andreas Amann, sowie dem Abteilungsleiter der Elektroabteilung, Ruthard Honeck, Unterstützung.

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Jedes Jahr müssen sich die Schüler des Technischen Gymnasiums am Ende von Klasse 11 für die Kurse entscheiden, die sie in beiden folgenden Schuljahren belegen werden. Jedes Jahr führt dies zu vielen Fragen, da unklar ist, welche Fächer man belegen muss und wo es Wahlmöglichkeiten gibt. Jasmin Behlau, Peter Beck und Patrick Düll (alle ITG 12.2) entwickelten daher ein intelligentes System zur Kurswahl, das diesen Prozess erleichtern soll.

Da Schüler im Schulalltag weit mehr Fragen als die Kurswahl interessieren, kamen Jasmin Hagius und Isabell Wolfahrt (beide ITG 12.2) auf die Idee eine „Homepage für Schüler“ zu erstellen. Auf dieser können aktuelle Beiträge für die einzelnen Klassenstufen eingestellt werden. Administratoren sind nicht Lehrer sondern beispielsweise die Schülersprecher.

Wer in seiner Freizeit gerne Badminton spielt, der könnte sich über die steuerbare Badminton-Ballmaschine freuen, die Nico Hofmann, Julian Reuther und Hannes Zeihsel entwickelt haben. Müssen die Bälle nach einer Trainingseinheit oder einem Spiel wieder aufgesammelt werden, könnte man auf die Entwicklung und Konstruktion einer Federballaufsammelmaschine zurückgreifen. Ein Microcontroller zählt automatisch die Anzahl der Bälle, die sich in der Maschine befinden. Die Verantwortlichen Ramona Rackl (TG 12.2), Kevin Hügel und Sebastian Neumeier (beide TG 12.1) betonten, dass sie viel Zeit in ihr Projekt investiert haben, aber auch vieles gelernt haben.

Marcel Huppauer (ITG 12.2) ist Tischtennis-Schiedsrichter und musste bisher immer zeitintensiv auf Pappkarton zählen. Zusammen mit Rene Hefner (ITG 12.2) entwickelte er eine intelligente Zähltafel mit Touchscreen, die nicht nur transportabel ist, sondern ihm auch zukünftig seine Arbeit als Schiedsrichter erleichtert.

Yannick Ehrler und Kai Sturm (beide TG 12.1) tüftelten an einem „Mobilen Multimediasystem auf der Basis des Einplatinencomputers Raspberry Pi“, für das sie ein Gehäuse mit Touch-Display entwickelten, das von der Firma DataModul gesponsert war. Mit ihm kann man nicht nur im Internet surfen, sondern auch Filme oder Videos streamen und Musik hören. Obwohl sie auch Rückschläge einstecken mussten, da der geplante 3D-Druck scheiterte, hat das Projekt Spaß gemacht und sie konnten interessante Kontakte knüpfen.

Bemerkenswertes zeigten auch die angehenden Techniker der Fachschule für Datentechnik. Der Hobby-DJ Simon Hartlaub beschäftigte sich in seiner Technikerarbeit mit einem MIDI-Controller, mit dem er Töne und sogar ganze Lieder machen kann.

Manuel Seyfried entwickelte für das Kastanienfest der Stadtkapelle Amorbach ein kluges Kassensystem, das den Bedienungen das Kassieren deutlich erleichtert und sie nicht wie bisher mit einer klassischen Registrierkasse oder Stift und Zettel arbeiten müssen.

In Zusammenarbeit mit seinem alten und neuen Arbeitgeber Roto erfasste Martin Rein die Öffnungskräfte eines Dachfensters und half mit die Fenster weiter zu optimieren.

Marius Hügel ermittelte in Zusammenarbeit mit der Firma Bartec einen „Prüfstand zur Ermittlung der Lebensdauer von Patentometern“, da Kunden in der Vergangenheit bedauerten, dass diese schnell kaputt gingen.

Eher für die Zeit nach der Arbeit sind die Technikerarbeiten von Uwe Arnold und Manuel Meister gedacht. Manuel Meister investierte viele Stunden in den Bau einer Cocktailmaschine, die selbstständig verschiedene Zutaten zusammenmischt. Möchte man nach dem Genuss von ein oder zwei Cocktails wissen, ob man noch Auto fahren darf, gibt der über Handy steuerbaren Promillemesser von Uwe Arnold Aufschluss.

Konstantin Kellermann entwickelte eine kluge Abstands- und Temperaturanzeige mit Android und Bluetooth, während Eileen Staudt sich mit einem automatisierten Quellcode-Management beschäftigte. Da es im Unterricht schwierig und aufwändig war bestimmte Texte auszudrucken, versuchte sie dies mit ihrer Technikerarbeit zu vereinfachen.

Der begeisterte Autotüftler Michael Sitter bastelte an einer sequenziellen Schaltung für ein PKW-Getriebe. Sollten von ihm und seinem Auto Bilder von einer Drohne gemacht werden, könnte dies an Benjamin Wagner liegen. Er beschäftigte sich mit dem Livestreaming von Drohnenvideos mit GPS.

Oliver Gehringer arbeitete über viele Wochen an einer „Konsolenanwendung zur Erfassung und zum Abspeichern der Leistungsdaten einer Photovoltaikanlage über einen Onlineserver.“ Er hat für seine Idee bereits die ersten Interessenten.

Die Besucher, die den Weg in die Gewerbliche Schule fanden, zeigten sich sichtlich begeistert von der Kreativität und der Ausdauer der jungen Menschen, die stolz auf ihre Projekte sein können. Sowohl der neue Seminarkurs als auch die neue Technikerklasse stehen in den Startlöchern. Die Technikerschule erstreckt sich über zwei Jahre Vollzeitunterricht. Der Abschluss beinhaltet die Fachhochschulreife und berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule, aber ermöglicht den Technikern in erster Linie eine Laufbahn im mittleren Management. Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte und die Berufsaussichten für Techniker sind hervorragend. Für das kommende Schuljahr 2016-2017 sind noch Plätze frei.