Berichte

Bemerkenswerte Leistungen gezeigt

Bemerkenswerte Leistungen gezeigt

Wie kann ich Servicekräften die Arbeit erleichtern? Wie kann man einfach Cocktails herstellen? Wie kann man eine Badminton-Ballmaschine über eine App steuern? Auf diese und andere Fragen lieferten die Teilnehmer des Seminarkurses 2015/2016 und die Techniker für Datentechnik der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim bei ihrer öffentlichen Präsentation Antworten. Die Schüler stellten bei einem Rundgang durch die Aula ihre interessanten Innovationen vor, die in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Firmen erstellt wurden.

Betreut wurden die Teilnehmer des Seminarkurses, der für die Schüler der zwölften Jahrgangsstufe angeboten wird, wie in den Jahren zuvor von Thomas Beiersdorf und Martin Breuner. Die angehenden Techniker erhielten von ihrem Klassenlehrer Michael Bauer, Andreas Amann, sowie dem Abteilungsleiter der Elektroabteilung, Ruthard Honeck, Unterstützung.

Jedes Jahr müssen sich die Schüler des Technischen Gymnasiums am Ende von Klasse 11 für die Kurse entscheiden, die sie in beiden folgenden Schuljahren belegen werden. Jedes Jahr führt dies zu vielen Fragen, da unklar ist, welche Fächer man belegen muss und wo es Wahlmöglichkeiten gibt. Jasmin Behlau, Peter Beck und Patrick Düll (alle ITG 12.2) entwickelten daher ein intelligentes System zur Kurswahl, das diesen Prozess erleichtern soll.

Da Schüler im Schulalltag weit mehr Fragen als die Kurswahl interessieren, kamen Jasmin Hagius und Isabell Wolfahrt (beide ITG 12.2) auf die Idee eine „Homepage für Schüler“ zu erstellen. Auf dieser können aktuelle Beiträge für die einzelnen Klassenstufen eingestellt werden. Administratoren sind nicht Lehrer sondern beispielsweise die Schülersprecher.

Wer in seiner Freizeit gerne Badminton spielt, der könnte sich über die steuerbare Badminton-Ballmaschine freuen, die Nico Hofmann, Julian Reuther und Hannes Zeihsel entwickelt haben. Müssen die Bälle nach einer Trainingseinheit oder einem Spiel wieder aufgesammelt werden, könnte man auf die Entwicklung und Konstruktion einer Federballaufsammelmaschine zurückgreifen. Ein Microcontroller zählt automatisch die Anzahl der Bälle, die sich in der Maschine befinden. Die Verantwortlichen Ramona Rackl (TG 12.2), Kevin Hügel und Sebastian Neumeier (beide TG 12.1) betonten, dass sie viel Zeit in ihr Projekt investiert haben, aber auch vieles gelernt haben.

Marcel Huppauer (ITG 12.2) ist Tischtennis-Schiedsrichter und musste bisher immer zeitintensiv auf Pappkarton zählen. Zusammen mit Rene Hefner (ITG 12.2) entwickelte er eine intelligente Zähltafel mit Touchscreen, die nicht nur transportabel ist, sondern ihm auch zukünftig seine Arbeit als Schiedsrichter erleichtert.

Yannick Ehrler und Kai Sturm (beide TG 12.1) tüftelten an einem „Mobilen Multimediasystem auf der Basis des Einplatinencomputers Raspberry Pi“, für das sie ein Gehäuse mit Touch-Display entwickelten, das von der Firma DataModul gesponsert war. Mit ihm kann man nicht nur im Internet surfen, sondern auch Filme oder Videos streamen und Musik hören. Obwohl sie auch Rückschläge einstecken mussten, da der geplante 3D-Druck scheiterte, hat das Projekt Spaß gemacht und sie konnten interessante Kontakte knüpfen.

Bemerkenswertes zeigten auch die angehenden Techniker der Fachschule für Datentechnik. Der Hobby-DJ Simon Hartlaub beschäftigte sich in seiner Technikerarbeit mit einem MIDI-Controller, mit dem er Töne und sogar ganze Lieder machen kann.

Manuel Seyfried entwickelte für das Kastanienfest der Stadtkapelle Amorbach ein kluges Kassensystem, das den Bedienungen das Kassieren deutlich erleichtert und sie nicht wie bisher mit einer klassischen Registrierkasse oder Stift und Zettel arbeiten müssen.

In Zusammenarbeit mit seinem alten und neuen Arbeitgeber Roto erfasste Martin Rein die Öffnungskräfte eines Dachfensters und half mit die Fenster weiter zu optimieren.

Marius Hügel ermittelte in Zusammenarbeit mit der Firma Bartec einen „Prüfstand zur Ermittlung der Lebensdauer von Patentometern“, da Kunden in der Vergangenheit bedauerten, dass diese schnell kaputt gingen.

Eher für die Zeit nach der Arbeit sind die Technikerarbeiten von Uwe Arnold und Manuel Meister gedacht. Manuel Meister investierte viele Stunden in den Bau einer Cocktailmaschine, die selbstständig verschiedene Zutaten zusammenmischt. Möchte man nach dem Genuss von ein oder zwei Cocktails wissen, ob man noch Auto fahren darf, gibt der über Handy steuerbaren Promillemesser von Uwe Arnold Aufschluss.

Konstantin Kellermann entwickelte eine kluge Abstands- und Temperaturanzeige mit Android und Bluetooth, während Eileen Staudt sich mit einem automatisierten Quellcode-Management beschäftigte. Da es im Unterricht schwierig und aufwändig war bestimmte Texte auszudrucken, versuchte sie dies mit ihrer Technikerarbeit zu vereinfachen.

Der begeisterte Autotüftler Michael Sitter bastelte an einer sequenziellen Schaltung für ein PKW-Getriebe. Sollten von ihm und seinem Auto Bilder von einer Drohne gemacht werden, könnte dies an Benjamin Wagner liegen. Er beschäftigte sich mit dem Livestreaming von Drohnenvideos mit GPS.

Oliver Gehringer arbeitete über viele Wochen an einer „Konsolenanwendung zur Erfassung und zum Abspeichern der Leistungsdaten einer Photovoltaikanlage über einen Onlineserver.“ Er hat für seine Idee bereits die ersten Interessenten.

Die Besucher, die den Weg in die Gewerbliche Schule fanden, zeigten sich sichtlich begeistert von der Kreativität und der Ausdauer der jungen Menschen, die stolz auf ihre Projekte sein können. Sowohl der neue Seminarkurs als auch die neue Technikerklasse stehen in den Startlöchern. Die Technikerschule erstreckt sich über zwei Jahre Vollzeitunterricht. Der Abschluss beinhaltet die Fachhochschulreife und berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule, aber ermöglicht den Technikern in erster Linie eine Laufbahn im mittleren Management. Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte und die Berufsaussichten für Techniker sind hervorragend. Für das kommende Schuljahr 2016-2017 sind noch Plätze frei.

Besuch der Holocaust-Überlebenden Liesel Binzer an der Gewerblichen Schule

Besuch der Holocaust-Überlebenden Liesel Binzer an der Gewerblichen Schule

Die fast 80-jährige Holocaust-Überlebende Liesel Binzer, geb. Michel, berichtete vor Schülern der Zweijährigen Berufsfachschule und des Technischen Gymnasiums von ihren Kindheitserlebnissen im KZ Theresienstadt.

Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus“, das es seit einigen Jahren an der Gwerblichen Schule gibt, nahm der verantwortliche Lehrer Jürgen Tapparelli mit Marina Müller von „Zeugen der Zeitzeugen“ Kontakt auf. Anliegen dieses Projekts ist es, Informationen und Erinnerungen der Holocaust-Überlebenden in die Zukunft zu tragen. Die Schicksale der 6 Millionen getöteten Juden dürfen nicht in Vergessenheit geraten.

Marina Müller, die Liesel Binzer begleitete, betonte in ihrer Einführung, man würde so lange weiterarbeiten bis „Jude“ an deutschen Schulen kein Schimpfwort mehr sei.

Danach berichtete Liesel Binzer sehr anschaulich und noch immer sichtlich bewegt von ihren Erlebnissen während der Nazizeit. Nach dem Novemberpogrom 1938 musste die damals zweijährige Liesel Binzer mit ihren Eltern ihre Wohnung verlassen und in ein sogenanntes „Judenhaus“ umziehen. 1942 musste die Familie auch dieses Haus verlassen und wurde nach Theresienstadt im heutigen Tschechien gebracht. Als wäre es erst wenige Jahre her erzählte Liesel Binzer davon, wie ihre Mutter sie mitten im Juli dick angezogen hatte, da die Familie nur einen einzigen Koffer packen durfte. Den Koffer sahen sie danach nie wieder.

Im Lager wurde die Familie getrennt. Ihr Vater, der im Ersten Weltkrieg beide Beine verlor, konnte anders als ihre Mutter nicht schwer arbeiten. Sie selbst verbrachte die Jahre in Theresienstadt im Kinderheim, wurde in dieser Zeit schwer krank und litt die ganze Zeit unter der Trennung von ihrer Familie. Sie erinnerte sich an die unwirkliche Welt, die die SS für einen NS-Propagandafilm im Sommer 1944 erschuf. Er sollte die vermeintlich guten Lebensverhältnisse im Lager darstellen und die Vernichtungspolitik des NS-Regimes verschleiern. Zu diesem Zweck wurden Kulissen errichtet, die eine normale Stadt zeigen sollten und den Kindern sogar einen Eisbecher versprochen, auf den sich Liesel Binzer unglaublich freute. Leider gab es aber kein Eis sondern nur einen leeren Becher.

Es gab aber auch an einige Momente der Menschlichkeit in dieser irrealen und grausamen Welt. Die jüdischen Betreuer hätten versucht, den Kindern den Alltag so angenehm wie möglich zu machen. Heimlich lernte die kleine Liesel Lesen und Schreiben. Zu ihrem 6. Geburtstag bekam sie schwer krank auf der Krankenstation liegend eine Torte geschenkt. Und immer wieder sprach sie von ihrer Mutter, die mit unglaublicher Kraft, Fleiß und großer Liebe das Überleben ihrer Tochter und ihres behinderten Mannes gewährleistet hatte. Nach Ende der ns-Filmarbeiten wurde das Kinderheim aufgelöst. Ihre Mutter setzte sich energisch dafür ein, dass Liesel Binzer nicht wie die anderen Kinder nach Auschwitz deportiert wurde. 1945 wurde Theresienstadt von den Sowjets befreit und Familie Michel konnte endlich nach Hause.

Zu Hause hieß für die Familie auch nach 1945 Deutschland. Eine Auswanderung kam sowohl wegen der Behinderung des Vaters als auch aus Überzeugung nicht in Frage. Man war Deutscher und sprach nur Deutsch. Die Zeitzeugin berichtete in der sich anschließenden Fragerunde wie es ihr in der Zeit nach dem Krieg ergangen ist. Sie hat geheiratet, bekam drei Kinder und freut sich mittlerweile ihre Enkel hier und in Israel aufwachsen zu sehen. Ihre Familie wuchs, aber die Erlebnisse, die damit verbundenen seelischen Wunden und die Lücken, die die ermordeten Familienmitglieder hinterlassen haben, werden dennoch nie wieder zu schließen sein. Sie selbst kann erst seit einigen Jahren über ihre Erlebnisse sprechen. Am Ende betonte Liesel Binzer: „Es gibt keinen Grund Menschen wegen ihrer Religion oder ihrem Aussehen zu hassen.“

Die Schüler zeigten sich sichtlich bewegt und sollen nun selbst als „Zeugen der Zeitzeugen“ aus dem  Gehörten lernen und davon berichten.


 

Roboterführerschein bei CeraCon in Weikersheim

Roboterführerschein bei CeraCon in Weikersheim
-Ein Angebot für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 bis 12-

Bereits 3 Mal fand der Roboterführerschein nun schon beim Weikersheimer Maschinenbauunternehmen CeraCon GmbH statt. An zwei Workshoptagen waren technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler eingeladen, einen Einblick in die faszinierende Welt der Robotik zu erhalten und die Bewegungsmöglichkeiten mit dem sensiblen Roboterarm auszutesten.  

Durchgeführt wird dieser Workshop im Rahmen der Jugendtechnikschule Taubertal, einer außerschulischen Bildungsinitiative, die jungen Leuten die Möglichkeit gibt, sich mit modernen Technologien auseinanderzusetzen. Ab dem Schuljahr 2015/16 hat die Jugendtechnikschule ihren Sitz auf dem Bildungscampus im Schloss in Bad Mergentheim und bietet ein ausführliches Programm für technikinteressierte Kinder und Jugendliche an.

In der Industrie werden mit der Robotertechnik Werkstücke bearbeitet oder Teile montiert. Je nach Programmierung des Roboters ist dieser universell einsetzbar und kann wiederholgenau Tätigkeiten durchführen. Im Hause CeraCon werden die eingesetzten Roboter zumeist zum Schaumauftrag auf Kundenbauteile genutzt.

Während der beiden Workshoptage öffnet CeraCon seine Tore für einen Blick hinter die Kulissen. Nach einer Vorstellung der Tätigkeitsfelder des Maschinenbauunternehmens und einen Blick auf die Geschichte der Roboter wird zunächst der Bereich Lohnfertigung auf der Tauberhöhe besucht. Hier können die Schüler live sehen, wie Kundenbauteile mittels Roboter beschäumt und anschließend an Kunden ausgeliefert werden. „Es ist unglaublich, was die Roboter alles verarbeiten und perfekt umsetzen können“, so meint einer der Teilnehmer beim Betrachten der präzise arbeitenden Roboter.

Nach diesem theoretischen Teil dürfen die jungen Leute im CeraCon-eigenen Technikum selbst Hand anlegen und erste Verfahrwege mit dem Roboter austesten. Punktgenau zu platzieren ist nicht einfach, wie manch ein Schüler nach den ersten Versuchen eingestehen muss.

Am zweiten Tag wird es noch ein wenig komplexer: Es gilt, mit einem am Roboterkopf installierten Stift, ein Bild zu zeichnen. Hierfür muss der Roboter im Vorfeld genau programmiert werden, um den Weg, den der Stift zurücklegen soll, exakt entlangzufahren. Im zweiten Teil des Tages wird dann ein reales Bauteil, das CeraCon auf seinen Maschinen produziert, von den Teilnehmern selbstständig mit Schaum versehen.

In den vergangenen Workshops hatten die Schüler viel Spaß beim Erleben der sensiblen Robotik und daran, den Roboter genau zu bewegen und zu positionieren. Zum Abschluss erhalten alle ihren „Roboterführerschein“ in Form einer Urkunde und ein eigens kreiertes Roboter-T-Shirt, das an die ereignisreichen zwei Workshop-Tage erinnert. Hubert Muhler von CeraCon, einer der Betreuer des Workshops, zeigt sich jedes Mal aufs Neue begeistert vom Interesse der Schüler: „Wir freuen uns, dass mittlerweile so viele Schüler den Weg zu uns gefunden haben und großes Interesse am Einsatz moderner Technologie gezeigt haben. Es ist immer wieder toll zu sehen, wie genau die Schüler die Roboter programmieren und bedienen.“ Für den Spätherbst 2015 ist ein neuer Durchgang des Roboterführerscheines geplant. Und vielleicht soll es künftig sogar einen zusätzlichen Workshop für jüngere Schülerjahrgänge geben.

Ein Zusammenschnitt der beiden Workshop-Tage des ersten Roboterführerscheins im Januar 2015 ist unter https://www.facebook.com/ceracongermany zu sehen.

Führerschein für den Berufsstart bestanden

Führerschein für den Berufsstart bestanden

Am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 47 Schülerinnen und Schüler nach vielen Wochen Büffeln und Anstrengung ihr Abiturzeugnis und erzielten mit 2,3 ein gutes Gesamtergebnis. Michael Rüttler aus Weikersheim- Bronn erzielte die Traumnote 1,0. Im Gemeinschaftshaus Neunkirchen fand die feierliche Zeugnisübergabe statt.

Schon vor Wochen liefen die Vorbereitungen für den diesjährigen Abiball an. Nach einem Sektempfang begann die offizielle Feier, die von Sabrina Zender und Felix Schurk moderiert wurde.

Schulleiterin Edeltraud Smolka freute sich mit den Abiturienten über ihren Erfolg und ermutigte sie neue Wege zu gehen. „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, zitierte sie Franz Kafka. Mit dem Abitur hätten sie sich einen weiteren Führerschein erworben, der sie an neue Orte und Ziele bringe. Ob das neue Ziel Studium, Duale Hochschule oder Ausbildung heiße, alle Wege seien interessant, spannend und zukunftsträchtig. Befinde man sich dennoch einmal auf dem Holzweg, solle man umkehren und sich neue Ziele suchen, aber sich nicht entmutigen lassen.

Die besten Leistungen im Fach werden mit dem begehrten Scheffelpreis belohnt. Der Scheffelpreisträger Michael Rüttler erinnerte in seiner Rede an die ersten Tage am TG und ließ verschiedene Stationen der letzten drei Jahre Revue passieren und war sich am Ende sicher, zukünftig können man alle dort finden, wo es nach Erfolg rieche.

Stellvertretend für die Tutoren richtete Volker Oechsle einige Worte an die Anwesenden. Er hätte ganze 315 Stunden bzw. 13,5 Tage mit den Schülern verbracht. Dies klinge zwar gar nicht nach so viel, aber dennoch habe man sich in dieser Zeit kennengelernt und sei zu einer „Amazing family“ zusammengewachsen. Dabei stand nie allein die reine Wissensvermittlung im Fokus, denn erst „Ausbildung mit Bildung führt zu Wissen mit Gewissen.“

Der Höhepunkt des Abends war die Übergabe der Zeugnisse sowie der Preise und Belobigungen. Die Absolventen erhielten von Schulleiterin Edeltraud Smolka und TG-Abteilungsleiter Holger Nique ihre Reifezeugnisse. Sieben Schülerinnen und Schüler erhielten für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und vier Schüler für einen Schnitt zwischen 1,8-2,0 eine Belobigung.

Der Ausbildungsleiter der Firma ebm-papst Mulfingen, Bernd Ludwig, überreichte den vier Prüfungsbesten Michael Rüttler, Armin Beck, Simon Sanke und Marvin Kurzer einen Sonderpreis. Die Vier dürfen im Entwicklungszentrum der Firma ebm-papst Mulfingen auf Entdeckungsreise gehen und anschließend in Niederstetten mit dem Helikopter zu einem Rundflug über ihre Heimatgemeinden abheben. Danach haben sie die Möglichkeit sich bei einem Essen mit der Geschäftsleitung auszutauschen.

Für besondere Leistungen im Fächerverbund Mathematik/Physik/Technik wurde Michael Rüttler mit dem Ferry-Porsche-Preis ausgezeichnet. Daneben erhielt er für seine Einzelleistungen in Mathematik, Deutsch, Physik und Geschichte mit Gemeinschaftskunde Auszeichnungen. Ebenfalls für hervorragende Ergebnisse in Mathematik wurden Armin Beck und Simon Sanke ausgezeichnet. Beide erhielten auch jeweils Preise für ihre Leistungen im Fach Englisch und Informationstechnik. Darüber hinaus war Armin Beck auch der beste Chemiker. Lea Althapp wurde für ihre Deutschleistungen geehrt. Marvin Kurzer erzielte die besten Leistungen im Fach Ethik und erhielt eine Auszeichnung in Physik. Lukas Blank bewies geschichtliches Wissen, das ebenfalls ausgezeichnet wurde. Der Sonderpreis für Sport ging an Joshua Pohrer und Joshua Woletz.

Am Ende ließen die einzelnen Klassen die letzten drei Jahre Revue passieren. Marvin Kurzer blickte wehmütig auf die vergangene Zeit zurück und bedauerte, dass jetzt eine Stunde wieder 60 Minuten habe. Auch Lukas Warncke richtete den Blick auf die letzten drei Jahre. Am Ende betonten Nadine Bruder und Olivia Timm, dass Noten nichts über den Wert von Personen aussagen und wünschten allen viel Mut für ihre neuen Wege. Den nötigen Führerschein, um auf den neuen Straßen zu bestehen, haben die jungen Menschen an diesem Abend erhalten.

In drei Jahren gereift und auf das Berufsleben vorbereitet

In drei Jahren gereift und auf das Berufsleben vorbereitet

Am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 60 Schülerinnen und Schüler ihr Reifezeugnis und erzielten mit 2,6 (Profil: Informationstechnik) und 2,5 (Profil: Mechatronik) ein beachtliches Gesamtergebnis. Jonas Lendvai aus Löffelstelzen bestand mit der Traumnote 1,1. Nachdem die letzten Wochen für die 12 Abiturientinnen und 48 Abiturienten sehr viel Arbeit und Anstrengung bedeutet hatten, bekamen sie in der Erlenbachhalle in Igersheim ihr Abiturzeugnis.

Bereits vor Wochen liefen die Vorbereitungen für den diesjährigen Abiball an. Nach einem Sektempfang begann die offizielle Feier, die von den beiden Absolventen Jennifer Thomas und Tobias Vorherr moderiert wurde.

Schulleiterin Edeltraud Smolka erinnerte in ihrer nachdenklichen Ansprache an die Leistungen der letzten Jahre und blickte in die Zukunft der jungen Menschen, die sich verglichen mit früheren Jahrzehnten deutlich verändern werde.

Ein Höhepunkt einer jeden Abiturfeier ist die Ehrung mit dem begehrten Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch. Marleen Neumann aus Edelfingen zeigte nicht nur kontinuierlich hervorragende schriftliche Leistungen, sie bewies auch in ihrer Rede, dass sie mit der deutschen Sprache umgehen kann. Die Scheffelpreisträgerin blickt auf die elfte Klasse zurück, in der man neugierig ans TG gekommen war, das man nun gereift verlasse. Sie betonte: „Die wahrhaftig großen Herausforderungen des Lebens warten erst noch auf uns. All das kann einen schon mal das Fürchten lehren.“ Sie wünschte allen Abiturienten den nötigen Mut sich Fehler einzugestehen, aus ihnen zu lernen und sich dem Leben zu stellen.

Der Ausbildungsleiter der Firma ebm-papst Mulfingen, Bernd Ludwig, überreichte den drei Prüfungsbesten Jonas Lendvai, Jochen Scherer, Matthias Sturm sowie Dirk Goldschmitt für sein soziales Engagement einen Sonderpreis: Die vier Ausgezeichneten dürfen im Entwicklungszentrum der Firma ebm-papst Mulfingen auf Entdeckungsreise gehen, bevor sie mit dem Helikopter zu einem Rundflug über ihre Heimatgemeinden abheben und sich anschließend bei einem Essen mit der Geschäftsleitung austauschen dürfen.

Stellvertretend für die Tutoren richtete Katja Stephan einige Worte an die Abiturienten. Für die einen sei dieser Tag ein Tag des Sieges, für die anderen eine Stunde der Befreiung. Sie ständen mit dem Abitur vor ihrer persönlichen Stunden Null und somit an einem Scheideweg. Sie wünschte ihnen Erfolg sich bei diesem Neubeginn zu bewähren und die Bereitschaft sich möglichen Krisen zu stellen.

Der Höhepunkt des Abends war die Übergabe der Zeugnisse sowie der Preise und Belobigungen. Die Absolventen erhielten von Schulleiterin Edeltraud Smolka und Oberstufenberater Thomas Beiersdorf ihre Reifezeugnisse. Vier Schüler erhielten für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und sieben Schülerinnen und Schüler für einen Schnitt zwischen 1,8-2,0 eine Belobigung.

Für besondere Leistungen im Fächerverbund Mathematik/Physik/Technik wurde Jonas Lendvai mit dem Ferry-Porsche-ausgezeichnet. Daneben erhielt er für seine Einzelleistungen Physik, Mathematik, Mechatronik und Ethik Auszeichnungen. Ebenfalls für hervorragende Ergebnisse in Mathematik und Physik wurde Jochen Scherer ausgezeichnet. Der beste Informationstechniker war Benedikt Schack. In Chemie bewies Katharina Schäfer  besonderen Durchblick, wofür sie ausgezeichnet wurden. Marleen Neumann wurde für ihre Ergebnisse im Fach Deutsch gewürdigt. Oleg Belous erhielt eine Auszeichnung für Englisch und Patrick Müller für katholische Religion. Der Sonderpreis für Sport ging an Michael Kleinschrodt.

Die Schülerinnen und Schüler ihrerseits ließen es sich nicht nehmen, sich bei ihren ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern zu bedanken und das Programm mit Redebeiträgen und einer Tanz- und Gesangseinlage aufzulockern. Am Ende des Abends sahen alle durchaus wehmütig auf die letzten Jahre zurück, aber freuten sich auch auf den Beginn ihrer eigenen Staatengründung, die hoffentlich niemanden das Fürchten lehrt.

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