Berichte

Ein Miteinander statt ein Gegeneinander

Ein Miteinander statt ein Gegeneinander
 
Unter diesem Motto entwarfen Schüler des Ethikkurses des aktuellen Abiturjahrgangs (TG / ITG 13) unter Koordination ihres Lehrers, Heiko Scheurich, aus Symbolen und Zeichen die Worte TOLERANZ, RESPEKT, COEXIST und FREEDOM.
 
Die einzelnen Buchstaben wurden dabei aus religiösen, gesellschaftlich relevanten, kulturellen und geschichtsträchtigen Symbolen der Welt abgeleitet und gestaltet. Verbundenheit sollte sich dabei auch in der Überlappung der genannten Worte widerspiegeln. Zusätzlich wurden zu jedem Symbol Informationen zusammengetragen und als „Legende“ an der Seite angebracht.
 
Die Hoffnung der Schüler ist es, durch diese Aktion Interesse für die Inhalte zu wecken und die Mitschüler zu motivieren, sich mit dem „Was steckt dahinter?“ zu befassen. Oberflächliche Betrachtung und Halbwissen führen nämlich oft zu Missverständnissen und damit zu Unverständnis.
StR Heiko Scheurich und sein Ethikkurs
Kern aller Religionen beispielsweise sind Liebe, Mitgefühl, Zuversicht, Hoffnung, Wohlwollen, Zufriedenheit, Glück und letztlich ein erfülltes Leben in der Gemeinschaft. Die AIDS-Schleife wiederum, die im Wort „TOLERANZ“ für das „L“ steht, dient hierbei eben auch als Mahnung und Aufruf zur Solidarität. Die Taube als Friedenssymbol andererseits wirbt hier für ein verträgliches Miteinander.
Genau darauf möchte diese Installation im Eingangsbereich der Schule aufmerksam machen. Nämlich das WIR ansprechen und das Gemeinsame in den Vordergrund rücken. Nur Respekt und Toleranz führen zu Koexistenz und Freiheit der Menschen miteinander. Vereinen, nicht Spalten, Versöhnen, nicht trennen und Kooperieren statt Opponieren. Verständnis füreinander ist dabei der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung.

Präsentation der Entwicklungsarbeiten

Öffentliche Präsentation der Entwicklungsarbeiten an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim
 
Die Aula der Gewerblichen Schule verwandelte sich in eine Messehalle. Präsentiert wurden die vier Seminararbeiten des Technischen und Informationstechnischen Gymnasiums und die Technikerarbeiten der Fachschule für Elektrotechnik. Wieder zeigten die Schüler/innen außerordentliches Know-How. Ausbildungsleiter und Personalchefs nutzten die Gelegenheit, auf diesem Wege neues Fachpersonal anzuwerben.
Sparkassenchef Manfred Bürkert informiert sich über die Ballwurfmaschine.
 
Ein Highlight war die Ball-Wurf-Maschine, die auch beim Wettbewerb der kreativen Köpfe ausgezeichnet wurde. Sie erhielt den ersten Platz der Jury in den Bereichen Kreativität und Innovation. Ein besonderes Event war die Übergabe der Ballwurfmaschine an die Badminton-Abteilung des TV Bad Mergentheim.
Der stellvertretende Bürgermeister Andreas Lehr bewundert das Solarmobil
 
Auch glänzten die Schüler mit ihrem Solarmobil, das tatsächlich funktionsfähig ist. Die Sparkasse Tauberfranken schrieb vor einigen Monaten einen Wettbewerb für Solartechnik aus, an dem die Schüler teilnahmen.
Blick in die Besucherhalle – hoher Besuch von Ziehl Abegg
 
Dank sei an dieser Stelle den regionalen Firmen: Roto, Sparkasse Tauberfranken, Wittenstein und Würth, die die Schüler bei ihren Entwicklungen unterstützten.

Seminarkurs

Was ist der Seminarkurs ?
 
Schülerinnen und Schüler können in Baden-Württemberg seit dem Schuljahr 1998 /1999 den Seminarkurs als freiwillige besondere Lernleistung wählen - am TG Bad Mergentheim seit dem Schuljahr 1999 / 2000. Seither haben 161 Schülerinnen und Schüler am von Herrn Beiersdorf und mir betreuten Technik - Seminarkurs Teil genommen. Während der Seminarkurs anfangs eine rein schulische Veranstaltung war, können die Teilnehmer seit dem Schuljahr 2003 / 2004 ihre Arbeit mit der Unterstützung von Firmen und Hochschulen durchführen.
 
Welche Vor- und welche Nachteile hat jemand, der den Seminarkurs belegt ?

Der Seminarkurs bedeutet zunächst einmal zusätzliche Arbeit – viel zusätzliche Arbeit, die hauptsächlich außerhalb des Unterrichts erledigt werden muss. Seminarkurs bedeutet außerdem vier zusätzliche Prüfungen: zunächst in 12/I, wenn das Konzept des Projektes in Form einer Präsentation vorgestellt wird, dann in muss 12/II für das Projekt eine schriftliche Dokumentation erstellt werden, die vor den Pfingstferien abzugeben ist. Diese wird bewertet und bildet die Grundlage für eine mündliche Prüfung (Kolloquium) über das Projekt. Schließlich präsentieren die Teilnehmer Anfang Juli ihr Projekt vor einer Prüfungskommission.
Andererseits bietet der Seminarkurs die Möglichkeit fast ein ganzes Schuljahr intensiv als Mitglied einer Gruppe und eventuell in Zusammenarbeit mit einer Firma oder mit Unterstützung einer Hochschule an einem interessanten Thema zu arbeiten. Die Teilnehmer können selbst Themen vorschlagen und so eventuell ihr Hobby zu einem Prüfungsthema machen.

Wer den Seminarkurs belegt hat, kann sich diese Leistungen unter bestimmten Voraussetzungen gemäß der Prüfungsordnung als viertes oder fünftes Prüfungsfach oder als zwei Kurse anrechnen lassen. Näheres solltet ihr bei Interesse mit den betreuenden Kollegen klären.
Der weitaus größte Vorteil des Seminarkurses sind aber die persönlichen Erfahrungen jedes Einzelnen, wie weitgehend selbstständiges Arbeiten in der Gruppe, wie die Erfahrung, dass eine gewisse Hartnäckigkeit bei der Umsetzung von Zielen erforderlich ist und schließlich doch zum Erfolg führt; Erfahrungen beim Umgang mit Misserfolgen und Rückschlägen, Erfahrungen beim Organisieren und bei der Kommunikation in der Gruppe und mit Vertretern von Firmen und Hochschulen und schließlich die Erfahrung, dass Durchhaltevermögen und systematisches Arbeiten zum Erfolg führen.
 
All diese Erfahrungen sind wertvoller als jede noch so gute Note, da sie nach meiner Überzeugung die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium bilden.
 
Martin Breuner

Abitur 2012 am Technischen Gymnasium Bad Mergentheim

Abitur 2012 am Technischen Gymnasium Bad Mergentheim
 
„2 Prozent Inspiration und 98 Prozent Transpiration“ das ist nach Thomas A.Edison das Geheimnis seines Erfolges. Diese einfache Zauberformel eines Genies stellte die Schulleiterin der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim in den Mittelpunkt ihrer Abschiedsrede an die Abiturienten des Technischen und Informationstechnischen Gymnasiums. Dass die erfolgreichen Absolventen Anstrengung nicht scheuten und Durchhaltevermögen besäßen, das hätten sie während ihrer drei Jahre am TG und ITG hinreichend bewiesen.
Oberstudiendirektorin Edeltraud Smolka gratulierte zur bestandenen Allgemeinen Hochschulreife als höchstem schulischem Abschluss. Dieser berechtige nun zum Studium, biete jedoch auch eine Fülle von Chancen für eine praxisnahe Berufsausbildung. Besonderer Dank galt den Lehrkräften für deren Engagement, denn alle angetretenen Prüflinge hätten aufgrund exzellenter Vorbereitung bestanden. Der Gesamtdurchschnitt lag bei 2,53 und der beste Einzeldurchschnitt bei makellosen 1,0, erzielt von Eigenseher. 15 Preise, sieben Belobigungen und eine Reihe von Sonderpreisen konnten vergeben werden.
Mit einem Sektempfang begann die Abiturfeier. Schülersprecher Stefan Löber begrüßte Schüler, Lehrer, Eltern und Angehörige und eröffnete das Buffet. Im weiteren Verlauf dankte er seinerseits den Lehrkräften und den solidarischen Mitschülern. Diese präsentierten ein Gedicht über die einzelnen Kurse und die betroffenen Lehrkräfte.
Schließlich erinnerte man sich mit Bildern verschiedener Ereignisse der abgelaufenen drei Jahre wie Studienfahrten und SMV-Veranstaltungen. Schülersprecherin Christina Hügel ergänzte die Ausführungen ihres Vorredners, bei dem sie sich für dessen geleistete Arbeit ebenso bedankte wie bei den SMV-Lehrer. Sie sprach die Highlights an wie Kaffeewoche, Saftwoche sowie die Aktion „Schule ohne Rassismus“. Abschließend gab es noch Geschenkke für besonders engagierte Schülerinnen und Schüler durch die SMV.

Bericht über das politisch-technische Seminar

Bericht über das politisch-technische Seminar
 
Im Rahmen unseres jährlich stattfindenden politisch-technischen Seminars in Berlin Mitte Juli stehen neben Besichtigungen natürlich auch der Erwerb neuster Kenntnisse und das Zusammenwachsen der Schülergemeinschaft im Mittelpunkt. Die Eingangsklassen (Jahrgangsstufe 11) erarbeiten sich dabei einzeln oder in Gruppen gesellschaftspolitische und historische Inhalte sowie technische, physikalische und wissenschaftliche Aspekte.
 
Ein vielfältiges und stetig wechselndes Programm soll die Tage in Berlin dabei anspruchsvoll ausfüllen. Im politischen Bereich stehen Gruppenarbeiten im Bundesrat oder Bundestag, in der BSTU (Bundeszentrale für Stasiunterlagen), im Bendlerblock (Ausstellung Deutscher Widerstand) oder im Deutschen Dom (Entwicklung der Demokratie in Deutschland) zur Auswahl. Daneben erfolgen Führungen im ehemaligen Stasigefängnis in Hohenschönhausen oder der Besuch der Ausstellung „Topografie des Terrors“. Aktualität spielt auch eine große Rolle. Zu diesem Zweck ist ein Besuch des Verteidigungsministeriums mit dortigem Referat und anschließender Diskussion zur aktuellen Lage ebenso im Programm wie die Vorträge im Auslandseinsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam.
 
Kulturelle Rahmenveranstaltungen runden das Programm ab. Besuche in Musicals, Kabaretts oder diversen Museen sollen dabei den Schülern Abwechslung bieten.
 
Im technischen Bereich standen in den letzten Jahren diverse Aktivitäten im Seminarprogramm. Das Technische Museum Berlin mit zusätzlichem Besuch des Science-Center, wobei die Schüler nicht nur staunen sondern tatsächlich selbst Versuche durchführen konnten, war dabei nur ein Höhepunkt.
 
Die Berliner Wasserbetriebe eröffneten einen Blick auf die Problematik der Aufbereitung des Wassers und der Versorgung einer Millionenstadt. Zudem bot eine Führung durch das Kraftwerk der Firma Vattenfall die Möglichkeit, auch hier die Versorgung einer Großstadt mit Energie hautnah zu verstehen. Wärme-Kraft-Kopplung, Umweltschutzaspekte, Lärmminimierung und optimale Energieeffizienz waren dabei nur einige Schwerpunkte.
 
Gerade im Bereich der alternativen Energiegewinnung und deren Bedeutung, war der Besuch eines Pumpspeicherwerkes (Bleichlochtalsperre) dazu geeignet, die Umsetzung der Energiespeicherung aus nächster Nähe zu betrachten.
 
Ebenso bot der Programmpunkt Braunkohletagebau eine Chance, vor Ort die Eingriffe in die Umwelt bzw. deren Folgen abschätzen zu können. Stillgelegte Bereiche wiederum zeigten dabei die Rekonstruktion der Umwelt und mögliche zukünftige Aufgaben. Auch der Nah- bzw. Fernverkehr spielte im Seminar schon eine Rolle. Das ICE-Instandsetzungswerk Berlin-Rummelsburg eröffnete einen Blick hinter die Kulissen der organisatorischen Abläufe und der Funktionsweise modernen Schienenverkehrs.
 
Der Mix aus Politik, Technik und Kultur bietet bei diesen Seminarfahrten ein breitgefächertes Angebot und die Beschäftigung mit vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen. 
 
verfasst von StR Heiko Scheurich

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