Berichte

In drei Jahren gereift und auf das Berufsleben vorbereitet

In drei Jahren gereift und auf das Berufsleben vorbereitet

Am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim erhielten 60 Schülerinnen und Schüler ihr Reifezeugnis und erzielten mit 2,6 (Profil: Informationstechnik) und 2,5 (Profil: Mechatronik) ein beachtliches Gesamtergebnis. Jonas Lendvai aus Löffelstelzen bestand mit der Traumnote 1,1. Nachdem die letzten Wochen für die 12 Abiturientinnen und 48 Abiturienten sehr viel Arbeit und Anstrengung bedeutet hatten, bekamen sie in der Erlenbachhalle in Igersheim ihr Abiturzeugnis.

Bereits vor Wochen liefen die Vorbereitungen für den diesjährigen Abiball an. Nach einem Sektempfang begann die offizielle Feier, die von den beiden Absolventen Jennifer Thomas und Tobias Vorherr moderiert wurde.

Schulleiterin Edeltraud Smolka erinnerte in ihrer nachdenklichen Ansprache an die Leistungen der letzten Jahre und blickte in die Zukunft der jungen Menschen, die sich verglichen mit früheren Jahrzehnten deutlich verändern werde.

Ein Höhepunkt einer jeden Abiturfeier ist die Ehrung mit dem begehrten Scheffelpreis für die besten Leistungen im Fach Deutsch. Marleen Neumann aus Edelfingen zeigte nicht nur kontinuierlich hervorragende schriftliche Leistungen, sie bewies auch in ihrer Rede, dass sie mit der deutschen Sprache umgehen kann. Die Scheffelpreisträgerin blickt auf die elfte Klasse zurück, in der man neugierig ans TG gekommen war, das man nun gereift verlasse. Sie betonte: „Die wahrhaftig großen Herausforderungen des Lebens warten erst noch auf uns. All das kann einen schon mal das Fürchten lehren.“ Sie wünschte allen Abiturienten den nötigen Mut sich Fehler einzugestehen, aus ihnen zu lernen und sich dem Leben zu stellen.

Der Ausbildungsleiter der Firma ebm-papst Mulfingen, Bernd Ludwig, überreichte den drei Prüfungsbesten Jonas Lendvai, Jochen Scherer, Matthias Sturm sowie Dirk Goldschmitt für sein soziales Engagement einen Sonderpreis: Die vier Ausgezeichneten dürfen im Entwicklungszentrum der Firma ebm-papst Mulfingen auf Entdeckungsreise gehen, bevor sie mit dem Helikopter zu einem Rundflug über ihre Heimatgemeinden abheben und sich anschließend bei einem Essen mit der Geschäftsleitung austauschen dürfen.

Stellvertretend für die Tutoren richtete Katja Stephan einige Worte an die Abiturienten. Für die einen sei dieser Tag ein Tag des Sieges, für die anderen eine Stunde der Befreiung. Sie ständen mit dem Abitur vor ihrer persönlichen Stunden Null und somit an einem Scheideweg. Sie wünschte ihnen Erfolg sich bei diesem Neubeginn zu bewähren und die Bereitschaft sich möglichen Krisen zu stellen.

Der Höhepunkt des Abends war die Übergabe der Zeugnisse sowie der Preise und Belobigungen. Die Absolventen erhielten von Schulleiterin Edeltraud Smolka und Oberstufenberater Thomas Beiersdorf ihre Reifezeugnisse. Vier Schüler erhielten für sehr gute Leistungen bis zu einem Schnitt von 1,7 einen Preis und sieben Schülerinnen und Schüler für einen Schnitt zwischen 1,8-2,0 eine Belobigung.

Für besondere Leistungen im Fächerverbund Mathematik/Physik/Technik wurde Jonas Lendvai mit dem Ferry-Porsche-ausgezeichnet. Daneben erhielt er für seine Einzelleistungen Physik, Mathematik, Mechatronik und Ethik Auszeichnungen. Ebenfalls für hervorragende Ergebnisse in Mathematik und Physik wurde Jochen Scherer ausgezeichnet. Der beste Informationstechniker war Benedikt Schack. In Chemie bewies Katharina Schäfer  besonderen Durchblick, wofür sie ausgezeichnet wurden. Marleen Neumann wurde für ihre Ergebnisse im Fach Deutsch gewürdigt. Oleg Belous erhielt eine Auszeichnung für Englisch und Patrick Müller für katholische Religion. Der Sonderpreis für Sport ging an Michael Kleinschrodt.

Die Schülerinnen und Schüler ihrerseits ließen es sich nicht nehmen, sich bei ihren ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern zu bedanken und das Programm mit Redebeiträgen und einer Tanz- und Gesangseinlage aufzulockern. Am Ende des Abends sahen alle durchaus wehmütig auf die letzten Jahre zurück, aber freuten sich auch auf den Beginn ihrer eigenen Staatengründung, die hoffentlich niemanden das Fürchten lehrt.

Für Jonas Lendvai geht es weiter den Berg hinauf

Für Jonas Lendvai geht es weiter den Berg hinauf

Wie rollt ein Doppelkegel den Berg hinauf? Wie verändert sich die Lichtbrechung, wenn sich die Linsen in einem Aquarium befinden? Kann man mit einer Gefriertruhe ganze Räume heizen? Auf diese und andere Fragen mussten die Teilnehmer der diesjährigen Physik-Olympiade, darunter Jonas Lendvai, Antworten finden. Die Internationale Physik-Olympiade ist ein Wettbewerb für physikbegeisterte Schüler aus aller Welt, die einmal im Jahr bei theoretischen und experimentellen Aufgaben ihre Leistungen messen. Bis zum Finale im indischen Mumbai gilt es viele Hürden zu nehmen.

Jonas Lendvai von der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim nimmt momentan überaus erfolgreich an der 46. Physik-Olympiade teil. Interesse an Physik hat der Siebzehnjährige schon lange. Im Frühjahr 2014 weckte daher auch die Ausschreibung zur diesjährigen Physik-Olympiade seine Aufmerksamkeit. Die Möglichkeit sehr viel freier und experimenteller als im Unterricht zu forschen, reizten Jonas Lendvai und er machte sich mit großem Eifer und Erfolg an die Arbeit. Hinzu kam die Tatsache, dass es sich um einen international anerkannten Wettbewerb handelt. Die gestellten Aufgaben mussten in Hausarbeit gelöst und von einem Fachlehrer korrigiert werden. Nach vielen Stunden reichte er seine Lösungen ein und gewann schon im Herbst die erste Runde des Wettbewerbs.

Nach dieser ersten Hürde ging es auf Landesebene weiter. 136 Teilnehmer hatten es in diese Runde geschafft. Jonas Lendvai musste sich neuen und komplexeren Themen wie „Den Berg hinauf“, „Linsen am Aquarium“ oder „Gefriertruhenheizung“ in Einzelarbeit stellen. Wieder ging es an die Arbeit. „Ich habe mindestens 100 Stunden dafür aufgewandt, aber meine Motivation und Begeisterung ist ungebrochen“, so Jonas Lendvai. Als besonders knifflig erwiesen sich für den Abiturient die Experimente, da diese zum einen sehr frei gestellt waren und zum anderen aus einem völlig fremden Themengebiet stammten. Daneben gab es Seminare, die auf die anstehenden Klausuren in der nächsten Runde vorbereiteten. Auch diese Hürde meisterte er und wurde Landessieger. Der Bad Mergentheimer erreichte einen hervorragenden neunten Platz. Er gehört nun zu den bundesweit 50 besten Teilnehmern, die für die dritte Runde nach Hamburg eingeladen worden sind. Dort findet gerade ein einwöchiges Auswahlseminar statt. Es müssen theoretische und experimentelle Klausuren absolviert werden und am Ende stehen die fünf deutschen Olympioniken für die internationale Physik-Olympiade fest.

Nicht nur Schulleiterin Edeltraud Smolka ist schon jetzt „saustolz“ auf seine Leistungen. Sie zeigte sich begeistert von seinem Ergebnis und übergab ihm als Motivationsschub einen Gutschein. Es bleibt spannend, ob es für Jonas Lendvai weiter den Berg hinauf geht

Besuch der Messe Hannover

Besuch der Messe Hannover

Wir, die Eingangsklassen des Technischen und Informationstechnischen Gymnasiums der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim, besuchten die Messe in Hannover, welche dieses Jahr unter dem Motto „Tec2You Finde deinen Traumberuf“ stattfand. Organisiert und finanziert wurde der Besuch der Messe in Hannover von der Firma ebm-papst. Die Fahrt nach Hannover begann schon früh morgens um 5:30 Uhr an der Gewerblichen Schule. Nach circa fünf Stunden Fahrt kamen wir in Hannover an.
Dort wurden wir, nach kurzer Essenspause, in zwei Gruppen unterteilt. Jede Gruppe bekam einen sogenannten „Tec2You“ Guide zugeordnet, welcher uns den Tag über auf dem großen Messegelände begleitete. Zuerst besichtigten wir natürlich den Messestand unserer Sponsorfirma ebm-papst. Dieser wurde ausschließlich von Auszubildenden geleitet und organisiert. In einer kurzen Präsentation erhielten wir von den Azubis Informationen über den Betrieb ebm-papst und deren weltweit führende Ventilatoren- und Motorentechnik. Anschließend führte uns unser Guide zu weiteren Firmen, wodurch wir erneut Einblicke in verschiedene Unternehmen erhielten. Gegen Mittag wurden wir in die Kantine des Messegeländes eingeladen, wo wir ein warmes Essen und Getränke zu uns nehmen konnten. Als Highlight des Tages besuchten wir dann noch den sogenannten „Tec2You-Pavillion“, in welchem verschiedene Stationen von unterschiedlichen Firmen zur Verfügung gestellt wurden. Hier konnte man an kleinen Wettbewerben und Versuchen teilnehmen. Zum Beispiel durften wir bei einem Livekicker oder einem Ratespiel die einzelnen Aufgabenfelder der Unternehmen erkunden.
Außerdem gab es noch viele weitere Stationen mit allen möglichen Wettbewerben. Gegen Ende des Tages bekamen wir nochmals die Möglichkeit, uns alleine und frei auf dem Messegelände zu bewegen, um uns noch einmal selbständig bei gezielten Firmen zu informieren. Gegen 16:30 Uhr neigte sich der Tag dann auch schon dem Ende zu und wir mussten zur Heimreise antreten. Diese verlief wie die Anreise perfekt und wir kamen pünktlich um 21:30 Uhr wieder in Bad Mergentheim an. Es hat uns allen sichtlich gefallen, denn es war sehr interessant einmal eine Messe wie diese zu besuchen, denn solch ein Angebot bekommt man nicht alle Tage. Außerdem gewann man einen Eindruck in das spätere Berufsleben, denn es wurden einem an diesem Tag viele weitere Berufe in den technischen Bereichen bekannt gemacht.
 
Lina Biedermann, Thorsten Henninger, Tobias Engelhardt (ITG 11)

BoriS-Zertifikatsverleihung an die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim

BoriS-Zertifikatsverleihung an die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim
 
Ein neues Qualitätssiegel erhielt die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim für ihre Bemühungen, Schüler des Technischen Gymnasiums bei der Studien- und Berufswahl zu unterstützen. Initiator, Studienrat Volker Oechsle leistet mit seinen Teamkollegen Martin Breuner, Stephan Lurz, Sarah Schleicher und Katja Stephan Großartiges. Ein Unterstützungssystem für Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums hilft unseren Schülern bei der Berufsfindung.. Nicht nur in den modernen Werkstätten erhalten Jugendliche einblicke in mögliche Berufe, sondern auch Universtitätsschnuppertage, Firmenbesuche, Praxisnachmittage, Beruffindungsportfolios und ein ausgefuchstes Bewerbertraining und Gespräche mit Ausbildungspaten zeigt jungen Menschen neue Möglichkeiten auf.
Im Haus des Handwerks übergab Dieter Sillner (HWK) und Christine Hagen (IHK) als Moderatorenteam den teilnehmenden Schulen die Urkunden, Auszeichnungen und Besuchsberichte. Für die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim nahmen an der Festveranstaltung Schulleiterin Edeltraud Smolka sowie der Projektleiter und Juror Volker Oechsle teil.
Den Festakt eröffnete Kerstin Lüchtenborg, Leiterin für Berufliche Bildung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. „Berufsorientierung ist wichtig, um Fehlentscheidungen in der Berufswahl und Frustrationen bei Jugendlichen zu vermeiden,“ so Kerstin Lüchtenborg. In ihrem Grußwort lobte Schulamtsdirektorin Ursula Jordan die Teilnehmerschulen. „Die BORIS-Zertifizierung dient nicht nur der Berufs- und Studienorientierung, sondern auch einer weiteren Qualitätsentwicklung der Schulen,“ bekräftigte Jordan. Schließlich gehe es darum, im Beruf glücklich und zufrieden zu sein und ihn ein ganzes Berufsleben auszuführen. Darin unterstützten die aktiven Schulen die Jugendlichen. Besonders stotz war sie, dass 6 von 8 Schulen aus dem Schulamtsbezirk Künzelsau, genau genommen aus dem Main-Tauber-Kreis kamen.
Auch die Jury-Mitglieder erhielten eine Urkunde, für ihre Bereitschaft mitzuwirken.
Gestiftet wurde der Preis von der Baden-Württemberg Stiftung, dem Arbeitgeberverband, dem Deutschen Handwerkstag und dem Industrie- und Handelskammertag. Nach drei Jahren steht eine Rezertifizierung an. Gute Impulse zur Weiterentwicklung erhielt die Gewerbliche Schule im persönlichen Gespräch mit den Juroren und über den Besuchsbericht. Frau Smolka dankte Herrn Volker Oechsle für sein Engagement. Schließlich gehe es auch darum, neben einem Universitätsstudium noch andere Berufswege für Abiturienten aufzuzeigen. Dazu gehört die Berufsausbildung, der kooperative Studiengang oder ein Studium in der Region, z. B. an der Dualen Hochschule in Bad Mergentheim, mit welcher die Schule kooperiert.

Präsentation Seminarkurs 2014

Präsentation Seminarkurs 2014
 
Welche Vorteile hat eine Luft- und Wärmeüberwachung in Innenräumen? Wie kann ich meinen dreißig Jahre alten Zauberwürfel endlich lösen? Auf diese und andere Fragen lieferten die Teilnehmer des Seminarkurses 2013-14 und die angehenden Techniker für Datentechnik der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim bei ihrer öffentlichen Präsentation Antworten. Die Schüler stellten beim Rundgang durch die Aula ihre interessanten Innovationen vor, die in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Firmen beziehungsweise der Dualen Hochschule Mosbach seit Monaten vorbereitet wurden.
Betreut wurden die Seminarkursler der zwölften Klasse des Technischen Gymnasiums wie in den Jahren zuvor von Thomas Beiersdorf und Martin Breuner, während die angehenden Techniker vom Abteilungsleiter der Elektroabteilung, Ruthard Honeck, sowie Andreas Amann unterstützt wurde.
Schlechte Raumluft führt zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Verdoppelt man die Frischluftraten, steigert dies die Leistungsfähigkeit deutlich. Daher haben Aaron Frank, Dirk Goldschmitt und Marleen Neumann die CO2-Konzentration in verschiedenen Klassenräumen gemessen und in einer Datenbank gespeichert. Beim Anstieg der CO2-Konzentration soll Alarm geschlagen werden. Langfristiges Ziel wäre es, dies mit automatisch öffnenden Fenstern zu verbinden.
Damit auch alte oder behinderte Menschen weiter mit ihrem Hund spielen können, entwickelte Maximilian Förster eine Maschine, die Frisbees automatisch abwerfen soll. Beim sogenannten „Discdogging“ kann ein Hund weiterhin nach den Plastiktellern jagen und macht so auch einem Halte, der nicht mehr gut zu Fuß ist, Freude.
Häufig kennen Lehrer die Schnitte ihrer Schüler besser als diese selbst. Damit auch Schüler schon frühzeitig wissen, welchen Notenschnitt sie in der Prüfung erreichen werden, entwickelten Markus Heck, Marvin Kraft und Peter Summa ein Abiturberechnungsprogramm, das schnell und zuverlässig einen Gesamtüberblick gibt oder auch ausrechnet, welche Leistungen man für einen bestimmten Schnitt erbringen muss. Trotz einiger anfänglicher Rückschläge war man von der Unterstützung seitens der Lehrer begeistert.
Den guten alten Zauberwürfel aus den 80ern lösten Oleg Belous, Marco Brieden und Timo Vörste am PC. Der Rechner speichert die Oberfläche und löste die einzelnen Seiten des Kultwürfels anschließend auf.
Um dem Parkplatzchaos an der Gewerblichen Schule Herr zu werden, entwickelten Benedikt Schack, Clarissa Schöninan und Tamara Zajac ein Modell für ein Parkplatzüberwachungssystem. Dabei werden die Schülerdaten klassenweise erfasst und anschließend Parkausweise erstellt. Ein- und Ausfuhrzeit werden gespeichert und somit weiß man, einerseits wie viele freie Parkplätze es noch gibt und anderseits von wem diese belegt werden.
Marius Beyer und Lukas Fahrbach entwickelten ein Multimediasystem für Fahrzeuge. Das System soll über ein Touchdisplay bedient werden und ist für jedes Fahrzeug geeignet sein. Die Beiden betonten, dass sie in den Ferien ihr Projekt noch weiter ausbauen wollen, da man Spaß am selbstständigen Arbeiten und Tüfteln gefunden hatte. Lukas Fahrbach betonte: „Auch wenn es echt stressig war, nimmt man viel fürs Leben mit.“ Ähnlich äußerten sich auch die anderen Teilnehmer des Seminarkurses, die oft bis in die Nacht gearbeitet hatten.

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