Berichte

Gewerbliche Schule Bad Mergentheim wirbt mit „Grill-Inspirationen“ für die Ausbildung in den Fleischerei-Berufen

Gewerbliche Schule Bad Mergentheim wirbt mit „Grill-Inspirationen“ für die Ausbildung in den Fleischerei-Berufen
 
Grill-Inspirationen 2013 – unter diesem Motto stand ein Grill-Seminar, das der Nahrungsabteilung der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim und der Fleischerinnung des Main-Tauber-Kreises in Zusammenarbeit mit der Firma Hela-Gewürzwerke durchführte. Das Seminar wurde in der neuen Werkstatt der Gewerblichen Schule und im dortigen der Verkaufsraum durchgeführt. Vor dem Eingang zeigten Grill-Experten der Firma Broil King ihr Können.
Nahezu 100 Gäste, darunter viele Inhaber und Mitarbeiter von Fleischerei-Fachgeschäften, Lehrerinnen und Lehrer aus Werkrealschulen und Auszubildende , waren der Einladung gefolgt und wurden nebenbei mit sommerlichen Grillprodukten verwöhnt.
In seiner Begrüßung ging der stellv. Schulleiter der Gewerblichen Schule, Peter Wöhrle darauf ein, dass Grillen trendig sei – in dieser, wie in jeder anderen Jahreszeit.
Norbert Martin, der Fachreferent der Firma Hela-Gewürzwerke erläuterte, wie Fachkräfte die Kunden über wichtige Inhaltsstoffe der Produkte z.B. technologisch notwendige Zusatzstoffe optimal aufklären können. Alle Besucher erhielten dabei interessante Informationen und die Fachverkäufer/innen wertvolle Tipps zur Beratung der Kunden.
Nach der theoretischen Einführung zum Thema demonstrierte der Referent die Herstellung verschiedenster, kreativer Grillprodukte. Die Vorführung wurde mit einer Kamera auf eine Leinwand übertragen, so dass jeder Besucher die Präsentation optimal verfolgen konnte. Die handwerkliche Kunst der Produktherstellung wurde dabei zwischendurch immer wieder mit leckeren Grilltipps gespickt.
Spießvariationen, pikant gefüllte, marinierte Steaktaschen, Buttervarianten, köstliche Salate – tagsüber mit Hilfe der Azubis im Fleischerhandwerk hergestellt und abends an je einem Beispiel demonstriert - durften nach dem Seminar von den Besuchern verkostet werden.
Mit dieser und weiteren Aktionen rund um die Berufe im Fleischereihandwerk möchte die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben auf die vielseitigen und interessanten Ausbildungsmöglichkeiten in dieser Branche hinweisen. Die nächste Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler findet am 25.06.2013 an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim statt.

3 Silbermedaillen ins Taubertal

Auszubildende des Fleischerhandwerks holen 3 Silbermedaillen ins Taubertal
 
Drei Teams der Azubis im Fleischerhandwerk nahmen erfolgreich am Berufsschulwettbewerb der Süddeutschen Fleischerfachausstellung (Süffa) auf dem Messegelände in Stuttgart teil.
Jeweils eine Auszubildende zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk – Fleischerei und ein Fleischer-Azubi bildeten ein Team und gestalteten kreative Platten und dekorative Thementische. Insgesamt hatten die Auszubildenden dafür 90 Minuten Zeit und nach der Beurteilung durch eine fachkundige Jury konnten alle Messebesucher die Ergebnisse bestaunen. Viktoria Weibert (Metzgerei Hofmann, TBB) und Dennis Himmel (Metzgerei Himmel, Königheim) präsentierten auf ihrem „Fleisch macht Schule“-Tisch 
eine edle Schinkenplatte und einen zarten Filetbraten. Olga Steinepreis (Edeka-Aktiv-Markt Tischer, Lauda) und Vladimir Malutin (Landmetzgerei Rummler, Neunkirchen)
zeigten mit Herz-Kanapées und einem saftigen Herzbraten, dass eine „Zarte Verführung“ mit Produkten aus dem Fleischerhandwerk sehr gut möglich ist. Linda Rülicke und Benjamin Ambach (beide Metzgerei Gebert, Wachbach)
boten den Genuss für einen richtigen „Pokerabend“ mit ihren Spielkarten-Kanapées und einem Karo-Braten. Allen drei Tischen verlieh die Jury eine Silbermedaille, worauf die erfolgreichen Azubis richtig stolz sind.
Der Erfolg stärkt das Selbstbewusstsein und fördert dadurch die Motivation und die Leistungsbereitschaft.
Auch alle anderen Azubis im Fleischerhandwerk, die gemeinsam mit den Teilnehmern und ihren Fachlehrerinnen der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim zur Messe fuhren, konnten sich kreative Eindrücke und Ideen holen, um in zwei Jahren bei der nächsten Süffa selbst dabei zu sein, ihre Leistung unter Beweis stellen zu können und eine der begehrten Medaillen zu gewinnen.

Mit den eigenen Händen Kreatives und Leckeres schaffen

Mit den eigenen Händen Kreatives und Leckeres schaffen
 
Wir würden es wieder machen: Bäcker- und Metzgergesellen über ihren Beruf
 
Die Schülerzahlen der Fachklassen für Bäcker und Fleischer an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim sind rückläufig. Der Schule und dem Main-Tauber-Kreis als Schulträger ist es jedoch ein großes Anliegen, diese wichtigen Berufsausbildungsgänge langfristig zu erhalten. Drei nun ehemalige Auszubildende und eine angehende Ausbilderin erzählen im Rahmen einer Gesellenprüfung, warum sie diesen Beruf gewählt haben und warum sie es wieder machen würden.
 
13 angehende Bäckerinnen und Bäcker, acht Bäckereifachverkäufer und Bäckereifachverkäuferinnen sowie sechs Fleischerinnen und Fleischer und sieben Fleischereifachverkäufer und Fleischereifachverkäuferinnen in spe absolvierten kürzlich ihre praktische Abschlussprüfung an der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim. Die Berufe bieten gute Zukunftschancen. So konnte jeder in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden, der sich auf eine Stelle beworben hatte.
Zum Anbeißen lecker: Die fertig ausgebildeten Fleischer an der Gewerblichen Berufsschule Bad Mergentheim können stolz auf das Erlernte sein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
 
Um acht Uhr morgens wurde unter den strengen Augen der Prüfer mit der Herstellung und Produktion der Back- und Fleischwaren begonnen. Nach fünf Stunden Fleißarbeit präsentierten die Auszubildenden die Ergebnisse ihrer Back- und Fleischerkünste. Bei der Präsentation der Back- und der Fleischwaren konnte zunächst jeder Prüfling etwas zu seinem Gebäck sagen und selbst beurteilen, was seiner Meinung nach gut und was nicht so gut gelungen ist. Dabei wurden die Auszubildenden immer wieder durch Fragen der Prüfer geleitet. Den frisch gebackenen Gesellen stehen ab sofort alle Türen offen: Sie können in ihrem erlernten Beruf arbeiten, die Meisterprüfung anstreben sowie  sich zum Lebensmitteltechniker an einer Fachschule weiterbilden. Nach dem erfolgreich abgelegten Meister oder Techniker kann an einer Hochschule studiert werden .
Praktische Prüfung an der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim: Florian Morschheuser wickelt mit größter Präzision die Wurst zusammen.
 
Florian Morschheuser absolvierte seine dreijährige Ausbildung in der Metzgerei Frankenkrone Morschheuser in Königheim. Eine Filiale der Metzgerei befindet sich in Tauberbischofsheim. Durch seine Familie ist er auf diesen Beruf aufmerksam geworden. „Mein Vater ist Metzger, mein Onkel auch“, berichtet Morschheuser. Er sei die „helfende Hand“ des Familienbetriebes. Einen großen Vorteil sieht er darin, zu wissen, „wo die Wurst herkommt“. Morschheuser mag diesen Moment, „wenn das Essen auf dem Tisch steht“. „Da sieht man, was man geleistet hat.“ Auch mit der schulischen Ausbildung zeigt sich der junge Mann sehr zufrieden. Einmal in der Woche fand der Theorieunterricht an der Gewerblichen Berufsschule in Bad Mergentheim statt, alle vier Wochen kam ein praktischer Tag in der Schule dazu, um die theoretischen Kenntnisse zu vertiefen und anzuwenden. „Man konnte sich im Betrieb darauf vorbereiten, insbesondere auf anstehende Projekte“, sagt er. Die Ausbildung beschreibt er als – wenn auch ab und zu etwas stressig – spaßig und kurzweilig.
 
Fast zehn Jahre ist die Fleischereifachverkäuferin Yvonne Bund nun in ihrem Beruf ausgebildet. Mit freudestrahlenden Augen erinnert sie sich an ihre Ausbildungszeit zurück. „Meine Ausbildungszeit war sehr toll, sehr interessant“, erklärt sie. Gelernt hat sie in der Metzgerei Knab in Gerchsheim. „Ich habe eine sehr gute Ausbildung genießen dürfen“, fügt sie hinzu. Man erfahre viel über die Lebensmittel. Was ist ein ph-Wert? Was ist Eiweiß, was ist Zucker? Was bedeutet Unverträglichkeit? Was kann ich essen, was nicht? „In dieser Zeit lernt man das Kochen und das Putzen“, erinnert sich Yvonne Bund. Beim Verkauf schätzt sie den Umgang und den Kontakt mit den Kunden. Offenheit sei hierbei sehr wichtig, ergänzt sie. Die junge Frau ist in der Metzgerei Müller in Igersheim beschäftigt, das Hauptgeschäft befindet sich in Königshofen. „In diesem Beruf wird einem nicht langweilig. Er ist in jeder Art und Weise interessant“, ist Yvonne Bund überzeugt. Den wichtigsten Vorzug lässt sie nicht unerwähnt: „Alle verkauften Produkte sind handgemacht“, sagt sie. Dass dies im Main-Tauber-Kreis auch in Zukunft so sein wird, ist ihr sehr wichtig. Im nächsten Jahr möchte sie den Ausbildungsschein erwerben. Diesen erhält man nach erfolgreicher zweiwöchiger Fortbildung bei der Industrie- und Handelskammer in Heilbronn. „Ich möchte flexibler werden und mich dafür einsetzen, dass auch in den kommenden Jahren bei uns im Main-Tauber-Kreis ausgebildet wird“, sagt sie und fügt hinzu: „Es wäre total schade, wenn in unserem Kreis in Zukunft keine Fleischer und Fleischereifachverkäufer mehr ausgebildet werden würden.“
 
Sarah Pfisterer arbeitet in der Bäckerei Weber in Königshofen. Im vergangenen Jahr war sie als Ausbildungsbotschafterin in siebten und achten Klassen von Hauptschulen unterwegs. So brachte sie den Schülern den Beruf Bäcker nach bestem Wissen und Gewissen näher. Sie wollte den Schülern mit auf den Weg geben, dass der Beruf „reizvoll“ ist: „Es macht Spaß, zu sehen, was man mit den eigenen Händen so alles herstellen kann“, erzählt sie. Toll sei, wenn man ein Ergebnis präsentieren kann und dieses gelungen ist. Keinen Hehl macht Sarah Pfisterer daraus, dass ein Beruf im Büro nichts für sie wäre. „Ich muss was mit den Händen machen“, sagt sie. Dass ihr der Beruf Spaß macht, sieht man an ihrem Präsentationstisch, der schön bestückt ist. Die schulische Ausbildung hat ihr sehr gut gefallen und auch sehr viel gebracht. „Man hat hier Sachen gelernt, die man im Betrieb gut brauchen kann“, erklärt sie. Freilich müsse man schon in der Nacht arbeiten gehen. Wenn der Beruf Bäcker in der Öffentlichkeit diskutiert wird, denken einige oft: „Ach, in der Nacht arbeiten? Nein, danke.“ Sarah stellt jedoch klar, dass Nachtarbeit gar nicht so schlimm ist. Es brauche nur ein „paar wenige Wochen Eingewöhnungszeit“. Außerdem könne man durch den frühen Feierabend Schlaf am Tag nachholen, „das ist gar kein Problem“. Sie findet den Beruf toll und würde ihn sofort wieder wählen.
Eine frisch gebackene Bäckerin bei der Prüfung: Sarah Pfisterer leistet Maßarbeit bei der Dekoration einer Torte zu einem 750-jährigen Jubiläum.
 
Nils Schweitzer absolvierte seine Ausbildung zum Bäcker in der Bäckerei Steinruck in Dörlesberg. Auf die Frage, wie er denn auf die Idee kam, Bäcker zu werden, gibt er eine verblüffend schlichte Antwort: „Mein Nachbar ist Bäcker. Irgendwann sprach er mich an, ob ich denn nicht Bäcker werden wolle. Da habe ich aus Spaß gesagt: Probieren wir das doch mal aus.“ Das Probieren habe ihm so viel Spaß gemacht, dass er sich dazu entschieden habe, diesen Beruf auch zu erlernen. Eine Besonderheit an der Bäckerei in Dörlesberg ist, dass zusätzlich zum regulären Sortiment auch Bio-Backwaren hergestellt werden. Am meisten erfreut Nils Schweitzer sich am Ergebnis seiner Arbeit. „Man muss keinen Hunger leiden“, sagt er. „Und dass das von mir selbst hergestellt wurde, macht mich stolz. Der Beruf ist auf der einen Seite manchmal anstrengend, auf der anderen Seite macht er auch sehr viel Spaß“. Auf den wöchentlichen Tag an der Berufsschule hat er sich immer gefreut. „ Da hat man auch Spaß, man wird etwas gelockert“, sagt Nils.
Die Prüflinge im Bäckerberuf präsentierten dekorativ und appetitlich ihre „Gesellenstücke“.
 
Text und Fotos: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Jonas Immel

Gemeinsam erfolgreich – der „Oskar“ des Fleischerhandwerks wurde vergeben

Gemeinsam erfolgreich – der „Oskar“ des Fleischerhandwerks wurde vergeben
 
Die Fleischerinnung des Main-Tauber-Kreises erhielt gemeinsam mit der Nahrungsabteilung/Fleisch der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim den Rudolf-Kunze-PR-Ehrenpreis für ihre Werbung zur Gewinnung von Berufsnachwuchs im Fleischerhandwerk.
Im Rahmen des 122. Verbandstages des Deutschen-Fleischer-Verbandes fand am Wochenende in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle die feierliche Überreichung des mit 1.000,- € dotierten Preises statt, den Obermeister Jürgen Sendelbach, Angelika Gold (Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft TBB) sowie die beiden Fachlehrerinnen der Beruflichen Schule Kerstin Lanig-Wyes und Susanne Thienel mit ihrem Fleisch macht Schule – Schwein erfreut in Empfang nahmen.
Die beiden Lehrerinnen versicherten: „Das ist ein gutes Ausgangskapital, das wir dieses Jahr gern wieder in die Nachwuchswerbung stecken werden – Ideen gibt es schon genügend. Vor allem wollen wir aber erreichen, dass Jugendliche, Eltern, Lehrer und auch die Bevölkerung über das moderne Fleischerhandwerk informiert werden und dass sich auch das Image dementsprechend ändert.“
 
Den Gewinn des Ehrenpreises begründete die fachkundige Jury mit mehreren Punkten:
  1. Die gute Partnerschaft zwischen Innung, Ausbildungsbetrieben und beruflicher Schule.
  2. Ein Stand mit kreativen Aktionen auf der Bildungsmesse.
  3. Podiumsdiskussion „Karriere mit Lehre“ mit Fachreferenten (Ihre Zeitung berichtete).
  4. Das preisgekrönte „Fleisch macht Schule“ – Konzept mit seinen begleitenden Maßnahmen in den Medien sowie der Einbindung moderner Kommunikationsmittel und sozialer Netzwerke.
 
Informationen zu den Ausbildungsberufen im Fleischerhandwerk sind unter www.gsmgh.de zu finden sowie die aktuellen Projekte der Azubis, Aktionen von Fleisch macht Schule und Möglichkeiten für Praktikas unter www.facebook.de/fleischmachtschule, einer öffentlichen Seite, die jeder einsehen kann, der auch nicht bei Facebook angemeldet ist.

Winterprüfung im Nahrungsmittelhandwerk

Winterprüfung der GBS Bad Mergentheim

Auch Bäckereien und Metzgereien im Kreis brauchen neues Fachpersonal. Denn Backwaren sowie Fleisch- und Wurstwaren müssen fachgerecht an die Kundschaft gelangen. Je zwei Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk Bäckerei und Metzgerei bestanden jetzt die Abschlussprüfung an der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim. Es sind dies die beiden Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk: Bäckerei Luba Schmis aus Wertheim und Christina Wertinski aus Niederstetten. Klassenlehrer der Klasse H3BV1 war Kurt Albrecht. Mit der Durchschnittsnote von 1,5 erreichte Christina Wertinski einen Preis. Im Ausbildungsberuf Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk: Fleischerei bestanden Bianca Karl aus Wertheim und Jacqueline Staffl aus Lauda-Königshofen. Betreut wurde die Klasse H3FV1 von Klassenlehrerin Susanne Thienel.

 

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