Berichte

Ausstellung zur Kindheit in der Nachkriegszeit besucht

Ausstellung zur Kindheit in der Nachkriegszeit besucht
 
Die Klassen 12 und  13 des Technischen Gymnasiums der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim besuchten die Ausstellung Kindheit in der Nachkriegszeit. Fotografien amerikanischer Beobachter 1945-1955 im Deutschordensmuseum Bad Mergentheim.
Präsentiert wurden vorwiegend Fotos, die die Situation der Kinder in dieser Zeit widerspiegelten. Die Aufnahmen stammten sowohl aus verschiedenen Archiven in den USA als auch aus Privatbesitz. Besonders die Bilder aus der Region regten die Schüler dazu an, sich mit der eigenen Familiengeschichte weitergehende zu beschäftigen.
 
Die Ausstellung vermittelte den Schülern einen Eindruck von der Situation, die nach Kriegsende in Deutschland herrschte. Unterernährung, Kälte und die Sicherung des Überlebens bestimmten den Alltag auch noch einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig ermöglichte die Ausstellung aber auch einen Blick auf die Entwicklung raus aus der größten Not hin zum ersten Wohlstand. Die Schüler erfuhren viele traurige aber auch amüsante Details, die der klassische Geschichtsunterricht so nicht vermitteln kann. Traurig stimmten die vielen tragischen Einzelschicksäle, amüsiert zeigte man sich von den Bildern Jugendlicher, die in den 50er Jahren erstmals Südfrüchte zu essen bekamen und diese einfach nur ekelhaft fanden, da niemand wusste, dass man Bananen oder Orangen schälen muss.
Brigitte Wiesmann führte beide Male durch die Ausstellung und erläuterte nicht nur kenntnisreich die Exponate, sondern hinterließ als Zeitzeugin mit ihren ganz persönlichen Erinnerungen bei den Schülern einen bleibenden Eindruck.

Beide Klassen zeigten sich beeindruckt von der Ausstellung und hatten einige neue Eindrücke hinzugewonnen und stellten fest, dass das Sprechen und Erinnern an diese Zeit auch 75 Jahre nach Kriegsausbruch noch immer wichtig ist.

Mein Weg mit dem Technischen Gymnasium in Bad Mergentheim

Mein Weg mit dem Technischen Gymnasium in Bad Mergentheim
 
Ab Februar steht für viele Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Realschulen sowie der Abschlussklassen der zweijährigen Berufsfachschulen und Werkrealschulen die Entscheidung darüber an, in welcher Schulart sie ihr Abitur ablegen möchten.

Dazu wurden vier Absolventen und Absolventinnen – Angela, Julia, Clemens und Tobias - befragt, die ihren beruflichen Weg mit dem Technischen Gymnasium in Bad Mergentheim begonnen haben.

Du hast dein Abitur am Technischen Gymnasium (TG/ITG) in Bad Mergentheim gemacht. Warum hattest du dich für diese Schulart entschieden?

Ich konnte mir schon immer gut vorstellen, später einen technischen Beruf auszuüben, da ich immer schon großes Interesse an Naturwissenschaften und Technik hatte. Nach der Mittleren Reife wollte ich dann aber die Allgemeine Hochschulreife erlangen und so bot sich das Technische Gymnasium geradezu an.
Als das TG bei uns in der Schule vorgestellt wurde, war ich total neugierig auf neue Erfahrungen und habe mich dort beworben. Am Anfang waren viele ein bisschen skeptisch, ob diese Fachrichtung auch für Mädchen geeignet ist, aber da Bekannte von mir diese Schule auch besucht hatten und total begeistert waren, konnte ich dem widersprechen. Außerdem wusste ich, dass mir nach dem Abitur auf dem TG immer noch alle Türen offen stehen, auch wenn die Technik am Ende doch nicht das Richtige gewesen wäre.

 

Das TG hat zwei Profile Mechatronik (früher Technik) und Informationstechnik. Welchen Zug hast du gewählt – warum?

Ich habe mich für die Technik (Mechatronik) entschieden, da ich mir auch für die Zukunft einen technischen Beruf vorstellen konnte und deshalb mein Wissen in diesem Bereich schon in der Schule vertiefen wollte.
Ich habe mich für den technischen Zug (Mechatronik) entschieden. Zu verstehen, was zum Beispiel genau in einem Verbrennungsmotor passiert, wie man berechnet welche Kräfte in einem Stahlträger entstehen und welches Material diese Kräfte am besten verkraftet, das fand ich spannend.
Ich habe das ITG gewählt, da ich während meiner Zeit in der zweijährigen Berufsfachschule bereits einige Elemente des technischen Zweiges kennenlernen konnte. Die Informationstechnik empfand ich als besondere Herausforderung. Außerdem arbeitete ich gern mit Computern und wollte in diesem Bereich einfach noch dazulernen.

 

Wie ist dein Berufsweg nach dem Abitur verlaufen, bist du im technischen Bereich geblieben?

Nach dem Abi absolvierte ich ein Duales Studium an der DHBW Mosbach zum Wirtschaftsingenieur, Schwerpunkt Internationales Technisches Vertriebsmanagement. Eine optimale Mischung aus Technik und Wirtschaft. Wirtschaftliche Grundkenntnisse haben wir im TG ja auch erhalten.
Seit ungefähr einem Jahr arbeite ich nun im Technischen Kundendienst und bin dort für die aktive Endkundenbetreuung zuständig, was mir sehr viel Spaß macht.
Ich bin nach meinem Abi auf dem TG zum Teil im technischen und zum Teil im kaufmännischen Bereich geblieben, ich absolviere eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik.
Nach dem Abitur überlegte ich lange, ob ich nicht ein Ingenieurstudium beginnen sollte. Aber das Interesse an der Medizin hatte mich da schon gepackt und seit einem Jahr studiere ich jetzt Humanmedizin. Die technische Vorbildung hilft mir sehr beim Verstehen komplexer Diagramme, außerdem spielen Physik und Chemie auch im menschlichen Körper eine große Rolle.
Zunächst machte ich etwas ganz anderes: ich entschloss mich, ein Jahr lang in einem Kinderprojekt in einem Slum in Manila / Philippinen mitzuhelfen. Das hat mich sehr geprägt, deshalb habe ich auch ein Hilfsprojekt ins Leben gerufen, das nachhaltig die Situation der Kinder auf Manila verbessern soll (www.schule-der-hoffnung.com).

Danach habe ich ein Studium für Mathematik und Informatik für das Lehramt an Gymnasien begonnen, erfolgreich abgeschlossen und bin nun Lehrer für Informatik und Mathematik. Alle wichtigen Grundlagen hierfür habe ich in der Gewerblichen Schule erhalten.
Wie die Lebensläufe zeigen, stehen einem nach dem Abitur an einem beruflichen Gymnasium alle Türen offen. Natürlich wählen viele Absolventen des TG ein Ingenieurstudium, wie z.B. Maschinenbau oder Elektrotechnik. Ehemalige TG-Abiturienten studierten aber auch Architektur, Chemie und sogar Philosophie.

 

Gab es in der technisch orientierten Schule auch Möglichkeiten soziale Themen zu verwirklichen?

Das TG ist sehr aufgeschlossen für soziale Themen, auch zum Beispiel für das Projekt "Mitmachen Ehrensache". Ich selbst durfte als Botschafterin für dieses Projekt tätig sein.

Ja, natürlich. Z.B. haben wir mit der SMV tolle Aktionen veranstaltet. Die jährliche Nikolausaktion für unser Patenkind, Benefizkonzerte und Talentwettbewerbe, die Teilnahme an Landesschülerkongressen … daran kann ich mich noch gut erinnern. Und auch unsere Anti-Aids-Kampagne ein voller Erfolg. Wir haben zwar sehr viel Zeit für die Erarbeitung in das Projekt gesteckt, am Ende haben wir aber auch sehr viel dabei gelernt und solch eine Gesundheitsaufklärung in allen Klassen ist auch heutzutage immer noch notwendig.

 

 

Welche Erinnerungen hast du an deine TG-Zeit und welchen Tipp würdest du unschlüssigen Schülerinnen und Schülern geben?

 

Es war sehr schön, dass wir eine kleinere Klasse waren, somit war die Konzentration im Unterricht viel einfacher. Die Lehrer konnten dadurch auch besser auf jeden einzelnen Schüler eingehen.
Wer sich auch nur ein bisschen für Technik interessiert, sollte auf jeden Fall auf das TG besuchen – auch Mädels sind herzlich willkommen. Ich selbst habe meine Entscheidung hierfür niemals bereut.
Ich werde ganz oft gefragt wie es als Mädchen im Technischen Gymnasium war – ich sage dann: eigentlich wie an einer normalen Schule auch, aber ich habe z.B. Sachen in der Werkstatt gelernt, die meinen Erfahrungshorizont erweitert haben, nicht nur für den zukünftigen Beruf auch für das tägliche Leben.
Ich finde, wenn man Schulfächer hat, die einem wirklich interessieren, und worin interessante Themen behandelt werden, geht das Lernen fast wie von alleine!
Zitate von allen: Tolle Zeit, sehr viel Spaß, super Experimente, dadurch ein abwechslungsreicher Unterricht, viele Jungs, tolle Klassengemeinschaft, trotz der relativ kurzen Zeit, die wir zusammen waren …
Ansonsten ausprobieren, Spaß haben, lernen und die Schulzeit in vollen Zügen genießen!

 

Alle, die Interesse haben, begrüßen wir gerne zum Informationsabend des Technischen Gymnasiums am 06. Februar 2014 in der

Gewerblichen Schule Bad Mergentheim, Seegartenstraße 16, um 19.00 Uhr.

Präsentation der Fachschule für Datentechnik und des Seminarkurses am Technischen Gymnasium

Die angehenden Techniker für Datentechnik und die Teilnehmer des Seminarkurses
 
Wie macht man sein Haus einbruchsicher? Wie stelle ich einen Wohnwagen schnell und ohne Stress auf? Auf diese und andere Fragen lieferten die angehenden Techniker für Datentechnik und die Teilnehmer des Seminarkurses 2012-13 der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim der interessierten Öffentlichkeit Antworten. Viele Innovationen, die den Tagesablauf enorm erleichtern können, ließen sich während des Rundgangs durch die Aula entdecken.
Ob in Zusammenarbeit mit Firmen oder in Eigenregie liefen seit Monaten die Vorbereitungen für die Projekte, die die Schüler nach einer ersten benoteten Präsentationsrunde der Öffentlichkeit in der Aula der Gewerblichen Schule vorstellten. Betreut wurden die angehenden Techniker von Andreas Amann und dem Abteilungsleiter der Elekroabteilung Ruthard Honeck. Den Seminarkurs in der zwölften Klasse des Technischen Gymnasiums leiteten Thomas Beiersdorf und Martin Breuner.
Dominik Jahns machte sein Haus einbruchsicher, indem er eine computergesteuerte Alarmanlage mit Codeschloss entwickelte. Sie wird über ein Touchpad im Haus gesteuert und erschwert potentiellen Einbrechern ihr Handwerk deutlich.
Eine clevere Photovoltaikanlage präsentierte Janka Bolick der Öffentlichkeit. Mithilfe zweier Sensoren bewegt sich die Anlage in Richtung Sonne, was eine höhere Rentabilität der Anlage zur Folge hat, da die Anlage von morgens bis abends Strom erzeugen kann.
Da er früher ständig seinen Tennisschläger teuer bespannen lassen musste, entwickelte Patrick Leber eine gesteuerte Tennisschläger-Besaitungsmaschine, die keine komplett neue Bespannung mehr erforderlich macht, sondern nur noch die kaputte Saite ausbessert. Dies spart Zeit, Geld und Nerven.
Den Kaffee erhielt man aus einem mikrocontroller gesteuerten Kaffeeautomaten von Steffen Schnaufer. Roland Walter entwickelte einen klugen Parkscheinautomat, der bei Überzahlung automatisch sperrt und außerhalb der Betriebszeiten kein Geld annimmt. Sowohl Kaffeeautomat als auch Parkscheinautomat werden am PC gesteuert und überwacht.
Der Firma Weinig in Tauberbischofsheim erleichtert bald ein neuprogrammiertes Mitarbeiter- und Betriebsdatenerfassungsmodell die Datenverwaltung. Svenja Stang erfasste hierzu Maschinendaten und wertete sie grafisch aus. Die Software unterstützt die Unternehmensführung bei ihrer Arbeit. Bis zur Fertigstellung des Programms wurden aber unzählige Ideen wieder verworfen. Ebenfalls eine neue Geräte- und Mitarbeiterverwaltung wurde für die Modellfluggemeinschaft Riedenheim von Patrick Hub programmiert. Sie erleichtert dem Verein die Organisation und Verwaltung ihrer Mitglieder.
 
Interessantes wussten auch die Teilnehmer des Seminarkurses zu berichten. Linus Böhm, Marcel Flöhl, Steffen Hoppe und Marc Krämer erarbeiteten ein elektronisches Administrationstool, das für die Verwaltung von Schulklassen und Oberstufenkursen dient. So lassen sich Daten deutlich einfacher verwalten und erleichtern zugleich Schülern die Wahl ihrer Oberstufenkurse. Schüler können die Datei öffnen und erhalten alle wählbaren Kurse samt Wahlbedingungen. Bei fehlerhafter Wahl blockiert das System. Ab dem Schuljahr 2013/14 soll das Wahltool am Technischen Gymnasium erstmals eingesetzt werden. Damit hat die Zettelschlacht ein Ende.
Bis tief in die Nacht arbeiteten Anja Frank, Franziska Michelberger und Maximilian Schwind in den letzten Wochen an der Konstruktion und dem Bau ihrer automatischen Wohnwagenregulierung.
Damit hat das stundenlange Ausnivellieren des Wohnwagens ein Ende und der eigentliche Urlaub beginnt früher und entspannter. Unterstützung fanden sie dabei von der Firma Wittenstein. So konnte die Idee im Lauf der Zeit immer mehr Gestalt annehmen und wurde anhand eines Modells präsentiert. Die drei Zwölftklässler waren sogar auf der Tourismusmesse in Stuttgart, um tiefer in die Materie einsteigen zu können. Verdient haben sich die Tüftler den Urlaub, ob mit oder ohne Wohnwagen, nun redlich. Ein Mutter stellt fest, dass sie in den letzten Tage häufig dachte, wann ist es denn endlich rum. Wann wird aus dem Schlachtfeld meines Sohnes wieder ein Zimmer.
Die Besucher, die den Weg in die Gewerbliche Schule fanden, zeigten sich sichtlich begeistert von der Kreativität und dem Engagement der jungen Menschen.

BEST - das neue Entscheidungstraining zur Berufs- und Studien-orientierung

BEST - das neue Entscheidungstraining zur Berufs- und Studienorientierung für Schülerinnen und Schüler der Kursstufe an allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien, durchgeführt an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim am 26.03. / 03.04.2014.

Welcher Studiengang passt zu mir? Was kann ich, was will ich? Diese Fragen stellen sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe jedes Jahr von Neuem. Parallel zur Abiturvorbereitung heißt es, sich nach Studienmöglichkeiten, Bewerbungsfristen und Zulassungsvoraussetzungen zu erkundigen. Um Schülerinnen und Schülern die Studienwahl zu erleichtern, bieten das Wissenschaftsministerium und das Kultusministerium seit diesem Frühjahr das neue zweitägige Entscheidungstraining BEST (Berufs- und Studienorientierungstraining) für Schülerinnen und Schüler der Kursstufe an den allgemein bildenden und beruflichen Gymnasien an.
Konzipiert wurde das Berufs- und Studienorientierungstraining BEST von Experten der Universität Konstanz (die auch den neuen Orientierungstest der Hochschulen des Landes entwickelt haben) in Zusammenarbeit mit erfahrenen Beratern aus Schulen, Hochschulen und den Arbeitsagenturen.
 
Am ersten Tag des Trainings erkunden die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe wechselnder Methoden und Arbeitsformen ihre Interessen und Fähigkeiten.
 
In einer Intervallphase absolvieren sie den Orientierungstest, der neben den persönlichen Interessen auch die individuellen Fähigkeiten erfasst und mit möglichen Studiengängen zur Deckung bringt.
Die Teilnahme an diesem Test ( www.was-studiere-ich.de) ist ab Wintersemester 2011 eine mögliche Voraussetzung für die Einschreibung an einer Hochschule in Baden-Württemberg.
Mit einer Rechercheaufgabe lernen die Schülerinnen und Schüler in einer „Guided Tour“ die wichtigsten zuverlässigen Internetportale kennen.
 
Am zweiten Tag des Trainings werden die Ergebnisse des Orientierungstests aufgearbeitet, noch offene Fragen zur Studien- und Berufswahl beantwortet und Wege zur Entscheidungsfindung trainiert.
 
Mit der Expertin Claudia Kirchgessner von der Agentur für Arbeit und dem Trainer Volker Oechsle, Lehrkraft der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim, können sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 für den 26.03. / 03.04.2014 unter www.bw-best.de anmelden.

Organisiert wird BEST von der Servicestelle Studieninformation, -orientierung und -beratung (SIOB) im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Schülerinnen und Schüler der Kursstufe können sich für die Trainings anmelden, auch wenn an ihrer Schule kein BEST-Training organisiert wird.

BASF-Besichtigung des Werks in Ludwigshafen

BASF-Besichtigung des Werks in Ludwigshafen mit dem Chemiekurs TG 13 und TG/ITG 13
 
Nach einer zweistündigen Busfahrt haben wir das Besucherzentrum des BASF-Werks in Ludwigshafen erreicht. Dort bekamen wir zunächst eine interessante Führung durch die Ausstellung. Diese begann im 1. Stock mit dem Thema „Chemie im Alltag“. Es erwarteten uns Duftproben, Farbstoffe, eine Wasserstoffrakete, ein interaktives Periodensystem, das alle Elemente „greifbar“ macht und vieles mehr.
Der Chemiestudent, der uns an diesem Tag begleitete, erläuterte uns an einigen Beispielen, wie chemische Prozesse den Alltag prägen und führte uns z.B. die Wirkungsweise des in der Windel enthaltenen Superabsorbers vor, der dafür verantwortlich ist, dass der Babypopo schön trocken bleibt.
Über die Geschichte der BASF (der Badischen Anilin- und Sodafabrik) konnten wir uns im 2. Stock informieren: 1865 bis heute – die BASF im Wandel der Zeit.
Eigentlich entstand die Firma durch das Recycling des „Mülls“ der Leuchtgasfabrik von Friedrich Engelhorn, der aus dem anfallenden Steinkohleteer Farbstoffe gewann. Von nun an wuchs die Firma rasant bis sie heute in Ludwigshafen das größte zusammenhängende Chemieareal der Welt darstellt.
Hauptproduktionszweige sind heute die Kunststoffe Polystyrol, Styropor, Polyamid und Polyethylen.
Im 3. Stock zeigte uns der Student den Ablauf der Herstellung von verschiedenen Produkten und wir bekamen einen Einblick in ihren Recycling-Kreislauf. Aus den Ausgangsprodukten Rohöl und Erdgas entstehen bei der BASF Produkte wie Kunstfasern für Bikinis … oder auch Schuhsohlen, Autolacke, Dämmstoffe, Kunststoffe für Kaffeemaschinen, Bohrmaschinen, Dübel, Staubsauger ...
Im letzten Stockwerk bekamen wir dann anhand eines übersichtlichen interaktiven Plans einen Überblick über die Größe des Werks in Ludwigshafen – wir erfuhren zum Beispiel: „wie groß ist das Werk im Vergleich zu Berlin?“ Das Ergebnis war beeindruckend.
In den Laboren der BASF werden ständig neue Produkte entwickelt und ausprobiert. Am Frisurenautomaten im Besucherzentrum konnten wir die neuesten Gel- und Sprayfrisuren mit den neu entwickelten Haargelen und Haarsprays selbst ausprobieren.
Nach der Führung durch das Besucherzentrum „durfte“ nun jeder von uns Schutzhelm und Schutzbrille tragen, damit wir das Werk besichtigen konnten. Um im über 10 km2 großen Areal alles sehen zu können, fuhren wir größtenteils mit dem Bus.
Ausgestiegen sind wir zum Beispiel beim Lufttrennwerk, bei dem wir auch die Zentrale anschauen konnten. Dort wurde uns auch ein spannender Versuch mit dem Luftbestandteil Stickstoff gezeigt, der elastische Kunststoffe spröde machte und einen aufgeblasenen Luftballon sich zusammenziehen ließ.
Den Steamcracker – das Herzstück der Firma, die größte Anlage im Werk Ludwigshafen – bekamen wir danach zu sehen. Zuerst als überschaubares Modell und dann auch noch in Original mit dem Bus.
Am Ende wurden wir zu einem wirklich gelungenen Abschluss in die Betriebskantine eingeladen.
Fazit:
Für Chemiebegeisterte und Chemieinteressierte lohnt sich die Besichtigung auf jeden Fall. Da es sehr gut und ausführlich erklärt wurde, ist es auch für „Nicht-Chemiker“ verständlich.
 
Maximiliane Merkert und Sarah Randolt

Seite 4 von 7