Berichte

Neue Fleischer braucht das Land

Neue Fleischer braucht das Land
 
Viele Metzgereien bangen: Was wird aus meinem Betrieb, wenn ich in Rente gehe ?
 
Die Frage der Betriebsnachfolge ist im Handwerk oftmals ungeklärt.
So haben sich im September 2011 pfiffige Fleischereien zusammengeschlossen und die Initiative „1AAusbildungPlus“ ins Leben gerufen.
Getragen wird das Programm vom Landesinnungsverband des Fleischerhandwerks Baden-Württemberg.
 
Ziel ist es, gute Realschüler/innen, Gymnasialabbrecher/innen, Abiturientinnen und Abiturienten für den Beruf zu begeistern, indem sie besondere
Förderangebote in den Betrieben erhalten. Der Beruf des Fleischers soll zur Premium-Ausbildung im Handwerk werden, indem die besten Azubis
auf Spezialfortbildungen trainiert werden und die Ausbilder sich selbst regelmäßig weiterqualifizieren.
 
So haben sich in Baden-Württemberg schon 25 Betriebe zu dieser hochqualifizierten Ausbildung selbst verpflichtet, zwei davon befinden sich im
Main-Tauber-Kreis. Interessierte können sich auf folgender Seite informieren: www.1aausbildungplus.de

Bronze auf der Süffa 2011

Bronze auf der Süffa in Stuttgart 2011


Die Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk / Fleischerei und die Fleischer-Azubis der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim präsentierten sich auf der Süffa mit kreativen Platten sowie herzhaften küchenfertigen Produkten. Ihre Arbeitsergebnisse wurden mit Bronze ausgezeichnet. In einer „Talkrunde“ der Allgemeinen Fleischerzeitung berichteten sie auf der Messe stolz über ihr Projekt „Fleisch macht Schule“. „Die Erfolge stärken das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler“, so die Fachlehrerinnen. Das fördere die Leistungsbereitschaft und Motivation, denn Erfolg beflügelt bekanntermaßen zu Höchstleistungen.

Fleisch macht Schule

Fleisch macht Schule – Imagekampagne zur Nachwuchsförderung im Fleischerhandwerk
 
Mit dem Projekt "Fleisch macht Schule" begegnet die Innung des Main-Tauber-Kreises zusammen mit der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim den Vorurteilen im Fleischerhandwerk. Nach einer Umfrage war klar, die Betriebe finden keinen Nachwuchs, weil die Berufsbilder mit vielen Irrtümern verbunden sind.
"Igitt, Du tötest Tiere!" – ist eine weit verbreitete Fehlannahme. Durch EU-Vorgaben dürfen viele Betriebe nicht mehr schlachten und kaufen frisches Fleisch, um es zu veredeln. Wegen der schlechten Reputation der Berufe bleiben immer mehr Ausbildungsplätze unbesetzt. Dabei geht es bei den Berufen nicht nur um das Zerlegen von Fleisch, sondern vielmehr um die Herstellung vielfältiger und schmackhafter Wurstwaren, Ernährungsberatung, abwechslungsreiche Gerichte für Partyservice und Imbiss und das Herstellen von dekorativen Platten.
So haben die Fachlehrerinnen Kerstin Lanig-Wyes und Susanne Thienel mit der Fleischerinnung eine Imagekampagne aus der Taufe gehoben, um junge Menschen für einen traditionellen und kreativen Handwerksberuf zu begeistern. Eine Fangemeinde hat sich auch schon auf einer Facebook-Seite gebildet, die von den Fachlehrerinnen gepflegt wird. So war die schulische Informations- und Aktionsveranstaltung, die von den Fleischerei-Auszubildenden, den Lehrkräften der Gewerblichen Schule Susanne Thienel, Kerstin Lanig-Wyes, Nina Klingert und Kurt Rüdinger und dem Innungsobermeister Jürgen Sendelbach begleitet wurde, ein riesiger Erfolg. Die Interessenten konnten sich vom kreativ gestalteten Buffet überzeugen, das Zubereitete verkosten und an einem interessanten Quiz teilnehmen. Die Begeisterung der Auszubildenden wirkte anregend auf die Ausbildungssuchenden.
Flankierende Maßnahmen sind Betriebspraktika, die Vorstellung des Berufes in allgemeinbildenden Schulen und Messeveranstaltungen, Flyer, Plakate und T-Shirts mit dem Logo und der Losung der Imagekampagne. Es bleibt zu hoffen, dass der Imagewandel gelingt und die Berufe Fleischer/in und Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk Bereich Fleisch wieder Nachwuchs erhalten. Einen Preis von 6000 Euro verlost die Gilde Stiftung des Fleischerhandwerks für die beste Fördermaßnahme. "Wir hoffen in die engere Auswahl zu kommen!", resümiert das "Fleisch macht Schule" - Team.

www.facebook.de/fleischmachtschule

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Die Auszubildenden, der Obermeister und die Lehrkräfte freuen sich über den erfolgreichen Aktionstag und die Facebook-Fangemeinde.
 
 

 

Preisverleihung in Radebeul / Dresden

Preisverleihung bei der Fachtagung des Deutschen Fleischerverbandes in Radebeul / Dresden


Für ihre geniale Imagewerbung „Fleisch macht Schule“ wurde die Gewerbliche Schule Bad Mergentheim ausgezeichnet. Die gemeinsame Aktion der Fleischer-Innung des Main-Tauber-Kreises und der Schule zeigt erste Resultate, um motivierten Nachwuchs zu begeistern. Den Preis, dotiert mit 2000 Euro, nahmen Susanne Thienel und Kerstin Lanig-Wyes freudig in Radebeul entgegen. Ausgeschrieben wurde der Preis von der Gilde Stiftung des Fleischerhandwerks, die die besten Initiativen „Fit für Azubis 2011“ prämierte.


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