Berichte

Besuch der Messe Hannover

Besuch der Messe Hannover

Wir, die Eingangsklassen des Technischen und Informationstechnischen Gymnasiums der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim, besuchten die Messe in Hannover, welche dieses Jahr unter dem Motto „Tec2You Finde deinen Traumberuf“ stattfand. Organisiert und finanziert wurde der Besuch der Messe in Hannover von der Firma ebm-papst. Die Fahrt nach Hannover begann schon früh morgens um 5:30 Uhr an der Gewerblichen Schule. Nach circa fünf Stunden Fahrt kamen wir in Hannover an.
Dort wurden wir, nach kurzer Essenspause, in zwei Gruppen unterteilt. Jede Gruppe bekam einen sogenannten „Tec2You“ Guide zugeordnet, welcher uns den Tag über auf dem großen Messegelände begleitete. Zuerst besichtigten wir natürlich den Messestand unserer Sponsorfirma ebm-papst. Dieser wurde ausschließlich von Auszubildenden geleitet und organisiert. In einer kurzen Präsentation erhielten wir von den Azubis Informationen über den Betrieb ebm-papst und deren weltweit führende Ventilatoren- und Motorentechnik. Anschließend führte uns unser Guide zu weiteren Firmen, wodurch wir erneut Einblicke in verschiedene Unternehmen erhielten. Gegen Mittag wurden wir in die Kantine des Messegeländes eingeladen, wo wir ein warmes Essen und Getränke zu uns nehmen konnten. Als Highlight des Tages besuchten wir dann noch den sogenannten „Tec2You-Pavillion“, in welchem verschiedene Stationen von unterschiedlichen Firmen zur Verfügung gestellt wurden. Hier konnte man an kleinen Wettbewerben und Versuchen teilnehmen. Zum Beispiel durften wir bei einem Livekicker oder einem Ratespiel die einzelnen Aufgabenfelder der Unternehmen erkunden.
Außerdem gab es noch viele weitere Stationen mit allen möglichen Wettbewerben. Gegen Ende des Tages bekamen wir nochmals die Möglichkeit, uns alleine und frei auf dem Messegelände zu bewegen, um uns noch einmal selbständig bei gezielten Firmen zu informieren. Gegen 16:30 Uhr neigte sich der Tag dann auch schon dem Ende zu und wir mussten zur Heimreise antreten. Diese verlief wie die Anreise perfekt und wir kamen pünktlich um 21:30 Uhr wieder in Bad Mergentheim an. Es hat uns allen sichtlich gefallen, denn es war sehr interessant einmal eine Messe wie diese zu besuchen, denn solch ein Angebot bekommt man nicht alle Tage. Außerdem gewann man einen Eindruck in das spätere Berufsleben, denn es wurden einem an diesem Tag viele weitere Berufe in den technischen Bereichen bekannt gemacht.
 
Lina Biedermann, Thorsten Henninger, Tobias Engelhardt (ITG 11)

Präsentation Seminarkurs 2014

Präsentation Seminarkurs 2014
 
Welche Vorteile hat eine Luft- und Wärmeüberwachung in Innenräumen? Wie kann ich meinen dreißig Jahre alten Zauberwürfel endlich lösen? Auf diese und andere Fragen lieferten die Teilnehmer des Seminarkurses 2013-14 und die angehenden Techniker für Datentechnik der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim bei ihrer öffentlichen Präsentation Antworten. Die Schüler stellten beim Rundgang durch die Aula ihre interessanten Innovationen vor, die in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Firmen beziehungsweise der Dualen Hochschule Mosbach seit Monaten vorbereitet wurden.
Betreut wurden die Seminarkursler der zwölften Klasse des Technischen Gymnasiums wie in den Jahren zuvor von Thomas Beiersdorf und Martin Breuner, während die angehenden Techniker vom Abteilungsleiter der Elektroabteilung, Ruthard Honeck, sowie Andreas Amann unterstützt wurde.
Schlechte Raumluft führt zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Verdoppelt man die Frischluftraten, steigert dies die Leistungsfähigkeit deutlich. Daher haben Aaron Frank, Dirk Goldschmitt und Marleen Neumann die CO2-Konzentration in verschiedenen Klassenräumen gemessen und in einer Datenbank gespeichert. Beim Anstieg der CO2-Konzentration soll Alarm geschlagen werden. Langfristiges Ziel wäre es, dies mit automatisch öffnenden Fenstern zu verbinden.
Damit auch alte oder behinderte Menschen weiter mit ihrem Hund spielen können, entwickelte Maximilian Förster eine Maschine, die Frisbees automatisch abwerfen soll. Beim sogenannten „Discdogging“ kann ein Hund weiterhin nach den Plastiktellern jagen und macht so auch einem Halte, der nicht mehr gut zu Fuß ist, Freude.
Häufig kennen Lehrer die Schnitte ihrer Schüler besser als diese selbst. Damit auch Schüler schon frühzeitig wissen, welchen Notenschnitt sie in der Prüfung erreichen werden, entwickelten Markus Heck, Marvin Kraft und Peter Summa ein Abiturberechnungsprogramm, das schnell und zuverlässig einen Gesamtüberblick gibt oder auch ausrechnet, welche Leistungen man für einen bestimmten Schnitt erbringen muss. Trotz einiger anfänglicher Rückschläge war man von der Unterstützung seitens der Lehrer begeistert.
Den guten alten Zauberwürfel aus den 80ern lösten Oleg Belous, Marco Brieden und Timo Vörste am PC. Der Rechner speichert die Oberfläche und löste die einzelnen Seiten des Kultwürfels anschließend auf.
Um dem Parkplatzchaos an der Gewerblichen Schule Herr zu werden, entwickelten Benedikt Schack, Clarissa Schöninan und Tamara Zajac ein Modell für ein Parkplatzüberwachungssystem. Dabei werden die Schülerdaten klassenweise erfasst und anschließend Parkausweise erstellt. Ein- und Ausfuhrzeit werden gespeichert und somit weiß man, einerseits wie viele freie Parkplätze es noch gibt und anderseits von wem diese belegt werden.
Marius Beyer und Lukas Fahrbach entwickelten ein Multimediasystem für Fahrzeuge. Das System soll über ein Touchdisplay bedient werden und ist für jedes Fahrzeug geeignet sein. Die Beiden betonten, dass sie in den Ferien ihr Projekt noch weiter ausbauen wollen, da man Spaß am selbstständigen Arbeiten und Tüfteln gefunden hatte. Lukas Fahrbach betonte: „Auch wenn es echt stressig war, nimmt man viel fürs Leben mit.“ Ähnlich äußerten sich auch die anderen Teilnehmer des Seminarkurses, die oft bis in die Nacht gearbeitet hatten.

Spaß mit Chemie – Projekttag am Technischen Gymnasium Bad Mergentheim

Spaß mit Chemie – Projekttag am Technischen Gymnasium Bad Mergentheim
 
Im Rahmen des Chemieunterrichtes erarbeiteten die Schüler/innen der Jahrgangsstufe 2 des Technischen Gymnasiums Bad Mergentheim mit ihrer Kurslehrerin Susanne Thienel spannende und unterhaltsame Experimente für Vorschüler. Recherchieren in Büchern, Versuche im Labor selbst ausprobieren, gute Versuche auf eine Liste setzen, das nächste Experiment starten – so sah der Unterricht nach dem schriftlichen Abitur aus. Nachdem die interessantesten Experimente feststanden, verpackten sie die angehenden Abiturienten kindgerecht in eine Geschichte um zwei Schatzsucher, die ihre gestohlene Schatztruhe wiederfinden wollten.

Bevor der Projekttag jedoch begann, mussten noch eventuelle Gefahren analysiert und ausgeschlossen und Sicherheitsdatenblätter für jeden Versuch angefertigt werden.
Endlich war es soweit, die Vorschüler des katholischen Kindergartens Rengershausen und des evangelischen Kindergartens Schwabhausen besuchten mit ihren Erzieherinnen und interessierten Eltern die Schule der Großen und erlebten eine Schatzsuche gespickt mit spannenden Experimenten aus der Chemie.
Zunächst wurde von jedem Kind ein Fingerabdruck genommen, um auszuschließen, dass einer der Vorschüler den Schatz geraubt hatte, bevor man sich gemeinsam auf die Suche begab. Die zur Geschichte passend verkleideten Abiturienten führten Experimente vor, bezogen die Vorschüler immer wieder mit ein und erreichten so, dass der Nachwuchs von den ungeahnten und faszinierenden Wundern der Naturwissenschaften begeistert war, bei denen sich auch unglaublicherweise zwei durchsichtige Flüssigkeiten zu einer pinkfarbenen Flüssigkeit mischten.
Die aufmerksamen Kinder waren mit vollem Eifer dabei und durften bei manchen Versuchen selbst Hand anlegen – natürlich immer mit Schutzbrille! Einige Experimente basierten auf der Grundlage von „Weißpulver“ (Backpulver). Aus diesem Pulver wuchsen braune Würmer, die wiederum einen Hinweis auf den gestohlenen Schatz gaben. Das Weißpulver diente aber auch zur Sprengung an einer fiktiven Baustelle, an der die Schatzsucher vorbeikamen. Dabei wurde ihr Helferlein – ein zuvor von Feen selbst hergestellter Slimie - so erschreckt, dass er sich versteckte und erst am Ende zusammen mit dem Schatz wiedergefunden wurde. Was natürlich zu einem großen „Oh, der Slimie ist wieder da, er hat unseren Schatz schneller gefunden!“, führte.
Die jungen Gäste hatten viel Spaß und begleiteten so manchen Versuch mit ihren Kommentaren. Dadurch war die Aktion für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Die angehenden Abiturienten schafften es, die Kinder für die Chemie zu begeistern und hatten selbst sehr viel Freude bei der Arbeit für und mit den jungen Menschen.

Auf das Herz und den Verstand hören

Auf das Herz und den Verstand hören
 
Am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 52 Schülerinnen und Schüler ihr Reifezeugnis und erzielten mit 2,1 (Informationstechnischer Zug) und 2,4 (Technikzug) ein hervorragendes Gesamtergebnis. Mirjam Henn und Jens Hickl bestanden beide mit der Traumnote 1,0. Nachdem die letzten Wochen für die Abiturienten sehr viel Arbeit und Anstrengung bedeutet hatten, bekamen sie das Abiturzeugnis, das den Weg in alle Bereiche des Arbeitslebens ebnet.
Die Wandelhalle bot den festlichen Rahmen für den diesjährigen Abiball. Schon seit Monaten hatten mehrere Schülerinnen und Schüler diesen Abend mit Unterstützung dreier Lehrer akribisch vorbereitet. Festlich gekleidet trafen sich die Abiturienten schon am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein zum Fototermin. Nach Sektempfang und Häppchen begann im Anschluss die offizielle Feier, die von den beiden Absolventen Marina Hornung und Maximilian Schwind unterhaltsam moderiert wurde.
Schulleiterin Edeltraud Smolka freute sich mit den Abiturienten über ihren Erfolg und gab ihnen in ihrer Rede den Rat mit auf den Weg, auf ihr Herz und nicht auf Äußeres oder allein den Verstand zu hören. Das Herz sei der richtige Wegweiser, der einen sicher durchs Leben bringe.
Eine besondere Auszeichnung einer jeden Abiturfeier ist die Ehrung mit dem begehrten Scheffelpreis für die besten Leistungen in Deutsch, der in diesem Jahr das erste Mal am Technischen Gymnasium vergeben wurde und mit einer Rede verbunden ist. In dieser soll es nicht alleine darum gehen, dass der Preisträger besonders mit der deutschen Sprache umgehen kann, sondern auch darum, ob er etwas zu sagen hat.
Und das hatte die Scheffelpreisträgerin Mirjam Henn aus Hollenbach: Sie führte in ihrer Rede Sinn und Zweck von Idealen und damit verbundenen Handlungsmaximen aus, „die uns überhaupt erst zur aktiven Formung unserer Selbst veranlassen.“ Ihr ging es dabei nicht um von der Gesellschaft vorgegebene Normen, sondern um „Ideale im Sinne von Charakter- und Eigenschaftszielen für die eigene Person, Vorstellungen, Werte und Visionen.“ Sie wünschte sich, dass jeder diese persönlichen Ziele erreiche und man sich bei einem Klassentreffen in 20 Jahren als echte Menschen und nicht als Marionetten, die nur nach Geld und Konsum geiern, wiedersehen werde. „Denn der Weg zum Glück führt über die Brücke der Zufriedenheit.“ Abschließend wünschte sie allen mutig in ein unbekanntes Morgen zu schreiten.
Der Höhepunkt des Abends war die Übergabe der Zeugnisse sowie der Preise und Belobigungen. Die drei Klassen erhielten nacheinander von Schulleiterin Edeltraud Smolka und Abteilungsleiter Holger Nique ihre Reifezeugnisse. Die Tutoren der einzelnen Klassen Volker Oechsle und Sandra Pauly sowie die Co-Tutorin der TG 13, Katja Stephan, blickten ganz unterschiedlich auf die letzten Jahre mit ihren Schülern zurück. Während Sandra Pauly ihre Klasse, die ITG 13, als Interessierte Technische Gemeinschaft charakterisierte, die sie nur ungern ziehen ließe, zeigte Volker Oechsle Bilder vom Beginn der elften Klasse und ermutigte die deutlich gereiften jungen Menschen weiter ihren Weg zu gehen. Katja Stephan verglich ihre Schüler mit einer Fußballmannschaft, die zusammengewachsen sei und viele Spiele gewonnen habe. Nun stünde ihnen der Eintritt in die Champions League offen, wo sie mit internationaler Härte und möglichen Rückschlägen rechnen müssten.
Dass die Schüler auch schweren Anforderungen gewachsen sind, haben sie in den letzten Jahren bewiesen. So erhielten 10 Schüler/innen für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und sieben für einen Schnitt zwischen 1,8-2,0 eine Belobigung.
Verbindungslehrer Heiko Scheurich dankte dem alten und dem noch amtierenden Schülersprecher, Mike Ritter und Ronny Schweda, im Namen der ganzen SMV für ihre Arbeit.
Der Ausbildungsleiter der Firma ebm-papst Mulfingen , Bernd Ludwig, überreichte den drei Prüfungsbesten Mirjam Henn, Jens Hickl, Maximilian Beyer sowie Ronny Schweda für sein soziales Engagement einen Sonderpreis: Die vier Ausgezeichneten dürfen im Entwicklungszentrum der Firma ebm-papst Mulfingen auf Entdeckungsreise gehen, bevor sie mit dem Helikopter zu einem Rundflug abheben und sich anschließend bei einem Essen mit der Geschäftsleitung austauschen können.
Für besondere Leistungen in den Fächern Mathematik/Physik/Technik wurde Mirjam Henn mit dem Ferry-Porsche-Preis sowie einem Buch ausgezeichnet. Ebenfalls für hervorragende Leistungen in Physik wurden mit einem Buchpreis Joachim Müssig und Jens Hickl ausgezeichnet. Die drei Schüler erhielten neben Maximilian Beyer, Linus Boehm und Christoph Michelbach eine einjährige kostenfreie Mitgliedschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Maximilian Beyer erhielt des Weiteren für überragende Leistungen in Mathematik einen Preis. Zusammen mit Jens Hickl wurde er auch für Technik ausgezeichnet. Der beste Informationstechniker war Christoph Michelbach. In Chemie bewiesen Felix Gabel, Anja Frank und Julian Scherer besonderen Durchblick, wofür sie ebenfalls ausgezeichnet wurden. Sowohl im Fach Deutsch als auch in Geschichte mit Gemeinschaftskunde wurden Jens Hickl und die Scheffelpreisträgerin Mirjam Henn für ihre Ergebnisse gewürdigt. Christoph Michelbach erhielt eine Auszeichnung für Englisch und Joachim Müssig für katholische Religion. Den besten Schnitt in Wirtschaftslehre erreichte Linus Boehm. Bester Biologe war Maximilian Beyer. Den Sonderpreis für Sport erhielt David Schneider.
Die Schüler ihrerseits ließen es sich nicht nehmen, sich bei ihren ehemaligen Lehrern mit persönlichen Geschenken zu bedanken und das Programm mit Redebeiträgen, eigenen Liedern und Tänzen aufzulockern. So bewiesen Mike Ritter und Julian Huppmann Mut und Talent ihre Texte auf der Bühne vorzutragen. Die Schülerinnen des informationstechnischen Zweigs traten mit mehreren Showtanzeinlagen den Beweis an, dass Interesse an PCs nicht körperliche Trägheit bedeute. Am Ende des Abends sahen alle durchaus wehmütig auf die letzten Jahre zurück, aber freuten sich auch auf das noch unbekannte Morgen.                                                                                                                 

Sondervorstellung von „Blut muss fließen“ besucht

Sondervorstellung von „Blut muss fließen“ besucht
 
Alle 11. und 12. Klassen des Technischen Gymnasiums der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim besuchten die Sondervorstellung für Schüler Blut muss fließen. Undercover unter Nazis des Filmemachers Peter Ohlendorf im Movies Bad Mergentheim. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem von Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage.Dies ist ein Projekt, das sich gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, stark macht und so einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leistet.Seit zwei Jahren ist die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim Teil dieses Projekts.
Regisseur Volker Ohlendorf erläuterte den Schülern in einer kurzen Einführung, dass der Journalist Thomas Kuban mehrere Jahre mit versteckter Kamera drehte. Thomas Kuban ist nur das bekannteste von verschiedenen Pseudonymen, unter denen der Journalist recherchiert.
Bei seinen Nachforschungen, die er in unscharfen Bildern mit versteckter Kamera festhielt, stieß er auf grölende Sänger auf der Bühne, während das Publikum den Hitlergruß zeigt und Alkohol in Strömen fließt. In den vergangenen Jahren ist eine europaweit vernetzte Rechtsrockszene entstanden, die in ihren Texten Gewalt und Hass propagiert. Dabei begegnete Thomas Kuban immer wieder ein Lied: „Blut muss fließen knüppelhageldick und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik“, das die ganze Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit der Szene deutlich machte. Sichtbar wurde durch den Film auch, wie es gelingt durch häufig gecoverte Musik junge Menschen zu ködern. Gleichzeitig dient RechtsRock zur Radikalisierung. Klar wurde auch, dass solche Konzerte nicht nur in Ostdeutschland sondern auch in unserer Nähe stattfinden bzw. stattfanden.
Daneben stellte Thomas Kuban sich aber noch eine weitere Frage: Wie lässt sich das verhindern? Er machte sich zusammen mit Volker Ohlendorf auf an die Orte, an denen er gedreht hatte, und konfrontierte Behörden, Bevölkerung und Politiker mit seinen Aufnahmen. Vor Bekanntwerden der Verbrechen der NSU stieß er bei vielen Behörden auf taube Ohren, da man keine ernsthafte Gefahr von rechts sah. Erst seit November 2011 fand Kuban größeres Gehör.

An den Film schloss sich eine Diskussionsrunde mit den Machern des Films an, die es den Schülern ermöglichte nachzuhaken und Unklarheiten zu beseitigen. Viele zeigten sich schockiert von dieser Szene und ihrem Wirken. Der Film bot darüber hinaus für den Unterricht viele Impulse, die in den nächsten Stunden besprochen werden sollten.

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